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Wien | 12.4.2003 | 16:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Journal '03. zwölfterapril.
  Mein Rausch gehört mir. Interessante Bewegungen in der Legalisierungs-Debatte.
 
 
 
siehe zwölftermärz...
  Es ist ja schon ein Weilchen her und viel ist ja nicht rausgekommen, aber ich habe ja hier, lustigerweise am zwölftenmärz, also durchaus genau vor einem Monat, etwas von euch eingefordert.

Ich darf zitieren:

 
 
  "Ihr müsst euch endlich vom Aufrechnungsgedanken trennen und gut, sehr gut überlegen, was FÜR eine Legalisierung (von Cannabis, weichen Drogen. Anm.d.Red) spricht.
Nur mit einer intelligenten, durchdachten und die positiven Aspekte betonenden Grund-Philosophie kann man die WICHTIGKEIT, die man dem Thema zuordnet auch den ANDEREN begreiflich machen.
...
Dieses Argumentations-Paket muss handfest und nachvollziehbar sein.
Und es muss, da es sich um österreichisches Recht handelt, auch österreichisch sein.
...
Wichtig ist, dass man endlich aufhört, sich selber zu bemitleiden und zu Kult zu erheben, nur weil man was raucht.

Das ist der erste Schritt.
Der zweite ist die Erarbeitung von sinnvollen Argumenten für die Legalisierung.
Und der dritte Schritt ist ein Vortrag dieser Forderung (die dann allerdings schon hieb- und stichfest und auch clever und österreichisch formuliert sein muss), der über das hinausgeht, was im letzten Wahlkampf als Hasch-Trafiken-Debakel in die innenpolitische Geschichte einging.
...
...quälts mich erst wieder, wenn es weiterreichende Ergebnisse gibt. Ab da interessierts mich dann nämlich wieder."
 
 
 
Ein Monat später...
  Das Forum zu dieser Geschichte war nun teilweise interessant und teilweise sogar klug.
Das, was ich da einfordere, konnte allerdings niemand leisten - zum einen, weil das in der Debattier-Kürze eines Forums gar nicht möglich ist, zu anderen, weil immer noch die Grundeinsichten fehlen.

So. Warum ich grade jetzt wieder auf das Thema komme, hat zwei Gründe.
Zu Grund 2 nächste Woche.

Grund eins heißt: u-n-o.org: Recht auf Rausch!
Unter diesem Titel gibt's dieser Tage einen Kongress mit Workshops, Seminaren, Demo und Party (Heute abend Arena).

Ausgangspunkt ist diese Homepage:
www.u-n-o.org.

Ich finde das nicht uninteressant.
Selbst wenn einige Themen wieder mit dem klassischen Alkohol-Aufrechnungs-Scheiß und anderen nicht wegzukriegenden Klischees oder mit einer einer nicht-kiffenden Öffentlichkeit nicht vermittelbaren Chuzpe daherkommen.

Ich darf diese Auseinandersetzung mit dem leidigen Thema allen, die daran interessiert sind, ans Herz legen.

Meiner Grundansicht, dass planloses Kiffen (also das, was Österreichs Kiffer in 80% der Fälle betrieben) mittelfristig blöde oder paranoid machen (im ungünstigen Fall beides), ist davon allerdings unberührt.

 
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