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  Österreich | 2.6.2005 | 18:00   

 
 
ÖH-Wahlen 2005
  Über 200.000 Studierende waren seit Dienstag aufgerufen, ihre politische Vertretung für die nächsten beiden Jahre zu wählen. Die ÖH-Wahl 2005 ist geschlagen, alle Wahllokale geschlossen. Durch das neue Wahlsystem waren Prognosen diesmal schwer zu treffen, auch was die Wahlbeteiligung betrifft. Diese blieb nahezu unverändert, kletterte aber doch leicht über die 30%-Marke.
 
 
Knappe Mehrheit für Grün-Rot?
  Auf Grund des neuen Wahlsystems werden "Abgeordneten" zu Österreichs Studierendenparlament werden nicht mehr direkt, sondern über den Umweg der Universitätsvertretungen gewählt.

Der angekündigte Machtwechsel dürfte aller Voraussicht nach ausbleiben. Zwar konnten vor allem die Fachschaftslisten (FLÖ) vom neuen Wahlsystem profitieren, eine von vielen im Vorfeld erwartete Mehrheit von Aktionsgemeinschaft und Fachschaftslisten ist rechnerisch allerdings nicht mehr möglich.

 Gabor Sas von der FLÖ
 
 
  Noch sind einige Mandate offen: Eine Mandatarin einer Pädak hat bis jetzt noch nicht bekannt gegeben, wen sie in der Bundesvertretung unterstützen wird und zwei Mandate der sogenannten Wahlgemeinschaft (kleinere Pädaks und die Kunstuni Linz) werden überhaupt erst in einigen Wochen vergeben.

Zurzeit scheint eine Fortführung der bisherigen Koalition mit Unterstützung einiger anderer MandatarInnen oder kleinerer Fraktionen wahrscheinlich.

 Barbara Blaha, die Spitzenkandidatin des VSSTÖ
 
 
 
 
GRAS wird erneut stimmenstärkste Fraktion
  Die abgegebenen Stimmen werden nicht mehr direkt in Mandate der Bundesvertretung umgerechnet, sondern gehen den Umweg über einzelne Uni-Ergebnisse. Spannend bleibt aber dennoch die Frage, welche Fraktion rein zahlenmäßig die meisten Stimmen erhält. Bei den Wahlen 2003 wurde erstmals die GRAS stimmenstärkste Fraktion. Nicht zuletzt durch Zuwächse auf der größten österreichischen Universität, der Uni Wien, und schwerer Verluste für die dortige Aktionsgemeinschaft, konnte sie diese Position auch diese Jahr wieder verteidigen.

 Bernadette Gruber, Spitzenkandidatin der AG
 
 
Doris Gusenbauer und Rosa Nentwich-Bouchal von der GRAS freuen sich über die Ergebnisse, die auf die Wand projiziert werden.
 
 
Vorläufige Mandatszahl
 
Fraktion 2005 % Mandate 2003 % Mandate
GRAS 25,3% 14 29,0% 14
AG 24,7% 14 28,8% 14
VSSTÖ 21,2% 15 20,4% 10
FLÖ 13,4% 11 6,7% 3
KSV 4,0% 1 4,8% 2
LSF 3,9% 1 3,4% 1
RFS 1,8% 1 2,4% 1
KunsT für KUNSt 0,5% 1 - -
UnArtige 0,3% 1 - -

(Verglichen werden die kumulierten Universitätsergebnisse 2005 in Prozent und die Ergebnisse der Wahl zur Bundesvertretung 2003. Berücksichtigt werden nur Fraktionen, die in einem der beiden Jahre den Einzug in die Bundesvertretung geschafft haben)
 
 
 
  Noch nicht berücksichtigt:

2 noch nicht vergebene Mandate der Wahlgemeinschaft (werden erst am 15. Juni vergeben) und 1 Mandat einer Pädagogischen Akademie (hat noch nicht bekanntgegeben, wen sie in der Bundesvertretung unterstützen wird).

Insgesamt wird die Bundesvertretung der ÖH für die nächsten beiden Jahre 62 Mandate (statt bisher 45) umfassen.
 
 
 
Wie geht es weiter?
  Für die Wahl des oder der neuen ÖH-Vorsitzenden am 29. Juni werden 32 Mandate gebraucht: Grün-Rot verfügen über 29 Sitze, können wahrscheinlich auch mit der Unterstützung des KSV rechnen. Damit fehlen nur noch 2 Mandate auf die Mehrheit.
Die AG müsste, um den Vorsitz stellen zu können, alle FLÖ-Mandatare für sich gewinnen, zudem auch noch die noch nicht deklarierten und noch nicht vergebenen Mandate, sowie LSF und RFS. Aber eine Koalition mit dem RFS würde wiederum andere mögliche Koaltionspartner vertreiben - womit diese Mehrheitsvariante sehr unwahrscheinlich wird.
 
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Alle Infos rund um die ÖH-Wahlen 2005
   
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  ÖH-Wahl 2005
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