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  Österreich | 27.3.2008 | 15:20   

 
 
Amadeus 2008: Es geht ins Finale!
  Das FM4 Alternative Act ist euer Publikumspreis bei den Amadeus Austrian Music Awards. Und wie schon letztes Jahr findet die Wahl auch heuer wieder in zwei Phasen statt. Den ersten Schritt hätten wir erfolgreich hinter uns gebracht. Ihr habt aus den 25 von uns nominierten Acts eure Top 5 gekürt.

Für diese fünf heißt es jetzt: Ab ins Finale. Und für euch: Zurück an den Voting-Start. Die Zähler werden wieder auf Null gesetzt, das Rennen beginnt nochmal von vorn. Bis 28. März, 16 Uhr kannst du deine Stimme abgeben und aus den folgenden Bands den FM4 Alternative Act 2008 wählen.
 
 
 
Das sind eure Top 5 der Nominierten zum FM4 Alternative Act 2008
  (und Boris Jordans Kurzvorstellung anlässlich ihrer Nominierung)
 
 
 
A Life, A Song, A Cigarette
  Schwelgend über einer Zigarette und dem Americana Song, der ewig gilt, haben die feschen Jungs aus Wien mittlerweile sowohl eine recht große Gemeinde von ähnlich Denkenden und Fühlenden, als auch eine kleine Szene von MitmusikerInnen um sich versammelt, von Chris and The Other Girls bis zur großartigen Marilies Jagsch und ihrem gewichtigsten Fürsprecher, dem Wienchronist und Musiker Ernst Molden. Der ständige "Omaha/Nebraska"-Vergleich nervt sie sichtlich und sie sind auch eher in einer Americana-Linie von den Flying Burrito Brothers bis Dream Syndicate zu sehen, als in einer Indie-Welt der neue, österreichische Conor Oberst zu sein, in der der schon der neue Springsteen ist. Ein geschmackvoll abgestecktes musikalisches Universum und ein rundes Debüt, das auch noch nach der größten Mülldeponie der Welt benannt ist, deuten auf guten Stil und einen für hierzulande ungewöhnlich großen Entwurf hin.

[Soundparkseite] von A Life a Song a Cigarette | alasac.com


 
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title: A LIFE A SONG A CIGARETTE
length: 0:19
MP3 (313KB) | WMA
   
 
 
Clara Luzia
  Heuer durfte ich staunend mitansehen, wie Clara Luzia, die österreichische Teilnehmerin am internationalen Newcomer Festival "Eurosonic" in Groningen/Holland einen Moment der Magie erzeugt hat. Bei einem Aufmarsch von 200 Bands an drei Tagen, bei dem alle Bands zugleich spielen und ewige Schlangen vor den ausverkauften Konzertsälen entstehen, englische Frisurenmachos und skandinavische Hype-Erfüllungsgehilfen zugleich in winzigen Venues spielen, wo gestresste deutsche Medienfuzzis und streng rechnende englische Booker von jedem Konzert nur die ersten zehn Minuten anschauen: Beim bestuhlten Clara Luzia Konzert in einem alten Kino blieben die Menschen bis zur letzten Zugabe sitzen, lauschten der selbstbewussten und zugleich intimen Stimmung, die Clara Luzia und Mika Vemba herbeizauberten und gaben der Einschätzung von FM4 recht, die wir in Clara Luzias Debüt eine der interessantesten Veröffentlichungen des Jahres erkannt zu haben meinen.

[Soundparkseite] von Clara Luzia | claraluzia.com


 
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title: CLARA LUZIA
length: 0:23
MP3 (375KB) | WMA
   
 
 
Jonas Goldbaum
  "Unsere Welt braucht Dich", sagt eine trinkfeste Rock'n'Roll Truppe um Arne Lechner (Gesang, Gitarre), Flo Frankl (Bass) und die tighteste Rhythmusgruppe des Landes, die auf ihrem gleichnamigen Album Rock'n'Roll Lifestyle und wütendes Losgrungen instrumental kompetent vorzeigt. Ihr unermüdliches Touren und Jeden-Acker-Bespielen - dem Vernehmen nach über 100 Gigs, unter anderem auf der Donauinsel und vor Jimmy Eat World - dürfte bei beidem geholfen haben. Ewige Nörgler und vergeistigte Querulanten mögen oft Tiefe vermissen, Jonas Goldbaum fassen ihre direkte Auffassung von dem, was sie lieben, wofür und was sie leben, selber gut zusammen: "Was immer unsere Songs auch bedeuten oder darstellen mögen: Sie werden die Menschen nicht ändern, die Bösen nicht besser machen, die Gewalttätigen nicht sanfter und die Gierigen nicht genügsamer werden lassen. Dafür mag der eine oder andere sie mitunter scheißgeil finden. Das wäre schön."

