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  Österreich | 11.11.2007 | 16:57   

 
 
Beware of the living dead
  von Michael Fiedler
 
 
 
  He comes from the grave, his body a home of worms and filth. No life in his eyes, no warmth of his skin, no beating of his breast. His soul, as empty and dark as the night sky. He laughs at the blade, spits at the arrow, for they will not harm his flesh. For eternity, he will walk the earth, smelling the sweet blood of the living, feasting upon the bones of the damned. Beware, for he is the living dead.

 
 
Beware, for she is the living dead!
 
 
  So steht es laut dem Zombie survival guide in einem 3000 Jahre alten Hindu Text. Das kaum erforschte Virus ist Jahrhunderte lang nur beim Öffnen altägyptischer Grabkammern oder in den Laboren verschrobener Wissenschaftler lokal ausgebrochen und konnte immer recht schnell wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Doch 2005 kam es in San Francisco als weltweit erste Großstadt zu einem ersten Auftauchen einer Gruppe von Zombies. Und auch, wenn eine Epidemie verhindert werden konnte: Das Virus überlebte und taucht seit damals in unregelmäßigen Abständen wieder auf. Zunächst nur in den USA, vor kurzem aber auch in Europa. Und gestern war es soweit: Die lebenden Toten kamen nach Wien.

 
 
They are among us ...
 
 
Letalität: 100%
  Nach einer unbestimmten Inkubationszeit tötet das Virus den infizierten Menschen binnen weniger Stunden und schon kurz nach dem Exitus erhebt sich der Leichnam als unchristliche Karikatur des Heilands. Die Gehirnfunktionen des Untoten sind darauf beschränkt, dem unstillbaren Durst nach frischem Blut nachzukommen, während ihm das Fleisch von den Knochen fault. Und mit jedem Biss in frisches Fleisch verbreiten sie die Krankheit weiter.
 
 
 
Searching for fresh meat ...
 
 
Von Dr. Caligari zu 28 Weeks Later
  Alles nur die moderne Interpretation menschlicher Urängste? Die in den Köpfen von Horror-, Splatter- und Gore-Regisseuren verstümmelte Voodoo-Religion? Nicht wenn es nach den Damen und Herren von Monochrom und ihrem artist in residence David Fine geht:

"Wenn das Zombie-Virus nicht bereits irgendwo darauf wartet, dass ein Mensch vorbeikommt, könnte es sich doch entwickeln. Denn was für den Menschen gilt, gilt für den nichtzellulären Parasiten schon lange: Das Überleben der Rasse ist das primäre evolutionäre Ziel. Und wie ginge das besser, als den Wirtskörper dazu zu bringen, per Biss den nächsten frischen Lebensraum zu erschließen, bevor der alte zu Staub zerfällt?"

 
 
After I break out here, I'll catch you ...
 
 
Schönen Gruß von den Körperfressern
  Die Menschheit muss sich also damit auseinandersetzen, dass irgendwann ein Virus auftaucht, das dem Zombie-Virus ähnlich ist. Und je eher wir uns darauf vorbereiten, desto höher die Überlebenschancen der Menschheit.

Und so hat die Monochrom-Aktion einen doppelten Sinn: Sie soll einerseits die nichtsahnenden Einkäufer auf der Mariahilfer Straße aufrütteln und andererseits können die Teilnehmer schon mal üben, sich als Zombies verkleidet zu bewegen um später einmal in der Masse der echten Zombies unerkannt zu bleiben. Ein Hauch von Selbstironie, eine Messerspitze Spaß und eine Prise Lust an der Anarchie mögen dabei vielleicht auch mitspielen.
 
 
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