Ein bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet für alle Menschen, dass sie unabhängig von Erwerbsarbeit und Bedarfsprüfung ein existenzsicherndes Einkommen erhalten und eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben möglich ist. Für den Süden war "Entwicklung" schon immer ein uneingelöstes Versprechen. Doch heute wird weltweit offensichtlich, dass selbst erwerbstätige Menschen nicht mehr vor Armut sicher sind. Andere Wege und Instrumente sind angesagt.
Der Kongress behandelt die zentralen Fragen der Einführung eines Grundeinkommens, sowohl im EU-Raum als auch weltweit. In Form von Vorträgen, Workshops, Podiumsgesprächen und Diskussionen will der Kongress einen Innovationsschub für die stagnierende gesellschafts- und sozialpolitische Debatte bringen. Dabei geht es u. a. um die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Förderung alternativer Wirtschaftsweisen und solidarischer Ökonomien, die Rolle der sozialen Bewegung und Gewerkschaften, das Recht auf Existenzsicherung und soziale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert. Die Frage der Globalisierung der Wirtschaft und der Reichtumsverteilung steht genauso auf dem Programm wie die Debatte um die Daseinsvorsorge durch Sozialversicherung und öffentliche Güter.
7. bis 9. Oktober 2005 in Wien.
Das aktuelle Programm mit den genauen Ortsangaben zu den Veranstaltungen am Universitätscampus Wien sowie in den Wiener Kaffeehäusern wird bekannt gegeben unter: www.grundeinkommen2005.org.
Ich habe erfahren, dass der Kongress prinzipiell schon ausgebucht ist, d.h. es werden keine Anmeldungen mehr angenommen. Aber es gibt einige Veranstaltungen (siehe Homepage), die noch nicht voll sind.