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  Österreich | 10.3.2008 | 15:14   

 
 
'miupar' vs. 'Palo Alto'
  Von Alexandra Augustin

Vergangenen Dezember gab es wieder die mittlerweile zur Tadition gewordene Aktion
'FM4 für Licht ins Dunkel', bei der sich FM4-MitarbeiterInnen Live On Air selbst versteigert haben. Unter anderem gab es ein Modeshooting mit der Fotografinnengemeinschaft 'Miupar' aka Pamela Russmann und Mirjam Unger zu ersteigern. Das kam Christian Kastner und seinem Modelabel 'Palo Alto' gerade recht. Er ersteigerte die zwei Fotografinnen um 750 Euro. Das Geld kommt dem Grazer Verein 'Zebra' zugute, der alleinstehende, minderjährige Flüchtlinge betreut. Dafür bekommt Christian Kastner demnächst schicke Bilder von seiner aktuellen Frühjahrskollektion.

Vergangenes Wochenende ist das Shooting in Graz über die Bühne gegangen - hier ein paar Eindrücke:
 
 
 
Ein Abzug von der letzten Kollektion: Rechts außen steht Christian Kastner. Der 35-Jährige Modemacher hat einen Hang zu extravaganten Kleidern, die sich durch einen wilden Stoffmix auszeichnen. Hier hat er das Thema 'Tracht' neu interpretiert. Er selbst bezeichnet seine Kreationen als 'schlicht und reduziert'.
 
 
miupar
  Pamela Russmann und Mirjam Unger haben 'miupar' 2005 ins Leben gerufen und seitdem so einige interessante Menschen vor der Linse gehabt. Zum Beispiel diese und jene hier.

"...wenn ich nicht filme, fotografiere ich. Mit der Kamera kann etwas in mir sprechen, das keine Worte kennt. Am liebsten sind mir die Momente, in denen Intimität möglich ist, das Vertrauen durchbricht und der Mensch vor der Kamera offen legt, was jetzt gerade da ist. Fotografieren ist sexy. Fotografieren bricht den Alltag."
(Zitat: Mirjam Unger)

Aber nun zum Shooting:
 
 
 
Treffpunkt 13 Uhr:
  Nach knapp 2 1/2 Stunden Fahrzeit trudeln Pamela und Mirjam mit Beleutungstechnikerin Claire, meinereiner und massenhaft analogen Kameras und Filmmaterial im Schlepptau im Wohnatelier von Christian Kastner ein. Die Frühjahrskollektion '08 von 'Palo Alto' soll ins rechte Licht gerückt werden. Der Modemacher läßt Stoffe und Muster, die man normalerweise nicht zusammenmixen würde zu ausgefallenen Kreationen verschmelzen. Nach kurzer Beratung und verteilen der Kleidungsstücke ist klar: Wo sonst können die schicken, außergewöhnlichen Teile besser in Szene gesetzt werden als im Non Stop-Pornokino am Grazer Hauptbahnhof?
 
 
 
Ein erstes herantasten an die Entwürfe von 'Palo Alto'. Pamela haben es die Teile, vor allem die Patchwork-Röcke, angetan.
 
 
Hier die frisch frisierten Models Senad und Anja.
 
 
14.30:
  Das Non Stop-Pornokino am Grazer Hauptbahnhof als Location war Mirjam Ungers Idee. Nachdem sie schon einige Geschichten über diverse legendäre Konzertabende à la Pete Doherty gehört hat, aber leider selber noch nie dort war, will sie sich nun selbst ein Bild vor Ort machen. Was sie aber nicht weiß:
Das Pornokino ist immer noch regulär in Betrieb. Zwischen einer einzigartigen 70er Jahre B-Movie Soundkulisse bestehend aus Soulmusik, halbseidenen Dialogen zwischen Mann und Frau samt Gestöhne und chicen 60er Jahre Kinoinventar & Flohmarkt-Trash posieren die Models Senad und Anja in dünnen Kleidchen. Kommende und gehende, staunende Kinobesucher inklusive.

 
 
Senad, Anja und Mirjam beim Shooting.
 
 
16 Uhr:
  Mit allen Aufnahmen im Kasten geht es gleich weiter zu Pamela Russmann. Eigentlich würden schicke rosa Trockenhauben, haufenweise bunte Lockenwickler und fahrbare Plastikwaschbecken in einem 50er Jahre Frisiersalon auf die Models für ein weiteres Shooting der etwas anderen Art warten. Aber leider;
Bedingt durch schlechte Lichtverhältnisse im Innenraum und zuwenig Platz ziehen die Fotografin und ihre Models weiter in den idyllischen Garten des Modemachers, um die letzten Sonnenstrahlen zu nutzen.

 
 
17 Uhr:
  Die luftig-leichte Frühjahrskollektion von 'Palo Alto' an einem kalten Märznachmittag beim maximal 3 Grad Celsius Außentemperatur zu inszenieren ist kein leichtes Unterfangen für die Models. Trotz Gezitter und fast sicherer Verkühlung im Anschluss: Pamela ist begeistert und nennt derartige Situationen schlicht 'Branchenschicksal'. Es redet sich ja auch leicht, wenn man in der gut gefütterten Daunenjacke steckt. Brrr.
 
 
 
 
 
18 Uhr:
  Halb erfroren geht es endlich wieder ins Warme. Der Modemacher spendiert heißen Tee und Kuchen in seinen Gemächern und lädt zum Tratsch nach getaner Arbeit ein. Ja, er näht alle Stücke selber. Seine Teile in benachbarten Ländern wie Tschechien oder Ungarn, wie einige andere Kollegen billig nähen zu lassen, um Zeit zu sparen, kommt für ihn nicht in Frage. So kann er die Mode seinen Kunden zu einem vernünftigen Preis anbieten. Auch Graz als Standpunkt zum Leben und Arbeiten ist für ihn kein Hindernis. Paris, Wien und London sind vielleicht reizvoll, aber hier in Graz hat er sein Netzwerk an Leuten und Freunden, die hinter ihm stehen, immer wieder unentgeltlich für ihn modeln und auch das Wohnatelier ist in Graz vergleichsweise um einiges günstiger als anderswo.

Ob sich die investierten 750 Euro für das Shooting mit 'miupar' ausgezahlt haben? "Auf jeden Fall. Für mich kommt's jetzt nicht auf den Betrag an sondern auf die ganze Sache. Das wäre auch durchaus mehr als 750 Euro Wert."
Sehr Lobenswert.

 
 
 
  Die Ergebnisse des Shootings gibt es demnächst hier auf der Website zu bewundern. Mode von Christian Kastner ist in Linz im 'Lentos'-Museum, im 'artup' in Wien und im 'tag.werk' in Graz erhältlich.

Mehr zu Christian Kastner, sein Label und 'Palo Alto' und das Shooting in Graz gibt es heute in FM4-Connected zwischen 15-19 Uhr zu hören.
 
fm4 links
  kosmetikstube.at/palo-alto
Mehr zu den Kreationen von Christian Kastner

miupar.com
Mirjam Unger und Pamela Russmann rücken Mode, Stars und Sternchen ins rechte Licht.
   
 
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