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Wien | 11.4.2008 | 11:27 
Innerlichkeiten. Äußerlichkeiten.

HansWu, Pfister

 
 
Modeblogs
  Weltweit vernetzt und überraschend freundlich:
Fashionblogs blühen!
Unterhalten wir uns doch mit einigen BloggerInnen und BlogleserInnen aus fernen und nahen Landen, solange der Boom anhält!
 
 
 
Adia Trischler
  "Magazines are good for inspirational images.
Blogs are really good for inspirational thinking."

Adia Trischler, Model, Stylistin, Vintagesammlerin und Leserin von Modeblogs, nimmt Mode nicht so bitter ernst, wie all ihre job descriptions das vielleicht vermuten lassen. Adia nimmt's mit Humor und hat deshalb auch einen ziemlich unlikely Modeblog-Favoriten: Kanye West.

"The Kanye West Blog, ohmygod! He's such an example of music merging with high art and high fashion. Sometimes his blog can be a bit much to me, because he's so label conscious ... he's quite funny about things. But he also brings a lot of really interesting artwork."

"Blogs are a good place for critical thinking. They really help promote new talent, talent that doesn't have any other way of getting people's attention - they're not on Style.com, they're not gonna be in Vogue ...
And even if you hate (a collection), it's good just to look at it and say, okay, I hate it - but this is why I hate it."
 
 
 
  Adia empfiehlt:

I Like To Fork Myself
Red L.A.
kanyeuniversecity.com/blog
 
 
 
Kanye West, Marc Jacobs, Don C
 
 
Alix Bancourt
  Das kann Alix Bancourt, Modebloggerin, Studentin und Stylistin aus Paris, nur bestätigen.
Alix war zuerst Leserin von Fashionblogs, vor allem die zwei schwedischen Schwestern von Moderniteter, die ihren täglichen Stil fotografieren (meist kurze Tshirtkleider und lange blonde Haare) - nun bloggt Alix selbst seit einem Jahr und ist schon eine Berühmtheit in der Modeblogszene.

"I discovered music, bands, and movies, and of course fashion designers I had never heard about before.
So yeah, it's about discovering, you know."

Alix Bancourt konzentriert sich in ihrem Modeblog kaum auf Runway Shows. Als stirnfransiges Wesen zwischen Kind und Frau, das gern in weißen Kleidern und braunen Schuhen von Chloé auf Apfelbäumen sitzt, zeigt sie in ihrem Blog The cherry blossom girl vor allem eins: Ihren eigenen Stil in allen Facetten. Dass tausende Menschen nun wissen, wie sie aussieht, stört sie nicht, ihr Image online kontrolliert sie selbst, sagt Alix.

"I can show a lot of myself. Pictures, landscapes, talk about what I did on certain days, but I want everything about my boyfriend, or mother, or grandmother or dog to stay just personal."
 
 
 
Alix Bancourt
 
 
  Während Alix sich fotografiert, wie sie in der Badewanne sitzt, das Lula Magazin liest oder im Regen spazierengeht, bieten ihr französische Zeitschriften Fotoshoots an, Shampoofirmen würden gerne von ihr erwähnt werden.

"People have offered me money to write about their shampoo, while other ones might give you something to try ... jewellery, bags, and the like. But I want to keep my blogging pure. I just say no. I don't want that."

Folgerichtig ist Alix' Blog auch werbebannerfrei.
 
 
 
  Was einen vielleicht überraschen mag in der bitchy Welt der Mode: Unter Fashionbloggerinnen und ihren LeserInnen herrscht ein gutes Klima, fast so etwas wie Kameradschaft, und Freundschaften entstehen im richtigen Leben, wie bei Alix:

"Once every two months somebody says, Uh, I don't like your dress, or: It's ugly. But that's really really rare, actually. I even made some very good friends. We are having dinners and parties very often."

Ein schönes Hobby, so ein Modeblog.

"A hobby which makes you very busy. I'm blogging at least three hours a day." - "Wow!" - "Sometimes more, tee hee." - "Maybe that's why your blog is so good."- "Maybe!"

