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Wien | 30.5.2007 | 20:20 
Videospiel-Kultur, essenzielle Elektronik und famoses Allerlei.

Burstup, Gerlinde, Grenzfurthner

 
 
Ready?
  Vor gut vier Wochen hat es begonnen. Das klassische Symptom von Paranoia hat sich zunächst nur leise abgezeichnet. Doch irgendwann sah ich sie mit eigenen Augen und meine Vermutungen wandelten sich in Sekundenschnelle zur alarmierenden Realität.

Doch anstatt, dass meine Verfolger, die plötzlich überall auftauchten, mich in Panik getrieben hätten, stellte sich nach einiger Zeit eine Art von Geistesgegenwart ein. Vielmehr noch: Plötzlich waren da Fluchtwege, die ich davor einfach nicht gesehen hatte. Meine Pupillen wurden größer und mir erschloss sich ein Streckenmuster nach dem anderen.
 
 
 
 
Geister damals
  Heute vor 27 Jahren: Wir schreiben die Hochblüte der Spielhalle. Zu jener Zeit hatte ich Pac-Man nicht gespielt, was auch nicht weiter verwunderlich ist - 1980 hätte ich als Einjähriger beim Stehen vor der Maschine gerade mal bis zum Münzschlitz gereicht. Auch bei der Bedienung des Joysticks wäre wohl das eine oder andere Problem aufgetaucht.

Die Wunder der Software-Emulation haben es möglich gemacht, dass ich mir das originale Spiel Jahre später aber doch noch erschlossen habe. Mit Hilfe einiger Tipps aus dem Netz, Konzentration, Improvisation, Geduld und Spucke habe ich an meinem Highscore gefeilt. Und nach einiger Zeit das Spiel wieder beiseite gelegt - bis vor kurzem ...
 
 
 
 
 
Geister heute
  Zurück in die Gegenwart: Die Firma Microsoft ist stolz auf ihre Online-Konsole Xbox 360 und füttert sie seit einigen Monaten regelmäßig mit neuem Spielematerial. Zusätzlich zu den Blockbuster-Games erscheinen wöchentlich kleine Indie-Spiele und Neuauflagen alter Titel. Irgendwann war da auch Pac-Man dabei. Das Verblüffende: Es wurde tatsächlich der originale Programmcode wiederveröffentlicht. Die einzige Neuerung lag in der internationalen Highscore-Tabelle, die nun mit im digitalen Gepäck war.

Wenige Tage, nachdem ich die hungrige gelbe Kugel wieder ein bisschen auf Trab gebracht hatte, kam die Sache mit dem Wettbewerb: Microsoft suchte den Best Pac-Man Player. Wer innerhalb von zwei Wochen seinen Highscore so auf Zack bringen konnte, dass er oder sie innerhalb seines Einzugsgebietes (Europa, USA, Japan, etc.) Erste/r oder Zweite/r wurde, bekam ein Ticket - zum Pac-Man Finale nach New York City.
 
 
 
Wakka, wakka
  Zugegeben, wäre es nur nach Punkten gegangen, hätte ich mit Platz 18 im weltweiten Ranking zwar auch den einen oder anderen Schulterklopfer bekommen - die Teilnahme an der WM wäre mir aber verwehrt geblieben. Innerhalb Europas scheinen meine Durchs-Labyrinth-lauf-Fähigkeiten aber eindeutig wettbewerbsfähig zu sein. Ergebnis: Europameister!

So darf ich mich nun der stärksten Videospielpillenschlucker-Konkurrenz der Welt stellen und werde natürlich hautnah und direkt via FM4 darüber berichten. Am Montag geht's los.

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  Die Pac-Man WM 2007
Von 4. bis 7. Juni in Manhattan, NYC.
   
 
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