In gemütlicher Atmosphäre sind am Samstag Abend die GewinnerInnen des Wortlaut '07 gekürt worden: Das Kasino am Schwarzenbergplatz gab die Kulisse, die besten Drei haben ihr mit Kurzgeschichten zum Thema "Flut" Leben eingehaucht.
Auftritt Gerald Votava: "Nachher kann man auch tanzen, das wird super!"
Eigentlich sollte der drittplatzierte Murat Aschabadi den Anfang machen. Der weilt jedoch gerade in Tadschikistan, und hat deshalb seinen besten Freund vorbeigeschickt.
Hristo Murlak darf stellvertretend 500 Euro, eine KasinoClub-Karte, ein Jahresabo von Volltext und weitere Goodies in Empfang nehmen.
Verschmitzt erklärt er des Gewinnners Motivation hinter der Teilnahme an Wortlaut: "Ich glaube das Geld". Außerdem gut zu wissen: "Murat ist kalt wie ein Killer, zynisch wie Putin und reich wie der Vatikan".
Hristo Murlak liest aus Murat Aschabadis Kurzgeschichte. "Die Nacht der Nasen" handelt von einem Maskenball. Irgendwie. Denn eigentlich geht es um "Sex unter schweren Bedingungen".
"Der Klang des Wassers"
Anschließend wird Margot Fink auf die Bühne gebeten. Mit ihrem Text hat sie den zweiten Platz erreicht. "Der Klang des Wassers" begleitet südkoreanische Apnoe-Spezialistinnen auf ihren Tauchgängen. Empfindsame Sprachgewalt schafft prägnante Bilder von Sehnsucht, Drang und - Wasserklang.
Die Plätze vier bis zehn werden auch mit Gaben bedacht: Thalia hat Büchergutscheine zur Verfügung gestellt, für genügend Lesestoff sorgt ein Volltext-Abo.
Margot Fink
Vor dem großen Finale nimmt Gerald Votava die Jury ins Kreuzverhör - unter ihnen: die letztjährige Gewinnerin Yvonne Giedenbacher, der österreichische Autor Arno Geiger, Filmemacherin Jessica Hausner und Stadtschreiber Tex Rubinowitz. Ihn hat Margot Finks Text besonders beeindruckt. Verwundert war er lediglich, später festzustellen, dass die Autorin keine Koreanerin ist. Ein freudiges Kompliment für Finks Gabe, in fremde Rollen zu schlüpfen.
Vorjahresgewinnerin Yvonne Giedenbacher
Autor und Jury-Mitglied Arno Geiger
Arno Geiger erzählt von seinem ganz persönlichen Weg zum Ziel "Endauswahl": Während ausführlicher Zugsfahrten hat er sich den Einsendungen gewidmet. Geiger spricht all jenen, die es heuer nicht ins Finale geschafft haben, Mut zu: Man solle ja nicht aufgeben, denn "Kinderkrankheiten vergehen!".
Und dann die große Fanfare: Annina Schmid tritt ins Rampenlicht. Die Gewinnerin des diesjährigen Wortlaut Wettbewerbs bekommt 1.000 Euro überreicht.
Siegerehrung: Annina Schmid und Gerald Votava
Die Schweizerin studiert Kriegs- und Friedensforschung. Schreiben ist ihr auch deshalb ein wichtiges Anliegen, weil es "die einzige Beschäftigung ist, wo niemand zu Schaden kommt". Zwei Wochen hat sie an ihrer namenlosen Erzählung gefeilt - und es hat sich gelohnt. Mühelos verwebt Annina Schmid vielschichtige Eindrücke zu einem komplexen Ganzen.
Das hat auch Michaela Monschein, Organisatorin des Ingeborg Bachmann Preises, beeindruckt. Sie spricht überraschend eine Einladung nach Klagenfurt aus: Die diesjährige Wortlautgewinnerin wird den nächsten Literaturtagen aus nächster Nähe beiwohnen können.
Michaela Monschein
FinalistInnen und Organisatorinnen - Pamela Russmann und Zita Bereuter - traulich vereint auf der Bühne
Zu den Klängen von DJ Trishes hat sich anschließend der ein oder andere mit Lesestoff eingedeckt: Das Wortlautbuch und sein frisch geschlüpfter digitaler Bruder - das Wortlaut-Hörbuch - waren vor Ort erhältlich.
Wein, Freud und Gesang: Die Party in vollem Gange.
3 x Buch plus Hörbuch zu gewinnen
Welche der folgenden Personen war heuer nicht Mitglied der Wortlaut Jury?
Christian Kracht, Yvonne Giedenbacher oder Nicolas Mahler?
Wer die Antwort weiß, hat die Chance eins von drei Wortlaut 2007 Paketen (Buch und Hörbuch) zu gewinnen.
UPDATE: Der Einsendeschluss ist vorbei, die GewinnerInnen wurden bereits per Mail verständigt.
Die richtige Antwort war: Nicolas Mahler