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Mathias Zsutty: Du hast Langeweile einmal als den Motor deiner Arbeit beschrieben.
Dirk von Lowtzow: Das stimmt, ja. Weil ich mich sehr viel langweile und nur sehr schlecht mit mir selbst beschäftigen kann. Wenn ich das besser könnte, wenn ich also fähig wär, den Tag einfach so verstreichen zu lassen mit diesem und jenem, man trudelt mal hier rum und dann macht man mal das, nimmt ein Buch zur Hand, und dann eine CD und so, und schwupps ist es schon wieder vier Uhr nachmittags, dann würd ich glaub ich gar nichts machen. Weil ich eben auch so faul bin. Aber dadurch, dass ich mich wirklich schnell langweile und das auch als qualvoll empfinde, bin ich gezwungen, mich hinzusetzen und etwas zu machen. Weil ich auch nur dadurch so eine Art Glücksmoment empfinden kann. Weil ich nur so schlecht in mir selber ruhen kann.
Mathias Zsutty: Wo steht das Büchlein, in das du die schönen deutschen Wörter reinschreibst?
Dirk von Lowtzow: So eines hab ich nicht. Ich hab auch keine Skizzenbücher oder Schmierheftchen oder sowas. Ich denk mir immer, sowas sollte ich mir mal anlegen, weil das eben auch sowas wär, wo ich mir denke, so könnte man arbeiten und der Langeweile entgehen. Ich hab da so ein tolles französisches Schulheft mit "Buffy the Vampire Slayer" gesehen und gleich gekauft und gesagt, da mach ich mein Schmierheft rein. Aber ich mach nie was damit. ich kann das nicht. Entweder kommt so ein Gedanke und dann geht das ganz schnell, dann mach ich gleich - zack, zack - den ganzen Text, oder eben ... nicht.
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 | | | Kurz vor Weihnachten in Berlin, auch im Hause Lowtzow darf der obligatorische Baum und anderes Glitzerwerk nicht fehlen |
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