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Wien | 1.8.2006 | 18:56 
Videospiel-Kultur, essenzielle Elektronik und famoses Allerlei.

Burstup, Gerlinde, Grenzfurthner

 
 
Der Weg ins urbane Land
  Jetzt ist es also auch bei mir endlich so weit: Kommendes Wochenende geht es das erste Mal nach Wiesen. Zwecks fehlendem fahrbaren Untersatz und diversen Tätigkeiten bei anderen Festivals und Conventions hat sich ein Besuch in der traditionellen österreichischen Festivalgemeinde bei mir bisher noch nie ergeben.

Im Vorjahr, beim Debüt dieses neu aufgestellten Elektronikfestivals mit dem etwas kryptischen Namen Urban Art Forms bin ich aber schon hellhöriger geworden als bei anderen Wiesen-Veranstaltungen: Zusätzlich zu Rock- und Jazz-Festivals wurde 2005 erstmals in der Wiesener Geschichte ein zweitägiges Programm exklusiv für FreundInnen der elektronischen Tanzmusik aller Arten installiert. Und nicht nur für die: Auch VisualistInnen hat man beim Urban Art Forms ein großes Forum geboten - kein Wunder, hat sich die Visualskultur ja vornehmlich in den Elektronik-Clubs dieser Welt formiert.
 
 
Auf ins zweite Jahr
  Weil die Reaktionen und Meinungen des Publikums aus dem Vorjahr zumeist positiv und euphorisch ausgefallen sind, ist es kein Wunder, dass das Urban Art Forms nun zu einer regulären Wiesen-Veranstaltung mutiert ist.

Nachdem bereits 2005 ein respektables Debüt Line-Up geboten wurde, sind auch heuer wieder viele klingende Namen dabei. Etwa Detroit-Urgestein Jeff Mills, der deutsch-chilenische DJ-Altstar Ricardo Villalobos oder Drum'n'Bass-Stars wie DJ Marky und Grooverider. A propos Drum'n'Bass: Fans der hastig rollenden Breakbeats werden wohl schon jetzt glänzende Augen haben. Neben der Hauptbühne, der Tent Stage, ist das DnB-Zelt mit gezählten 41 Acts (MCs nicht mit eingerechnet), beginnend mit Donnerstag, 19 Uhr, bis Sonntag Mittag im Hochbetrieb.

 Ricardo Villalobos
 
 
Schauen sie sich das an
  Ich meinerseits werde meist das Geschehen auf der Hauptbühne verfolgen. Dort haben sich nämlich einige vielsprechende Künstler angesagt, die man abseits einschlägiger Clubs in diversen Großstädten nicht so oft zu Gesicht bekommt. Etwa den dänischen Newcomer Trentemøller, der sich im Vorjahr durch seine gelungenen, treibenden Minimal-Remixes im Elektrotanzzirkus einen Namen gemacht hat, ähnlich wie das britische Techno-Jungtalent Alex Smoke.

Immer wieder gut: Der rotzig-räudige Herr T.Raumschmiere mit Bandunterstützung, Acts mit "Ego" im Namen (Egoexpress, Alter Ego), dekadenter Glam-Tech (Moonbootica) und New School Breaks Zampano Adam Freeland.

 Trentemøller
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  urbanartforms.com
Am 3.-5. August 2006 am Festivalgelände Wiesen. Freitag und Samstag Liveübertragung auf FM4
   
 
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