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  Österreich | 6.7.2007 | 16:23   

 
 
Festival Internacional de Benicàssim
  von Nina Hochrainer und Sophia Weyringer

Das "Festival Internacional de Benicàssim" zeichnet sich bekanntlich nicht nur durch günstige Wetter- und Strandlage aus, sondern auch durch ein alljährlich vielschichtiges und ausschweifendes Line-Up. In Kürze - genau genommen von 19. bis 23. Juli 2007 - geht das an der spanischen Ostküste gelegene Festival in seine 13. Runde.

"Get ready for a new stage in life!" lautet das offizielle Motto des heurigen FIB. Auf welche "Phasen" und Gefühlszustände man sich ob des diesjährigen Festival-Line-Ups einstellen muss, sei hier vorab kurz umrissen:
 
 
 
Die wilde "Ich hau' alles um und zieh' meine Hose runter"-Phase
  Iggy and the Stooges werden gleich am Kick-Off-Abend die Rock'n'Roll-Latte hoch legen. Man denke nur an Iggys eineinhalbstündiges Dauerhüpfen von einer Bühnenecke in die andere - das sollen ihm die Jungen erst mal nachmachen. Von den Hives und Mando Diao kann man die üblichen, an Größenwahn grenzenden Bühnenshows erwarten. Weitere Möglichkeiten, um unter spanischer Sonne jung, wild und rebellisch zu sein, dürften sich dann noch bei BRMC und den Arctic Monkeys bieten.

 Iggy und der Strand
 
 
Die poppig-bunte "Ich bin leicht wie eine Feder"-Phase
  Im geblümten Kleidchen leicht beschwingt hin- und herwippen, den Fächer in der einen und das Bier in der anderen Hand. Geht ganz gut, wenn bittersüße Poptunes à la Magic Numbers von der Bühne schallen oder Nouvelle Vague Eighties-New Wave-Hadern im Bossa Nova-Stil covern. Funktioniert auch genauso bei Clap Your Hands Say Yeah, beim britischen Polka-Dot-Verein Pipettes und - mit etwas heftigerem Wippen - bei den Kings of Leon.
 
 
 
Die elegische "Oh, süßer Schmerz"-Phase
  So leidet es sich doch am besten: Die Sonne brennt erbarmungslos aufs Haupt, alle um einen herum sind unerträglich guter Laune und feiern ausgelassen. Dem Schmerz herrlich hingeben kann man sich da zu den dramatischen, traurig-heiteren Melodien von Antony and the Johnsons oder Rufus Wainwright, auch wenn letzterer mittlerweile gemäßigtere, nahezu hoffnungsvolle Töne anschlägt. Nicht zu vergessen Muse. Die essen düstere Theatralik ja täglich zum Frühstück.

Rechts: Sister Cerveza begibt sich bestimmt auch dieses Jahr wieder auf FIB-Missionarsreise. Ob sie Antony and the Johnsons in elegische Zustände versetzen werden?

 
 
Die leicht verworrene "Ich bin offen für alle Experimente"-Phase
  Erstens tritt das glücklich wiedervereinte Trio Dinosaur Jr. an, um der Dissonanz Tribut zu zollen und ihren mythischen Gitarren-Noise-Eskapaden freien Lauf zu lassen. Zweitens werden The Go! Team jedem Schubladisierungsversuch einen Haken schlagen und frischfröhlich mit unerhörten Stilmixes dem Eklektizismus frönen. Drittens werden The Animal Collective wieder einmal stolz alle Regeln des Rock und Punk auf den Kopf stellen.
 
 
 
Die schrammelige "Gib' mir ein Lagerfeuer und ich mach' dir eine Gitarre"-Phase
  Folkig im weiteren oder engeren Sinne geht es zu bei Wilco, die nach Ausflügen in den Experimental Pop neuerdings wieder zu ihren melodiösen Alternative-Country Wurzeln zurückgekehrt sind. Herman Düne oder besser die Düne-Geschwister bleiben da ganz klassisch und garantieren für herzerwämende Folkklänge. Mit Connor Oberst und seinen Bright Eyes kann man dann verträumt in den Sternenhimmel schauen und wem eher nach gepflegtem Wüstenrock dürstet, soll sich den bitte von den werten Herren von Calexico servieren lassen.

Rechts: Albert Hammond Jr. war 2006 mit schönen Schuhen und seinen Strokes-Kollegen vor Ort. Heuer traut er sich ganz alleine auf die Bühne."

 
 
Die neongelbe bis pink glitzernde "Ich dreh' mich so lang im Kreis, bis ich umfalle"-Phase
  Wild Rauf und Runter hüpfen und die fluoriszierenden Leuchtsticks in die Luft werfen kann man dann zu späteren Stunden am besten bei The Rapture, Klaxons, !!!, Simian Mobile Disco, Sascha Funke, die Brazilian Girls und Carl Craig. Aber das sind nur wenige, die euch Blasen an den Füßen und durchgetanzte Nächte garantieren.

Spontanentschlossene Festivalfreunde und -freundinnen, die sich mit mindestens einer dieser Phasen verbunden fühlen, finden das komplette FIB-Line-Up sowie Infos bezüglich Tickets, Anfahrt und Übernachtung auf der offiziellen Website.
 
 
 
Wir hoffen, diese hübschen Damen vom letzten Jahr auch heuer wieder beim FIB anzutreffen.
fm4 links
  www.fiberfib.com
Festival Internacional de Benicàssim, von 19. bis 22 Juli in Castellón/Valencia

fm4.orf.at/festivalradio
   
 
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