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  Österreich | 21.8.2005 | 14:12   

 
 
Frequently Asked Questions
  Die letzten Tage über sind sowohl in diesen Foren, aber vor allem auch im "offiziellen" FM4 Frequency Forum immer wieder verschiedene Vorwürfe gegen die Veranstalter laut geworden: Zu viele Menschen seien auf das Gelände gelassen worden, der zwar unterm Strich recht glimpflich verlaufene aber durchaus nicht ungefährliche Einsturz der Brücke auf das große Gedränge zurückzuführen, und überhaupt würde vor allem Geldgier der Motor des ganzen Festivals sein. Wir haben Harry Jenner, den Veranstalter des FM4 Frequency und mehrerer anderer Festivals gebeten, zu diesen drei Vorwürfen Stellung zu nehmen.
 
 
#1: Die eingeknickte Brücke: Für so viele BesucherInnen war sie einfach nicht ausgelegt
  "Dieser Vorfall hat nichts mit zu vielen Leuten, oder zu engem oder falschem Gelände zu tun, sondern war wirklich ein Unfall. Die Brücke die eingeknickt ist kann 750 Kilo auf dem Quadratmeter aushalten. Soviel Leute kriegt man dort einfach nicht hin. Es kann also nichts mit einer möglichen Überfüllung zu tun haben. Es war einfach ein Unfall, es wird noch geschaut, woran's liegt. Wir sind hier auch mit Brückenbauern am Reden. Wir haben hier ja auch nicht irgendjemanden engagiert, sondern eine top Bühnen- und Gerüstbaufirma. Und auch hier nicht - wie mir vorgeworfen wurde - gespart, im Gegenteil: Safety First. Das Publikum ist mir sehr wichtig. Hier sind wir also am Schauen, woran es gelegen ist und wo vielleicht ein möglicher Konstruktionsfehler war."
 
 
 
 
 
#2: Einer geht noch: Auf dem Gelände waren viel zu viele Menschen
  "Da gibt's ja Gott sei Dank Behörden, die mich kontrollieren, damit ich nicht mach kann, was ich auch nicht will, was man mir aber vorwirft. Es gibt hier eine maximale Kapazität, die wir natürlich strengstens einhalten, und eben bei weitem nicht erreicht haben. Natürlich ist das Gelände was die Kapazität betrifft mit einem NovaRock beispielsweise, das am flachem Acker ist, in keinster Weise zu vergleichen. Nur: dort bekomm ich wenn ich will 100.000 Leute hin, und davon bin ich ja 300 km entfernt beim Frequency. Natürlich muss man sich die Kritik der Leute überlegen, man darf sie auch nicht ignorieren, sonst würden wir unseren Job auch nicht gut machen. Und wir werden auf jeden Fall in uns gehen, damit wir es einfach jedes Jahr um einen Schritt schnuckeliger machen.

Es gäbe zum Beispiel eine Variante, die wird dem Publikum aber auch nicht gefallen: man limitiert die Tickets noch weiter runter und verlangt einfach dafür mehr Eintritt. Nicht um reicher zu werden, sondern um die Kosten zu decken. Nur wird das den Leuten eben auch nicht gefallen, wenn ich auf einmal 100 oder 120 Euro verlangen muss und dafür vielleicht nur 30.000 Leute aufs Gelände lass, wo es dann schnuckelig ist. Da sagt dann jeder, woohh, 120 Euro geht gar nicht. "

 
 
 
 
#3: Sparen wo's geht: Der Veranstalter handelt hauptsächlich aus Profitgier
  "Zu den Dagobert-Duck-Vorwürfen: Ich glaube, die Leute sollten sich mal überlegen, warum das Ticket nur - und ich betone mit gutem Gewissen nur - 79 Euro kostet. Ich war zum Beispiel in Spanien am Benicassim Festival, ein Festival mit durchaus ähnlicher Dimension und mit ähnlichem Line-Up, sogar ein paar weniger Headlinern. Die verlangen dort zirka das Doppelte, also 150 Euro. Wir sind hier mit 79 Euro inklusive Parken und Campen weit und breit - und mit "weit und breit" mein ich den deutschsprachigen Raum - das günstigste Festival. Ich kann hier diese Kritik zwar einerseits verstehen, wenn die Leute die vielen Besucher sehen und denken 'Die 79 Euro mal 40.000, bist du deppert, das ist viel Geld, der kauft sich jetzt 400 Villen und 70 Autos.' Dem ist leider nicht so. Es ist jetzt ein bisschen schwierig, hier das ganze Budget vorzurechnen, aber eine Zahl nur: Sanitär kostet mich 168.000 Euro, das sind mehr als 2.000.000 Schilling. Das ist echt ein schwieriges Thema."
 
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