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Wien | 27.1.2007 | 15:52 
Videospiel-Kultur, essenzielle Elektronik und famoses Allerlei.

Burstup, Gerlinde, Grenzfurthner

 
 
Stille Nacht, feurige Nacht
  Die niederösterreichische Ortschaft Lindabrunn, südlich von Wien, ist ungewöhnliche Aktivitäten gewohnt. Gleich neben dem Steinbruch steht ein kleines Anwesen, bei dem angeblich bereits seit den Spätsechzigern diverse Künstler ihr Unwesen treiben. Seit 1999 zieht der Verein Symposion Lindabrunn dort die Fäden.

Gestern (Freitag, 26. Jänner) wurde zu einem besonderen Spektakel gerufen. Unter dem Motto "Jeder ist sein eigener Gott" wurde am gesamten Abend dem Polytheismus gehuldigt.
 
 
 
Halbgötter und Halbgöttinnen
  Alles beginnt beim leiblichen Wohl. Nach der Ankunft kann zunächst jeder für ein geringes Entgelt seine Grillspieße maßschneidern. Die Essenmarke, wahlweise mit "Gott" oder "Göttin" bedruckt, muss gut sichtbar an der Brust getragen werden.
 
 
 
 
 
Warten auf den Feuerball
  Gemütliche vier Stunden ist nun Zeit, sich mit Punsch und Gegrilltem auf den Höhepunkt des Abends vorzubereiten: Die Entzündung des Opferfeuerballs aus 10.000 Wunderkerzen, im Wiener Raum auch als "Sternspucker" bekannt. Üblicherweise hängt man Wunderkerzen ja einzeln auf den Christbaum, um das Weihnachtsfest und damit die Geburt Jesu Christi zu feiern. Bariumnitrat, die chemische Grundlage für den Sternspucker, soll durch den Opferfeuerball von ihren monotheistischen Fesseln befreit werden.
 
 
 
Herr Grenzfurthner, hier noch in Zivilkleidung, erklärt vorab das Procedere und präsentiert den Wunderkerzenstrauß.
 
 
Freundlicher Besuch der Freiwilligen Feuerwehr
  Gegen 22 Uhr ist die gut gelaunte Gruppe schon ordentlich aufgeregt. Damit alles glatt vonstatten geht, betreten nun die Damen und Herren der Freiwilligen Feuerwehr Lindabrunn den Ort des Geschehens. Sie wärmen und stärken sich vor dem Ausrücktermin ebenfalls.
 
 
 
Mittlerweile ist es 23 Uhr: Der Aufbruch steht kurz bevor. Grenzfurthner und Gefolgschaft posieren in entsprechender Adjustierung für die Kameras.
 
 
Letzte Vorbereitungen
  Mit Fackeln und dem beruhigendem Tuckern des Feuerwehrwagens beginnt der Marsch zum Steinbruch. Die Einsatzkräfte leuchten den Ort aus, damit der richtige Platz für die Spritzkerzenstraußentzündung gefunden werden kann. Grenzfurthner wandert in authentischer Mondlandungsmanier langsam aber zielgerichtet zur Tonne.
 
 
 
 
 
Hell erleuchtet
  Zuerst sprinkelt nur eine einsame Spritzkerze - die Lunte, die den Rest zum Entfachen bringen soll. Als nach Sekunden der Höchstspannung der Strauß schließlich kurz aber höchst imposant in einem gleißenden Licht meterhoch entfacht, bleibt selbst den Feuerwehrleuten der Mund offen.
 
 
 
 
 
 
 
  Das Projekt ist geglückt. Bariumnitrat ist befreit, es gibt rund 25 neue Halbgötter und -göttinnen und niemand und nichts ist zu Schaden gekommen.
 
fm4 links
  www.monochrom.at/polytheism
Mehr Bilder und Videos demnächst auf der offiziellen Homepage
   
 
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