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New York | 17.1.2003 | 10:55 
Life is too short - how NY feels for a brand new netizen.

Grenzfurthner, Hummel

 
 
Plop it in?
  Geplant ist nämlich, zuerst einen Entwurf für das ganze Areal rund um Ground Zero zu verabschieden und dann einen neuen Designwettbewerb für die Gedenkstätte der Opfer der Terroranschläge auszuschreiben. Wie das letztendlich gehen soll, war den Leuten, die sich bei den öffentlichen Anhörungen zu den Designvorschlägen äußerten, schleierhaft. Zwar haben alle neun Architektenteams Platz für eine Gedenkstätte vorgesehen, sehr konkret sind diese Entwürfe aber nicht. Die Leute allerdings befürchten, dass das Geschehen vom 11. September 2001 von den spektakulären Gebäudedesigns zu sehr in den Hintergrund gedrängt werden könnte. "Wenn Gebäude, Plätze und Strassenzüge mal geplant sind, dann kann man das Memorial ja nur noch irgendwo reinquetschen!" - hieß es.
 
 
Bigger, better & safer!
  Die Kritik an den neun Entwürfen, die zur Debatte stehen, war eher verhalten: Zwar wurde den Architektenteams Grössenwahn vorgeworfen, aber konkrete Anmerkungen waren rar. Den meisten gefiel, dass die neuen Gebäude zumindest teilweise über die Skyline von Lower Manhattan hinausragen werden ("give Osama the finger") und spektakuläre Architekturelemente aufweisen. Vor allem aber wurde der Vorwurf laut, die zuständigen Behörden hätten den Prozess nicht wirklich in der Hand und würden sich von Interessensverbänden einwickeln lassen. Ground-Zero-Anwohner kratzten sich am Kopf angesichts der geplanten Umverlegung ganzer Strassenzüge. Als Touristenrunway mit Autobahnzufahrt wurde ein Entwurf beschimpft. Angehörige von 9-11 Opfern forderten die zuständigen Behörden, Port Authority und Lower Manhattan Development Corporation auf, mehr Augenmerk auf die Sicherheit der neuen Gebäude zu legen als beim Bau des World Trade Center.


 speak out!
 
 
Do it yourself
  Einige Kritiker haben aufgrund des Fehlens eines üeberzeugenden Entwurfes ihre eigenen Vorschläge mitgebracht, ihre Skizzen in die Kameras gehalten und damit auch die Couchpotatoes erreicht, die sich bei minus 7 Grad die Sache lieber auf dem Stadtsender NY1 anschauen wollten. Die New York Times war zwar schon drauf und dran, ein Ende der öffentlichen Debatte wegen der mässigen Beteiligung an der öffentlichen Hearings herbeizuschreiben, aber die sechseinhalbttausend Kommentare, die bislang abgegeben wurden, können schlecht ignoriert werden. Die Behörden haben versprochen, die Meinung der Öffentlichkeit zu berücksichtigen - bis zum 2. Februar können noch "comments" abgegeben werden.


Die Zukunft von Ground Zero, Teil I
Wie soll das Memorial aussehen?

 
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