[Soundparkseite] von Jonas Goldbaum | jonasgoldbaum.com


 
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title: JONAS GOLDBAUM
length: 0:20
MP3 (335KB) | WMA
   
 
 
Mauracher
  Vergessen sind die Tage einer von Downbeat und Clubsounds induzierten Sehnsucht, die Hubert Mauracher einst vom Zillertal nach Wien und zu Fabrique Records gebracht hatte. Vorbei sind auch die Tage von Werbungssoundtrack und Süßigkeiten und einem Hitglücksfall, der gedroht hatte, den Tiroler Elektroniktüftler und Ex-Drummer endgültig als einen von vielen (im Nachhinein wohl auch als geschmäcklerisch missverstanden werden könnenden) Brasilectro Produzenten à la Villalobos abzustempeln. Vorbei auch die Zusammenarbeit mit dem Sänger von "Play The Tracks of" und ehemaligen Wahltiroler Frenk Lebel, der geholfen hatte, den Mauracher Sound auf dem Abum "Kissing my Grandma" mehr in eine songorientierte Richtung weiter zu entwickeln. Mauracher geht weiter und er rockt. Platziert um ihn und seine Sängerin Maja Racki, tritt die Marke Mauracher nun als gereifte Rockband auf, die nicht nur beim FM4=13 Fest in der Arena begeistern durfte, sondern mit dem Album "Loving Custodians" und der Single "Rosary Girls" auch die Charts besteigt.

[Soundparkseite] von Mauracher | mauracher.net


 
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title: MAURACHER
length: 0:19
MP3 (316KB) | WMA
   
 
 
Texta
  Schon seit Jahren klingt die Biografie und die Arbeitsweise von Texta wie der Traum der HipHop-TheortikerInnen: Selbstverständliche Erdung der Band, nicht nur im HipHop, sondern in jeglicher gegenkulturellen Entwicklung der eigenen Stadt und Community. Einbindung von Szene- Strukturen in Produktion und Auseinandersetzung. Giftiger Humor gepaart mit persönlicher Offenheit. Klare politische Positionen und klare persönliche Haltungen. Konfliktoffenheit und Communitybildung. Das fast vergessene "Act Local, Think Global", ort- und zeitbezogene "Vernacular Lyrics" und ständige weltweite Reflexion der Entwicklung von HipHop. Komplexe Gedanken und klare Statements. Und und und. Vielmehr kann man nicht machen. Nicht wenige HipHopperInnen in Österreich fanden und finden hier das Modell vor, wie es geht und den Beweis, dass es geht. Und wenn dann noch all das in einem Lied wie "So schnell kannst gar net schaun" mit den ähnlich (wenn auch viel geschlossener) arbeitenden Attwenger oder einem furiosen Szene-Jamboree wie beim Donauinselfest kulminiert, bleibt einem nicht mehr viel einzuwenden. So sehen HipHop-Superhelden aus.

[Soundparkseite] von Texta | texta.at


 
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title: TEXTA
length: 0:22
MP3 (355KB) | WMA
   
 
 
Amadeus Award am 18. April
  Die Abstimmung ist beendet! Bekanntgegeben wird der FM4 Alternative Act im Rahmen der Verleihung am 18. April im Wiener Gasometer, und dort wird auch die Siegerband dieses Votings live auftreten. Puls 4 überträgt live, eine Wiederholung wird es am 19. April auf ProSieben Austria geben.

Die fünf Nominierten werden in der kommenden Woche zu Gast bei FM4 sein.
 
fm4 links
  www.amadeus-award.at

fm4.orf.at/amadeus
   
 
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