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  Österreich | 21.8.2005 | 16:06   

 
 
Schlammrutschen
  mit Michael Fiedler

Nachdem in der Nacht zum Samstag der einsetzende Regen für glitschige Bodenverhältnisse gesorgt hat, etabliert sich am Frequency-Festival 2005 eine neue Trendsportart.
 
 
 
 
 
Es begann mit einem Ausrutscher...
  Der Campingplatz Nord zeichnet sich durch eine gewisse Hanglage aus. Der Boden ist mit Wasser vollgesogen. Kleine Schlammflüsse bahnen sich ihren Weg, vorzugsweise auf den Wegen. Irgendwann am späten Vormittag: Jemand rutscht aus und gleitet sanft aber ohne jede Bremsmöglichkeit von ganz oben ganz hinunter.
 
 
 
 
 
...und führte zur menschlichen Lawine
  Ein paar bereits recht ordentlich Angeheiterte kommen trotz oder gerade wegen ihres Zustandes auf DIE Idee:

Schlamm + Hügel = tolle Rutsche.

Immer mehr Nachahmer werfen sich, vollständig, leicht- oder unbekleidet, kopfüber oder arschlinks in die Bahn. Immer mehr Zuschauer versammeln sich an den Seiten, jubeln, verteilen Startnummern und Wertungspunkte oder sind in ehrfürchtigem Staunen erstarrt.
 
 
 
 
 
Einzige Regel: Es gibt keine Regeln!
  Durch den Trubel angezogene Securities zucken nur kurz mit den Schultern und ziehen wieder ab - wahrscheinlich ist ihnen bewusst, dass ein Einschreiten die Teilnahme an dem Spaß zur Folge hätte.

Das Pulikum entwickelt eine neue Spielart und spannt ein Seil über die Rutsche, an dem Bierdosen hängen. Alle Teilnehmer starten gleichzeitig, Sieger ist, wer eine Dose ergattert.
 
 
 
 
 
Die Angst des Schaulustigen vor einer Beteiligung
  Das Selbstbewusstsein der Sportler steigert sich deutlich, sie verfolgen und umarmen Unbeteiligte. Wer allzu weit am Rand steht, wird auch gerne mal zum mitrutschen eingeladen.

Ein entweder sehr mutiger oder sehr naiver junger Mann mit einer Palette Bier wagt sich auf die Bahn. Jemand schreit "Der hot a Bier!" und so um die dreißig "Sportler" jagen ihm auf Kommando nach. Die menschliche Lawine überrollt ihn einfach. Die Szene erinnert an das Superbowl - Finale. Der arme Tropf verlässt das Schlachtfeld dreckig, mit leeren Händen und sichtlich angefressen.
 
 
 
 
 
Fango für die Frauen
  Schließlich wagen sich noch zwei Mädchen in Bikinis auf die Rutsche. Sie müssen sich - natürlich - das "Ausziehen! Ausziehen" - Gegröhle der anwesenden männlichen Primaten anhören und sind peinlich berührt.
Dann fängt es wieder an zu regnen und die Beteiligten verziehen sich unter die Dusche. Schwerere Verletzungen gab es wohl nicht und blaue Flecke tun erst am Tag danach weh.
 
 
 
 
 
Und was wurde eigentlich aus...
  der Schärfe in den Bildern? Das ist schnell erklärt und eigentlich auch wenig spektakulär, aber in diesem Fall wohl trotzdem eine Erwähnung wert: Unsere an sich ja ganz wundervollen Digitalkameras gehen im Laufe eines Festival-Sommers ja quasi durch die Technik-Hölle. Regen, Staub, Dreck und Hitze setzen ihnen, auch wenn sie es nicht zugeben, doch stark zu. Und irgendwann, wenn man sie dann auch noch in den Schlamm fallen lässt, ... tja. Wir hängen sie jetzt mal zum Trocknen auf und dann sehen wir weiter.
 
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