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Nicht weit von uns lehnt der 20-jährige Juro am Zaun. Neben ihm steht seine Frau und ihr gemeinsames einjähriges Kind Giorgio sitzt im Kinderwagen. Juro hat keine Arbeit - wie viele Jugendliche in der Slowakei. Jeder Dritte unter 24 Jahren hat keinen Job. Bei den unter 19-Jährigen ist die Rate doppelt so hoch. Juro ist gelernter Automechaniker, hat aber zumeist andere Arbeiten gemacht, etwa als Rezeptionist in einem Hotel. Auf die Frage, was er glaubt, was sich in Petrzalka durch den Beitritt zur EU verändern würde, reagiert er eher pessimistisch. Vielleicht, vielleicht würden die Löhne steigen. Vor allem aber sieht er, dass es in Petrzalka abwärts geht. Müll und gebrauchte Spritzen lägen herum. Was könne man tun, fragt er. Riso nimmt mich mit in eine Garage. Tesso, ein anderer Rapper, ist mit von der Partie. Auf der einen Straßenseite türmen sich wieder die Hochhäuser, auf der anderen stehen Garagen, die meisten sind knallig blau, gelb oder rot angemalt. Als Riso das Garagentor öffnet, tut sich vor mir ein kleines Paradies auf. Die Garage ist ausgekleidet mit Eierkartons und dicken orangen Decken. Ein Schlagzeug, ein Mischpult, ein paar Boxen sind auch drin. Ein Proberaum, den die unterschiedlichsten MusikerInnen nützen. Zufällig sitzen ein Gitarrist, ein Bassist und ein Schlagzeuger in der Garage. Riso kennt sie nicht. Trotzdem lassen sie sich jetzt spontan mit den zwei HipHoppern, mit Riso und Tesso, auf eine Session ein. Ein tolles Feeling, dabei zu sein, wie sie da einfach loslegen. |
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 | | | Ostalgie: Boys trinken Kofola- eine Art Cola mit Orangenlimogeschmack. Ein Getränk aus der Zeit des Kommunismus, das nach wie vor erhältlich ist. |
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