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| Wunderkind mit Tücken | | |
Gestern war es auch endlich, nach Jahren des Internet-Videos schauen und Konzertnachberichte lesen, so weit: Ich war erstmals live Zeuge eines Prodigy-Gigs. Lustigerweise fühlte sich das dann auch gar nicht so jungfräulich an, und das vermutlich deshalb, weil die Essex-Buben eine solide Show abgeliefert haben, wie man sie von ihnen gewohnt ist: Rau, laut, krachig, intensiv und mitreißend.
Liam Howlett wie immer in cooler Pose hinter seinem Gerätepark, Keith Flint mit Carlos D.-Frisur (bloß blond) und fast ganz in schwarz, Maxim souverän ebenfalls in schwarz gewandet und in der "Voodoo People" Bemalung.
Es folgen Songs und Tracks (größtenteils Singles der letzten drei Alben), soundtechnisch teils wie auf Platte, teils etwas neu arrangiert. Maxim und Keith heizen der euphorisierten Menge ein, doch bei der Zugabe war die Elektrizität dann wohl im wahrsten Sinne des Wortes zu stark. Nach wenigen Takten "Smack My Bitch Up" gibt Liams Laptop den Geist auf, was er dann sogleich mit mit den Armen angedeuteten Pistolenschüssen vergeltet. Trotzdem, das Konzert findet ein etwas unglückliches Ende. |
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