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Wien | 14.11.2008 | 03:56 
Videospiel-Kultur, essenzielle Elektronik und famoses Allerlei.

Burstup, Gerlinde, Grenzfurthner

 
 
Ich-bin-Ich
  Das Fantastische an Mira Lobes Buch 'Das kleine Ich bin Ich' ist für ein Kind zunächst nicht die existenzielle Frage nach dem Sein, sondern die Tatsache, dass jedes Ich-bin-Ich immer ein bisschen anders aussieht als das andere. Die grundlegende Optik ist zwar vorgegeben - wie das einzelne Wesen dann aber mit Mamas oder großer Schwesters Hilfe zusammengenäht und gestopft wird, ist individuell und bringt unzählig viele verschiedene Ich-bin-Ichs hervor.
 
 
Being a SackPerson
  'LittleBIGPlanet' macht sich dieses Prinzip perfekt zunutze. Auch die Sackperson (siehe rechts) ist anfangs bei jedem Spielenden gleich. Durch kleine Änderungen am Körper und wechselnde Outfits wird es dann aber wahlweise und abwechselnd zu Sackgirl oder Sackboy. Mittels flinkem Knöpfedrücken am PlayStation 3-Controller bastelt man sich flugs seinen eigenen Avatar zurecht.

Doch bevor wir mit Helmen, Schnurrbärten und viktorianischen Hosen experimentieren dürfen, entfaltet 'LittleBIGPlanet' bereits im interaktiven Intro sein verspieltes Baukasten-Wesen. Als ob Monty Pythons skurrile Pappfiguren-Tricks samt Riesenfuß-Marionette neu als Videospiel inszeniert würden, klappt, rollt und baumelt es aus allen Ecken und Ende des virtuellen Raumes, dass es nur so eine Freude ist. Zuerst können wir nur laufen und ein bisschen herumspringen, doch das wird sich bald ändern.

 
 
World Creation Video Game
  Als 'LittleBIGPlanet' vor eineinhalb Jahren erstmals vorgestellt wurde, ist sofort das Bastelprinzip betont worden. Neben dem für die britischen Entwickler von Media Molecule wichtigen Aspekt des Herumspielens (das auch der Hauptgrund für die Popularität von den 'Sims' ist), sollte das eigene Experimentieren mit dem Raum, seiner Physik und zu platzierenden Gegenständen im Vordergrund stehen. Und zwar nicht bloß bei vorgegebenen Szenarien: Das Erstellen von Levels soll gleich wichtig empfunden werden wie das (Durch-)Spielen der Kampagne.
 
 
 
Wenn ich nur aufhören könnt: Ein grandioses Mini-Spiel in 'LittleBIGPlanet' ist 'Krawattenspringen', begleitet von Sirtaki.
 
 
  Nach einigen Monaten in der Hypemaschine von Sony/PlayStation ist der Videospielbaukasten nun endlich erschienen. Bereits die Beta-Version hat einen umfassenden Einblick in das Wesen des Spiels gegeben und eine Fülle an usergenerierten Inhalten geschaffen. Der Baukasten ermöglicht Levels vollgestopft mit kuriosen Gegenständen, bunten Verzierungen und selbstgebastelten Konstruktionen, die an die Knobeleien der Incredible Machine erinnern.
 
 
 
Ein Wohlfühlspiel setzt neue Maßstäbe
  'LittleBIGPlanet' macht von Anfang an alles richtig: Das beginnt beim Intro, wo sich die Entwickler als Porträt-Scans in die Spielewelt einbetten, zieht sich über die humorvoll-charmante Inszenierung der Sackperson, die man zu jeder Zeit Headbangen und Armkreisen lassen kann und blüht im ersten Experimentieren mit der Spieleumgebung auf.

Der trügerische Ersteindruck gibt vor, dass man es mit einem Kinderspiel zu tun hat. Stimmt, 'LittleBIGPlanet' ist bunt, drollig und kinderfreundlich. Allerdings mit einem Leveleditor versehen, der uns SpielerInnen erstmals mit mächtigen (und intuitiven!) Werkzeugen ausstattet und uns von Autorennen über Adventures und Rennspielen bis hin zu Weltraum-Schießspielen und kontemplativen Abhänge-Arealen tatsächlich alles machen und auch sofort mit anderen online teilen lässt. Nie war ein Videospiel so voller Freiheit und Ansporn, selbst kreativ zu sein.

 Shiny, shiny! - Abhängen auf einer gerade gebauten Chrombrücke.
 
 
Im Editor ist zunächst alles frei im Raum platzierbar. Im Spielmodus herrschen dann aber die physikalisch korrekt nachgebildeten Gesetze der Schwerkraft.
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  www.littlebigplanet.com

LittleBigPlanet (Wikipedia)
   
 
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