fm4.ORF.at ORF.at login
StreamPodcastsMail an FM4
zurück zur TitelseiteSOUNDPARK - Your Place for Homegrown MusicSTATION - alles rund um den RadiosendernotesCHAT
Wien | 20.12.2003 | 22:13 
Twilight Zone: Musik-, Film-, Comics & more aus den schummrigen Gebieten des Pop.

Rotifer, Blumenau

 
 
Blut, Spaß und Tränen
  Diesmal kein langer Einleitungstext. Kein Hollywood-Bashing. Kein allgemeines Geraunze. Nur ein paar völlig subjektive Gründe zur Vorfreude auf das Kinojahr 2004.
 
 
 
Metzeln mit Anspruch
  'Kill Bill 2' von Quentin Tarantino ... weil der erste Teil der atemberaubendste überlange Videoclip im heurigen Jahr war und ich Uma Thurman stundenlang beim Herumfuchteln mit dem Samuraischwert zusehen könnte. Und ich außerdem stolzer Besitzer einer schicken knallgelben Promotiongeschenk-Trainingsjacke bin, mit der ich dann wieder angeberisch in der FM4-Redaktion herumgecken kann...

'Oldboy' von Chan-wook Park ... weil dem Regisseur mit dem koreanischen Geheimtipp 'Sympathy For Mr. Vengeance' ein Rachefilm gelang, der den Atem stocken lässt und den Magen aushebt und auch dieser neue Streifen um das selbe Thema kreist. Harry Knowles schwärmt von einem absoluten Meisterwerk.

'Battle Royale 2' von Kenta Fukasaku ... weil die Welt ruhig eine weitere bitterböse Sozialsatire verträgt, die den TV-Reality-Wahnsinn weiterdenkt bis zum blutigen Ende. Ein Film wie dieser, in dem Terroristen angeblich eine ganze Skyline wegsprengen, Erziehungsberechtigte und Schüler mit Waffengewalt aufeinander losgehen und neben Hektolitern Kunstblut auch der Humor nicht zu kurz kommt, kann wohl nur in Japan entstehen.

 Uma Thurman killt Bill
 
 
Suspense und/oder Sex
  'In The Cut' von Jane Campion ... weil es längst an der Zeit ist, das herzerquickende Achtzigergenre "Erotikthriller" wiederzubeleben und die Regisseurin von 'The Piano' einen ungewöhnlichen Zugang garantiert. Außerdem sollte auch eine ewige Langeweilerin wie Meg Ryan die Chance bekommen, splitternackt und blutverschmiert ihr Image neu zu erfinden.

'Gothika' von Mathieu Kassovitz ... weil sich die Geschichte einer Psychiaterin (Halle Berry), die selber in der Gummizelle aufwacht, nicht uninteressant anhört. Und statt einem austauschbaren Hollywood-Handwerker der Franzose Kassovitz ('La Haine') im Regiestuhl sitzt.

Wonderland von James Cox ... weil sich die Biografie von 70ies-Pornostar John Holmes nach einem guten Kinostoff in der Tradition von 'Boogie Nights', 'Blow' und 'Auto Focus' anhört. Val Kilmer gibt den kaputten Kino-Zuchthengst, der unter Mordverdacht gerät.

 Meg Ryan kuschelt gefährlich
 
 
Gespielte Witze
  'Starsky & Hutch' von Todd Philips ... weil zwar niemand mehr aufgeblasene Leinwandversionen von Siebziger-Fernsehserien braucht, Ben Stiller und Owen Wilson seit dem unterschätzten Fashionklamauk 'Zoolander' aber eine absolute Traumpaarung sind.

'Eternal Sunshine Of the Spotless Mind' von Michel Gondry ... weil das Drehbuch vom wunderbaren Charlie Kaufman ('Being John Malkovich', 'Adaptation') stammt und ich in diesem Fall auch Nervensäge Jim Carrey in Kauf nehme.

