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  Österreich | 28.10.2007 | 12:45   

 
 
Im Studio mit Makossa & Megablast
  von Phekt

"Kunuaka" heißt ihr aktuelles Album, das über das renommierte Wiener G-Stone-Label veröffentlicht wurde. Die Platte ist seit Monaten ein Sureshot in den Plattentaschen international renommierter DJs: Carl Craig, Gilles Peterson, Bob Sinclair: Sie alle sind Fans von M&M.

Die musikalische Laufbahn der beiden Künstler hier genau zu beschreiben, würde den Rahmen dieser Geschichte sprengen. So viel sei gesagt: Makossa & Megablast sind Urgesteine der Wiener Musikszene. Sie drehen seit den 80er Jahren Platten, bringen die Crowds zum Tanzen und funktionieren als DJ- und Produzenten-Team hervorragend.

Was vielen österreichischen Musikern verwehrt bleibt, haben sie geschafft: Sie bekommen internationale Aufmerksamkeit und spielen regelmäßig im Ausland. Dank ihrer jahrelangen DJ-Erfahrung wissen die beiden, was es braucht, um aus einer Nummer bzw. einem Remix einen Club-Banger zu machen.

Im Frühjahr 2007 waren sie in China, im Sommer haben sie in ganz Europa auf Festivals gespielt, letzte Woche sind sie von ihrer 10-tägigen USA und Mexiko-Tour heimgekehrt. Untätigkeit kann man den beiden nicht vorwerfen.

Doch wo entstehen eigentlich ihre Platten? Wir haben uns auf die Suche gemacht und Makossa & Megablast in ihrem "Luv Lite Recordings"-Studio besucht.
 
 
 
 
 
Mitten in Wien
  Das "Raumschiff", wie Megablast sein Studio gerne nennt, befindet sich im Untergeschoß eines Wiener Altbaus im 9. Bezirk. Der Produzent wohnt im selben Gebäude, allerdings ein paar Stockwerke höher. Für das Studio wurde eine eigene Wohnung angemietet. Klingt perfekt, wären da nicht die Nachbarn, die regelmäßig SMS mit der Botschaft "zu laut!!!!" schicken.

Makossa, der etwas außerhalb von Wien lebt, muss schon etwas weiter fahren, wenn er spontan ein kreatives Hoch hat. Während der Produktion von "Kunuaka" hat er durchschnittlich 3 Nächte pro Woche auf Megablasts Couch übernachtet.

Die beiden teilen sich die Arbeit: Megablast, der vom Produzieren bzw. Auflegen lebt, hat etwas mehr Zeit und bastelt meistens die Track-Grundgerüste. Gemeinsam werden diese dann ausgefeilt und fertig produziert.

Wenn sie einen Remix-Auftrag bekommen, machen sie daraus ein so genanntes "M&M-Remake". Sie verwenden nur die Vocal-Spuren und kleiden diese in ein komplett neues, akustisches Gewand.
 
 
 
 
 
 
 
Vintage Equipment vom Feinsten
  Betritt man die Studio-Räumlichkeiten, hat man das Gefühl, in einem Museum für altes Equipment gelandet zu sein. Rare Synthesizer stehen neben- und übereinander: Geräte mit Holzverkleidung, die aussehen wie eine Mischung aus Kleiderschrank, Game Boy und Klavier.

Laut Megablast gehörte eine der Drum-Machines früher Falco. Ein anderes Gerät gibt es offiziell nur noch 500 Mal. Kein Wunder, dass man mit so einer Sammlung einen unverwechselbaren Sound erzeugen kann. Die heißen Tipps, welcher Klangerzeuger unbedingt in ein Studio gehört, kamen übrigens von Peter Kruder.

Obwohl alles hochtechnisch und kompliziert aussieht, ist die Arbeitsweise der beiden eher simpel: Die Geräte werden audio-mäßig in den Computer-Sequencer eingebunden und deren Sounds dort aufgezeichnet. So kreieren Makossa & Megablast ihre eigenen Samples, die sie anschließend schneiden, trimmen und verändern können. Dass manche Synthies Störgeräusche produzieren, knacksen und unberechenbar sind, stört M&M nicht: Vielmehr integrieren sie die charakteristischen Klänge in ihre Tunes.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Beim Verlassen des Studios erzählt Megablast, dass er in naher Zukunft alles umbauen möchte. Bei dem Gedanken an den bevorstehenden Kabelsalat und den organisatorischen Aufwand, wird ihm allerdings jetzt schon schlecht.

Das "Raumschiff" mit den bunten Knöpfen wird sicher auch in Zukunft wieder abheben.
 
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  Webseite von Makossa & Megablast

Myspace-Seite von Makossa & Megablast

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