Was 17 Jahre als Festival zur Verständigung zwischen Ost und West vom Budapester Tanztheater über die Attwenger bis zum Kinderfest in Niederösterreich an der Donau aufgezogen wurde, hat heuer ein neues Gesicht bekommen: Das Donaufestival ist zur Bühne alternativer bis experimenteller Popkultur geworden. Der für die Programmierung von avantgardistisch-zeitgenössischer Musik bekannte neue Kurator Tomas Zierhofer-Kin (Zeitfluss bei den Salzburger Festspielen, Zeit_Zone bei den Wiener Festwochen) will an der Donau eine 'Ausweitung der Kampfzonen' gegenüber dem Mainstream des Pop à la MTV, Michael Jackson und George Bush installieren. Das Festival löst das ein, musikalisch beispielsweise mit avantgardistischem Hip Hop als einem Schwerpunkt (Prefuse 73; Saul Williams Night; The Dälek und I-Wolf gestalten eigene Musikstücke für das Festival). Hierzulande noch eher unbekannte Performances wie von Nico and the Navigators charakterisieren den Theaterfokus.
Foto: Flo Brunner
Ängste und deren utopische Auflösung
21. April, Halle 1 (Krems)
Mieskuoro Huutajat, Chicks on Speed feat. No Heads, Alec Empire