'The School of Rock' von Richard Linklater ... weil der Regisseur ('Dazed & Confused', 'Before Sunrise') sich mit dieser Heavy Metal-Highschoolkomödie angeblich selbst übertroffen hat. Einen besseren Lehrer als Jack Black in den Fächern "Gitarrensolikunde" und "Richtiges Headbangen" kann ich mir aber auch nicht vorstellen.

 Jack Black unterrichtet Rock
 
 
Blockbuster mit Seele
  'Spiderman 2' von Sam Raimi ... weil ich mich unglaublich auf ein Wiedersehen mit Peter Parker freue, nachdem die erste Begegnung mit dem Netzschwinger derartig amüsant und charmant und kurzweilig verlief. Dann ist da noch ein gewisser Dr. Octopus (Alfred Molina), dessen Auftritt bereits im Trailer für Gänsehaut unter den Fan-Girls and -Boys sorgt. Go, web, go!

'Hellboy' von Guillermo del Toro ... weil ich sogar nach dem desaströs platten Marvel-Sequel 'Blade 2' dem einst hoffnungsvollen mexikanischen Regisseur noch was zutraue. Mit der Verfilmung des gefeierten Comics von Mike Mignola könnte del Toro in die Oberliga der Jacksons und Raimis aufsteigen. Hoffentlich laufen nur die CGI-Effekte nicht völlig Amok...

 
 
Schwergewichtige Gefühle
  'Monster' von Patti Jenkins ... weil ich Charlize Theron selbst in der fadesten Schnulze mag und kaum eine Frau in Hollywood schöner weinen kann (siehe 'The Devil's Advocate' oder auch 'The Astronaut's Wife'). Und in dieser Verfilmung des Leben und Sterbens von Aileen Wournos, der einzigen weiblichen Serienkillerin, wird geheult ohne Ende. Die bis zur Unkenntlichkeit ungeschminkte Charlize in der Hauptrolle wird übrigens bereits vorab als Oscar-Anwärterin gehandelt. Nicht verschwiegen werden sollten famose Nebendarsteller wie Christina Ricci, Bruce Dern oder Scott Wilson.

'The Heart Is Deceitful Of All Things' von Asia Argento ... weil ich zwar noch immer kein Buch des gehypten Jungautors J.T. Leroy gelesen habe, diese Romanverfilmung aber mit einer Besetzung aufwartet, die das abgedroschene Wort "Kult" ausnahmsweise verdient: Schön abgetakelte Altstars wie Peter Fonda und Ornella Muti treffen auf milde bis ernsthaft durchgeknallte MusikantInnen wie Marilyn Manson, Hasil Adkins und Lydia Lunch sowie die schauspielernde Ladendiebin Winona Ryder. Das alles unter der Regie der von mir hoch geschätzten Asia Argento, die auch noch die Hauptrolle übernimmt.



 Charlize Theron heult ungeschminkt
 
 
  '21 Grams' von Alejandro González Iñárritu ... weil 'Amores Perros' ein mitreißendes Debüt war und Mexikos größte Regiehoffung sich erneut Menschen auf Kollisionskurs mit extremen Emotionen nähert. Dass die Hauptrollen in diesem Drama von Sean Penn, Benicio Del Toro und Naomi Watts gespielt werden, kann auch nicht schaden.

'Prozac Nation' von Erik Skjoldbjærg ... weil ich Christina Ricci nach einer extremen künstlerischen Dürreperiode endlich wieder einmal in einer gewagteren Rolle sehen will. Und diese Verfilmung des Depro-Bestsellers von Elizabeth Wurtzel ist längst überfällig.



 
 
  Sowie: 'Zatoichi' von Takeshi Kitano, 'The Stepford Wives' von Frank Oz, 'A Dirty Shame' von John Waters, 'Stuck On You' von Bobby Farrelly, 'The Ladykillers' von Joel & Ethan Coen, 'Wolfzeit' von Michael Haneke, 'Big Fish' von Tim Burton und...und...und...
 
 
back
 Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick