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Wien | 25.11.2004 | 17:28 
Videospiel-Kultur, essenzielle Elektronik und famoses Allerlei.

Burstup, Gerlinde, Grenzfurthner

 
 
Electronica on demand
  Freude der elektronischen (Tanz-)Musik in Form von Sammlern, (Teilzeit-)DJs oder einfach leidenschaftlichen Hörern kennen das Problem. Man stößt durch Zufall auf einen Act oder einen bestimmten Track und macht sich auf die Suche: Flohmärkte, Plattenmärkte, Plattengeschäfte, Freunde, MP3-Plattformen, Onlineshops. Oft bleibt auch nach Abgrasen dieser Möglichkeiten aber zunächst mal nur Frust, weil diese eine EP aus dem Jahr 1997 eben einfach nicht mehr aufzutreiben oder dieser tolle Remix nun auch schon in der zweiten 500-Stück Auflage schon wieder vergriffen ist.

Es bleiben schmutzige Finger vom Plattenwühlen, starre Augen durch zu intensiven Bildschirmbeschau und Unmut ob der ewigen Vertröstungen des Plattenhändlers. Der einzige positive Effekt dieser mühsamen Suche ist die Tatsache, dass man sich umso mehr freut, wenn man dann doch irgendwann mal an den heiß gesuchten Track gerät.
 
 
 
Gerade die Straße hinunter
  Für viele, die dieses Szenario kennen, wird streetforward künftig vielleicht eine kleine Offenbarung bei der Musiksuche sein. streetforward ist ein junges Projekt aus Wien, das elektronische Musik aus allen Sparten zum Kauf anbietet. Allerdings ist streetforward nicht - wie man an dieser Stelle vermuten könnte - eine MP3-Plattform, sondern ein Anbieter von sogenannten "customized CDs". Man klickt sich auf der Website aus einem Pool von über 100 Labels, hört in die Nummern hinein und kann sich dann seine eigene Tracklist zusammenstellen, die dann auf CD gebrannt und verschickt wird. Bisher gibt es zwei unterschiedliche CD-Designs, der Aufdruck ist von der Qualität her von einer industriell gefertigten CD kaum zu unterschieden.

 
 
Mood management
  Besonders interessant ist, dass es bei streetforward nicht primär darum geht, dass man nach Acts oder Tracks sucht, die man kennt oder von denen man schon mal gehört hat. Vielmehr geht es um's Stöbern und Entdecken: Die site bietet eine Vielzahl an Suchfiltern, die wichtigsten davon sind die sogenannten "moods". Da gibt es "Excite", "Activate", "Relaxe" und "Explore". Zusätzlich dazu kann man auch herkömmlich nach Genres oder Artistnamen suchen.

Was ein bisschen so klingt, wie überschicker Bobo-Schnickschnack, ist in Wirklichkeit ein sehr innovativer Zugang zum Entdecken von Musik. Das Surfen durch das streetforward-Angebot mit Hilfe der moods macht Spaß und in Verbindung mit den anderen Filter stößt man schnell auf einige neue Nummern, die einem gefallen.
 
 
 
Geschenkt!
  Gerade jetzt zur Weihnachtszeit ist eine Plattform wie streetforward praktisch, um ein persönliches Geschenk zu machen und sich das ewige Kopfzerbrechen über das richtige Geschenk zu ersparen bzw. die Zeit lieber in die Erstellung einer passenden Tracklist zu stecken. Durch die hohe Bandbreite an Musik - von leicht zugänglichen Downbeat-Basteleien zu turbulenten Jungle-Tracks - können mit dem streetforward-Angebot durchaus auch aufgeschlossene Mütter oder skeptische Geschwister und Freunde positiv überrascht werden.

Der einzige Wermutstropfen bei streetforward ist der etwas hohe Preis: Inklusive Versandkosten und Steuern kostet eine CD rund 20 Euro.

 
 
Kick-off party
  streetforward ist bereits seit Anfang Oktober online, die dazugehörige Kick-Off Party findet kommenden Sonntag (28.11.04) im ra'an in Wien statt, ab 15 Uhr bei freiem Eintritt. Genaue Infos sowie alle oben beschriebenen Features und Angebote gibt's auf der streetforward-site.
 
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  streetforward.com
   
 
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