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Wien | 22.11.2005 | 15:58 
Das (monochrome) Ende der Nahrungskette

HansWu, Trishes, Pinguin

 
 
Call of the Wild
  Am 23. November 2005 hält Stefan Tiron eine Einführung in die tarzanologische Kritik.

Aber was ist das?
 
 
 
 
 
Tarzanologie ...
  ... ist nicht nur eine Randstudie über TARZAN® von Edgar Rice Burroughs. Natürlich dreht es sich auch um all die vielen Romane, Filme, Plakate, Comic-Hefte und Zeichentrickbewegtbilder, aber Tarzanologie soll genauso als eine Kritik des weißen männliches Körpers in einer postkolonialen Welt verstanden werden. Die westlichen Interventionen tauchen immer wieder als Camouflage-Technik auf.
 
 
 
 
 
Tarzan ...
  ... hat viel mit Leistungsport zu tun, mit Fitness-Kultur und mit den Bioläden, die wie die Schwammerl wuchern.
Und Tarzan ist auch der Held aus einem anderen Dschungel - der naheliegenden white collar Welt. Dabei muss er Netzwerkkabel als Lianen benützen, stets wachsam auf Wolkenkratzern hocken, um das finanzstarke Wild zu erlegen. Tarzan soll glauben, dass er in einem darwinistischen Rudel lebt - denn nur so bekommt er seine Instinkte an der Wall Street zurück. Der berühmte Ruf der Wildnis wird zum Ruf nach mehr media coverage oder erscheint als anonymer Anruf auf dem Handy.

Im unserem Dschungel hört dich niemand schreien. Für mediale Aufmerksamkeit braucht es doppelte Lautstärke und jede Menge Detonationen.

Aber keine Sorge ...
Tarzan ist da.
 
 
 
Nicht Tarzan... Stefan!

(Bild von Jake Appelbaum)
 
 
Vortrag von Stefan Tiron
  Am 23. November 2005 um 20 Uhr in der monochrom'schen Project Speis im Museumsquartier.

Stefan Tiron ist Kurator, Cultural-Studies-Theoretiker und Fantasy/SF-Forscher aus Bukarest, Rumänien.

(Stefan hat unlängst auch einen Text über Space Tourism veröffentlicht.)
 
 
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