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  Österreich | 27.10.2003 | 14:37   

 
 
Big Brother Awards
  von Astrid Schwarz

Gestern abend sind im Flex die Big Brother Awards vergeben worden. Viele Interessierte haben sich eingefunden, um die Privatsphärenmissbraucher zu feiern. Die Preisverleihung war zwar sehr langatmig, aber die Trophäenernte - das Abschneiden der Schweinsohren - hat das schon wieder wett gemacht.
Ihr konntet hier für eure Favoriten stimmen. Sonntag abend wurden dann die Entscheidungen der Big Brother Awards-Jury bekanntgegeben:
 
 
Kategorie Business und Finanzen
  Die Salzburger Geschäftsleute am Rudolfskai haben dieses Jahr den Preis eingeheimst. Für die Jury sind sie ein absolutes Negativbeispiel im Umgang mit neuen Technologien. Um die Sicherheit in ihrer Gegend zu erhöhen, wollen sie eine Videovollüberwachung aufbauen. Und das, ohne über andere - vielleicht einfacher zu realisierende - Maßnahmen zu diskutieren.
 
 
 
Kategorie Politik
  Die EU Kommission mit der 'IP enforcement directive' hat hier die Nase vorn. Sie will die IP Adressen Ausforschung europaweit vereinfachen. Die Unternehmen müssen dann nur noch bei den Providern anfragen und bekommen alle Userdaten. Besonders gefragt wird dieses Tool wohl bei der Verfolgung von Filesharing-Verbrechern sein.
 
 
 
Kategorie Behörden und Verwaltung
  Das EU Patentamt hat sich diesen Preis mit seiner Patentvergabepraxis redlich verdient. Obwohl es noch gar keine rechtliche Basis für diese Patente europaweit gibt, haben sie Patente auch für Triviallösungen vergeben. Die EU arbeitet ja schon fleißig an einem europaweiten Gesetz.
 
 
 
Kategorie Kommunikation und Markting
  Die Post AG hat mit ihren Nachsendeautragsformularen in dieser Kategorie die Schweinsohren abbekommen. Man muss auf einem Nachsendeauftrag zustimmen, dass die persönlichen Daten an Dritte weitergegeben werden können. Tut man das nicht, muss man damit rechnen, dass der Antrag abgelehnt wird.
 
 
 
Kategorie Life time Achievement
  Dieser Preis ist gestern eigentlich nicht vergeben worden. Die Gewinnerin der Vorjahres, Unterrichtsministerin Gehrer, ist noch immer dabei, die Vorhaben vom letzten Jahr umzusetzen und braucht daher eigentlich keinen neuen Award.
Sie bekommt den Award vom letzten Jahr sozusagen noch einmal und dazu ein Paar frische Schweinsohren.
 
 
 
Kategorie Peoples Choice
  Die Herold Data GmbH wurde wegen ihrer Marketing CD vom Publikum in Netz am häufigsten nominiert und bekommt daher diesen Award.
 
 
 
Defensor Libertatis
  Der erste Positiv Preis der Big Brother Awards geht an den Journalisten Peter Huemer für seine Bemühungen um den Datenschutz, Integrität und Privatsphäre. Congratulations!
 
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  www.bigbrotherawards.at
   
 
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