Alix empfiehlt:

The cherry blossom girl
jeunedemoiselle
Moderniteter
 
 
 
Stefan Urschler
  Dass Modebloggen Arbeit ist, sieht man auch in Graz so. Beim dort ansässigen Fashionblog stylishkidsinriot.blogspot.com ist das Selbstbewusstsein ist so groß wie die Pläne und das Netz der Korrespondentinnen in aller Welt. Dabei ging es erst letzten September los.

"Seitdem haben wir über die Fashion Week in NYC berichtet, wo die dortige Host direkt vom Runway berichtet hat, es gab auch einen Erlebnisbericht über das SXSW-Festival in Austin/Texas. Demnächst kommt das Interview mit Facehunter Yvan Rodic ... es ist schon so , dass die Inspiration direkt auch von diversen Stylingweblogs gekommen ist.", sagt Stefan Urschler von stylishkidsinriot.
Mit Yvan Rodic als Vorbild, der auf seiner Website facehunter unermüdlich weltweit schicke Leute auf der Strasse fotografiert, macht man bei stylishkidsinriot ebenfalls gern das ein oder andere Foto von hübsch zurechtgemachten PartybesucherInnen in Graz und Wien.

"Mittlerweile bekommen wir sogar Mails von Leuten, die fragen, wo wir das nächste Mal unterwegs sind. Wir waren jetzt gerade dieses Wochenende stylehunting in Wien und Graz, das wird sich hoffentlich dann noch verstärken in Zukunft, dass die Jugendlichen dadurch auch Inspiration bekommen, Styling zu betreiben und sich herauszuputzen, wenn sie weggehen. Oder einfach nur auf die Straße gehen."

Stefan empfiehlt:

Les Mads
Stil in Berlin

 Partyfoto von stylishkidsinriot
 
 
Michaela Amort
  Stylish kids in riot soll bald eine ganzes Online Lifestylemagazin werden. Fashionblogs wachsen momentan so schnell wie Pilze im Keller und Kresse auf der Fensterbank, aber das kontinuierlich Durchzuhalten, braucht Ausdauer.

Michaela Amort und ihre Freunde und Freundinnen vom allerersten österreichischen Modeblog Tschilp denken schon seit 2006 laut über die Modeindustrie nach.

"Ich find' das einfach lächerlich, wenn in der Vogue von großartigen Designern die Rede ist. 'Der Designer Sowieso ist jetzt inspiriert von Soundso, und macht uns eine schöne Kollektion' - so als ob das jetzt der Künstler wäre ... das ist ganz einfach nicht der Fall! Das sind globale Unternehmen, wo's nur ums Business geht und um sonst garnichts. Ums Business und um Image, das man halt mit den Designernamen vermitteln kann."

"Das zu hinterfragen finde ich interessant, was mich andererseits interessiert, ist: Wie geht der 'Normalmensch' damit um? Was bedeutet Mode für jede Frau, für jeden Mann?"

 
 
 
  Da Michaela Amort in der IT-Welt genauso zuhause ist wie in der Modewelt, ergeben sich da oft interessante Überschneidungen.

"Im Technikbereich gibt es immer die Nerds, die sagen: Na mir ist das total wurscht, was ich anziehe, ich nehm das, was da irgendwie neben dem Bett rumliegt oder was ich als erstes im Kasten erwische ... und das ist einfach lächerlich, das stimmt nicht!"

"Das fand zum Beispiel Niederschlag in einem Posting, für das ich die Besucher eines Barcamps fotografiert habe.

Die Uniform beim Barcamp ist einmal auf jeden Fall:
Ein cooles Tshirt und eine lässige Hose, sei es Jean oder Cargohose. Und dann hab ich gefragt: 'Hey, cooles Shirt, wo hast du das denn her?', und es hatten alle eine Geschichte dazu, die sie stolz erzählt haben. Von diesem Event, von jener Messe waren die Shirts der Nerds, weichgewaschen, oft getragen und geliebt. "

"Das ist für mich so ein Punkt, wo das ganz genau zur Geltung kommt: Dass Mode Kommunikation sein kann."

Michaela empfiehlt:

Tschilp
austrianfashion.net
Style Bubble

Bonus Track von mir *g*: You can find Inspiration in Everything

 
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