Real Player benutzen die beste Game-Engine, die wir kennen. Die Reality Engine! Die zwei ludologisch gebildeten Künstler Margarete Jahrmann und Max Moswitzer sind fasziniert von der Schnittstelle zwischen virtuell und real. Was passiert, wenn man Games in die echte Welt verlegt und umgekehrt?
Im Rahmen des Studienzweigs "Digitale Kunst" an der Wiener Angewandten halten Jahrmann und Moswitzer von der Ludic Society das sogenannte Real Player Seminar ab. Heute Abend (Freitag, 23. Juni 2006) findet im Wiener fluc die Abschlussveranstaltung statt, wo einige der Projekte vorgestellt werden.
Das Pong Dress
Margarete Jahrmann alias Marguerite Charmante geht mit gutem Beispiel voran und hat sich selbst zur Spielfigur gemacht. Ein Top und ein Abendkleid wurden elektronisch modifiziert, so dass man auf ihnen auf einem groben Grid Pong spielen kann. Das erfordert zunächst zwar ein hohes Abstraktionsvermögen, funktioniert aber trotz des Minimalismus erstaunlich gut.
Marguerite Charmante bittet zum Spiel ...
Das Innenleben: Kleid mit Kabeln. Und der geheimnisvolle Ring der Ludic Society.
Cyberspace auf der Wiese
Das Projekt von Gordo und Leo heißt Bicycle-Tron und macht aus dem legendären Lightcycle-Race aus dem Nerdstreifen Tron eine sehr haptische Angelegenheit. Mit Fahrrädern, von denen sich Absperrbänder rollen, wird um Plastikstangen gerast, bis einer in die "Wand" oder ins gegnerische Fahrzeug kracht. Weil hier nichts mehr virtuell ist, ist der Helm nicht nur kurioses Accessoire sondern eine nicht unwichtige Sicherheitsmaßnahme.
Bicycle-Tron in der Vorbereitung. Hier sieht man gerade mal ein Viertel des originalen Spielfeldes.
Die Technik: Fahrrad, Absperrband und ein altes Motherboard, das einerseits Eindruck schindet und zusätzlich Motorrad-Samples abspielt.