Der Spitzenkandidat des BZÖ, Jörg Haider, war live zu Gast bei FM4 und stellte sich euren und unseren Fragen.
Das Bündnis Zukunft Österreich ist die jüngste der fünf Parlamentsparteien. Seit Frühjahr 2005 im Parlament vertreten, gelangte es vorerst nicht durch Wahlen dahin. Mit der Gründung des BZÖ wechselten alle FPÖ-Regierungsmitglieder und die meisten Abgeordneten von Blau zu Orange, die damals schwarz-blaue Koalition wurde dreifärbig.
Für die kommenden Wahl, oder besser, die Zeit danach ist es das Ziel des BZÖ, eine große Koalition zu verhindern und via oranger Beteiligung in einer Regierung mitzumischen. Um Stimmen wirbt das BZÖ mit einer Reform der Steuertarife ab 2009, von der vor allem der Mittelstand profitieren soll. Maßnahmen gegen die Teuerung finden sich im Wahlprogramm ebenso, wie die Forderung nach Mindestlohn oder einem Müttergehalt. Seinen strengen Ausländerkurs will das BZÖ beibehalten.
2006 sicherte sich das BZÖ mit 24,9% der Stimmen in Kärnten den Einzug in den Nationalrat. In keinem anderen Bundesland konnte die 4%-Hürde übersprungen werden.
Jörg Haider wiederhole sich nie, beschreibt sich der Kärnter Landeshauptmann und BZÖ-Spitzenkandidat in einem profil-Interview kürzlich selbst - "Ich bin immer ein anderer, als man erwartet". Der 58-jährige Politiker hat wie kaum ein anderer die letzten Jahrzehnte österreichischer Innenpolitik mitgeprägt.
Mit 20 bereits Chef der freiheitlichen Jugend, arbeitet der gebürtige Oberösterreicher nach seinem Jus-Studium an der Uni Wien. In den 1970ern zieht er nach Kärnten, arbeitet dort in der FPÖ mit und zieht 1979 in den Nationalrat ein.
Anfang der 1980er bereits Chef der Kärntner FPÖ, gelingt es Jörg Haider 1986 die Führung der Bundespartei zu übernehmen. Drei Jahre später wird er Kärntner Landeshauptmann.
Diesen Posten ist er allerdings durch seine Aussage über die "ordentliche Beschäftigungspolitik im Dritten Reich" bald wieder los. Für Empörung sorgen andere Aussagen, beispielsweise die Bezeichnung nationalsozialistischer Konzentrationslager als "Straflager". Das umstrittene Verhältnis zu NS-Geschichte schadet der Bundes-FPÖ nicht. Unter Haider erlebt die Partei in den 1990ern enormen Aufwind und wird 1999 zweitstärkste Partei. Obwohl bei den Regierungsverhandlungen mit der ÖVP maßgeblich beteiligt, bleibt Jörg Haider als "einfaches Parteimitglied" in Kärnten, wo er seit 1999 wieder den Landeshauptmann stellt.
Die Einmischung in die Regierungsarbeit seiner ParteikollegInnen führt zu FPÖ-internen Turbulenzen, Stichwort Knittelfeld.
2005 gründet Haider mit dem BZÖ eine neue Partei. Die Abgrenzung zur FPÖ wird bei der "Liste Jörg Haider" auch diesmal betont, mit dem Zusatz "Das Original".
Deine Fragen an Jörg Haider
Eure Fragen an den Spitzenkandidaten des BZÖ stehen im Mittelpunkt, wenn Jörg Haider am Montag, 15. September von 15-16 Uhr live bei FM4 zu Gast ist.
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Die Spitzenkandidaten auf FM4
Jörg Haider (BZÖ) ist live zu Gast bei Mirjam Unger und Veronika Weidinger.
Montag, 15. September, 15-16 Uhr
Jörg Haider im FM4-Studio bei Mirjam Unger und Veronika Weidinger
Zum Nachhören
Jörg Haider spricht mit Mirjam Unger und Veronika Weidinger über seine Jugend, Kärnten, warum Österreich kein Einwanderungsland sei und die Frauenpolitik des BZÖ.
title: Die Spitzenkandidaten bei FM4 - Jörg Haider (BZÖ) length: 40:32 MP3 (38.839MB) | WMA
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