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Wien | 6.1.2004 | 16:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Journal 03-Nachschlag.
 
 
 
 
Die verspätete Referenz
 

Inzwischen weiß man ja, dass der Gorbachov zugeordnete Satz "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" nur aus einem Übersetzungsfehler heraus geboren wurde und ganz anders (und viel weniger spektakulär) ging.
Trotzdem paßt das jetzt.

Das (telefonische) Kurz-Gespräch mit der Autorin (Karin Pollack) fand zu einer Zeit statt, als wir alle noch in kurzen Ärmeln herumgelaufen sind - die Geschichte dazu erscheint jetzt mitten in der Schneehaufen-Zeit und zwar im gestern veröffentlichten Profil (Nr 2, Jg 35) ab Seite 80.

Es geht unter dem Titel "Lock-Bücher" um Web-Logs, und auf Seite 81/82 (Text) sowie 84 (Bild) werde ich und das Journal '03 da als Beispiel angeführt. Jetzt, Anfang 04. Nunja.

Das ist in mehrerer Hinsicht interessant (dazu weiter unten) und zwingt mich indirekt auch dazu einen aktuellen Eintrag vorzunehmen, damit die vom Profil auf die nicht ganz richtige Fährte www.fm4.at geschickten Profil-Leser da auch jetzt, wo das Versuchs-Objekt tägliches Web-Log einmal kürzer (und nicht mehr täglich) tritt etwas finden können.



 gorbachov
 
 
Die betreffende Passage:
 

Zitat Anfang
Wer auf unmittelbare, persönliche und sehr subjektive Art und Weise etwas über Musik, Clubs und Ausgehen in Wien erfahren will, linkt sich in Martin Blumenaus Weblog auf www.fm4.at ein. "In meinem Weblog muss ich auf nichts Rücksicht nehmen und kann schreiben, wonach mir der Sinn steht, wenn sich jemand nicht auskennt, dann linke ich ihn auf eine Website, auf der er sich informieren kann, das gibt eine unglaubliche Tiefe im Raum, die ich sonst nie zur Verfügung habe", erklärt der FM4-Redakteur seine Arbeit.
Nicht nur Blumenau, fast jeder Moderator bei FM4 führt sein Tagebuch im Netz. "Unsere Redakteure sind bimedial, sie machen Radio und Internet", sagt FM4-Chefin Monika Eigensperger und ist stolz, im WWW ein zusätzliches Medium gefunden zu haben, das die Zielgruppe des Senders so erfolgreich bedient.
Die Web-Seite verzeichnet monatlich rund 220.000 Besucher, viele diskutieren in Weblogs aktuelle Themen. "Klar, mein Weblog macht mich für andere gläsern", erkennt Blumenau, der längst eine eingeschworene Community mit seinen täglichen Geschichten beliefert. Deshalb wird allzu Persönliches naturgemäß ausgespart: "Mein ganz persönliches Tagebuch sähe vollkommen anders aus", meint Blumenau.
Zitat Ende


 
 
imaginäres Journal 04
 

Da sich profil.at für die von mir als grandioser Vorteil der Netz-Kommunikation beschriebene, in die Tiefe gehende Verlinkung durch seine Webseiten-Struktur nicht eignet, werde ich ganz unten die komplette Geschichte dranhängen (müssen).

Zuvor noch zweierlei: dank für die Post-, Mail- und RL-Reaktionen auf das Journal.
Und: Material (um da auf das hier genannte Ziel eins zurückzukommen) würde es auch seither genug geben; jeden Tag.

Trotzdem tut mir die Pause (copyright Schmidt) echt gut.


Hier ein kurzer Blick in mein Skizzenbuch, in das ich jeden Tag das Thema für ein imaginäres Journal 04 reinschreibe, das ich derzeit noch so froh bin nicht schreiben zu müssen.


Imaginäres Journal '04. 04-01-02.
Silvester im 8er-Lift.

Vom Spaß genau zwischen 23.50 bis 0.12 in einem Lift festsitzen. Grüße an Ch., C. und S., O. und M., D. und den John Lennon aus Chemnitz.


Imaginäres Journal '04. 04-01-03.
Facelift im Flex (wenn ich hingegangen wäre, was ich dann wegen Nicht-Journal-Zwang und Kälte unterlassen habe).

Oder: the state of UK-Dance. Die Nacherzählung eines ungemein interessanten Artikels im Independent dieses Tages über den kommerziellen und künstlerischen Rückschritt der britischen Club-Kultur und die Unterschiede zum Rest der Welt, zb zu Österreich. Incl. einer Anmerkung über die Spex-Bestenliste mit dem Flex auf Platz 2.


Imaginäres Journal '04. 04-01-04.
2003 on 45 - die Party.
und: Schallplatten-Alarm im Zimmerservice.


Imaginäres Journal '04. 04-01-05.
Keine-Crepes-Essen mit N.


Imaginäres Journal '04. 04-01-06.
Die verspätete Referenz.




 Das Journal '03
von A bis Z

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Crêpe
Dylan
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FIP
Geschichte
Homophobie
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Metallica
Nachwuchs
Ohrwurm
Österreich
Party statt Kinder
QOTSA
Reisen
Samstag
Teil einer Demo
Uriel und Luzifer
Verwandtschaft
Wulf und Freija
Xunde Foab
Yellow Submarine
Zeitschriften
 
 
  Morgen könnte es dann meine Referenz an Scarlett Johannson sein, die uns Donnerstag in der FM4-Filmpremiere erfreuen wird, und über die ich in den letzten 2 Tagen 17 Portraits gelesen habe.
Und übermorgen gibt es ein interessantes Jubiläum...
Die Themen liegen weiterhin auf der Straße.


 
 
 
Und jetzt zum Profil-Artikel
 
Dazu noch folgende Bemerkung: der gegen Ende der Geschichte zitierte Knallgrau-Werbefritze, der sich nicht entblödet Weblogs in erster Linie als "Marketing-Instrument" zu definieren und damit ihrer Seele zu berauben, hat mich vor ein paar Monaten unter einem anonymen Nick in eine Debatte über die Moral, Integrität und Qualität von Weblogs verwickelt, die abrupt zu Ende war als ich mich über sein Schnarchnasen-Log lustig gemacht habe, das er vor mir verbergen wollte.

Solche Typen sind mir genauso zuwider wie die zynische Drecks-Formate erfindenden Programm-Chefs von Privat-TVs, die "privat eh total nett" sind.

So, aber jetzt. Spezieller Hinweis auf die Reliteralisierungs-These von ORF-Vordenker Manola und auch seinen Karl Kraus-Vergleich.
 
 
 
  Und weil es jetzt, dank tätiger Mithilfe von vielen Postern doch ein paar Möglichkeiten gibt einen Link zu setzen, anstatt hier die ganze Geschichte zu copypasten und reinrinnen zu lassen, kommt das hier .

 
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