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Wien | 6.6.2007 | 16:05 
Das (monochrome) Ende der Nahrungskette

HansWu, Trishes, Pinguin

 
 
Nanotech?
 
A biological system can be exceedingly small. Many of the cells are very tiny, but they are very active; they manufacture various substances; they walk around; they wiggle; and they do all kinds of marvelous things all on a very small scale. Also, they store information. Consider the possibility that we too can make a thing very small which does what we want that we can manufacture an object that maneuvers at that level.

"There's Plenty of Room at the Bottom" - Richard P. Feynman


Nanotechnologie ist ein beliebtes Buzzword wenn die Segnungen der nahen Zukunft angepriesen werden sollen. Den meisten ist dabei nicht bewusst, dass bei vielen Consumerprodukten Nanotechnologie seit Jahren im Einsatz ist. In Airbags werden Miniatursensoren verbaut um die Verzögerung bei einem Crash zu messen, Millionen von winzigen Spiegeln erzeugen Bilder in Projektoren und dem gehypten Liebkind der Content- und Entertainmentindustrie, HD-Fernsehen.
Panzerbrechende Munition wird aus Wolfram-Uran-Nanopartikeln produziert, Autowachs mit Nanopartikeln reinigt
besonders kraftvoll.
 
 
 
 
 
  ForscherInnen warnen aber bereits vor der allzu optimistischen Verarbeitung von Nanopartikeln in Kosmetikartikeln und Gefahren im Verarbeitungsprozess. Durch die geringe Grösse können Zellwände durchdrungen werden (auch die Blut-Hirnschranke kann überwunden werden), die Asbesthysterie von vor wenigen Jahren lässt grüssen. Science-Fiction Autoren haben schon in den 80ern vor selbstreplizierenden
Nanomaschinen gewarnt, die sich unkontrolliert vermehren und den Planeten in eine wuselnde graue Masse verwandeln.
 
 
 
 
 
  Bei all dem pseudowissenschaftlichen Hype kann Nanotechnologie aber tatsächlich eine neue industrielle Revolution auslösen, wird ihr Potential aber erst in den
nächsten Jahrzehnten, wenn nicht erst im nächsten Jahrhundert, entfalten können, derzeit wird vor allem Grundlagenforschung betrieben.
In der Computertechnologie gibt es Prototypen von Nanofestplatten, mit denen vielfache Speicherdichten von heutigen Speichermedien erreicht werden - bis zur Serienreife werden noch ein paar Jahre vergehen, ultrafeine Membrane könnten effiziente chemische Minikraftwerke ermöglichen und letztendlich sogar eine der Photosynthese ähnliche Energiequelle liefern. Das grösste Potential hingegen wird für Anwendungen in der Medizintechnik postuliert, Nanostrukturen die genetische Erkrankungen durch Selbstorganisation ("Bottom up") heilen, Manipulation der Zellbildung auf DNS-Ebene um beliebige Mutationen zu erzeugen. Die oft zitierten Miniroboter die durch die Blutbahnen flitzen um dem Immunsystem beim Aufspüren von Eindringlingen zu helfen, sind da noch die unrealistischste Utopie.
 
 
 
Vortrag!
  Ille Gebeshuber wird am Freitag, den 8. Juni (Metaday 4) im offenen Projektzentrum Metalab über ihre Forschungstätigkeit an der TU Wien im Bereich Nanotechnik erzählen und die von ihrer Gruppe entwickelten Nanostrukturen am Beamer präsentieren.
 
 
 
 
 
Bewegungslehre
  Als Ausgleich zur Wissenschaft wird am nächsten Tag (Samstag, der 9. Juni) im Metalab übrigens mit der Metanight 3 und Ganglienmanipulation durch banale Schallwellen wieder hart gefeiert - "Shut up and shake!" zwingt auf die Tanzfläche, The Loud Minority liefern Funk and Soul, Irina von Doorbitch/Female Pressure legt danach mit Breakbeats noch einen Zahn zu und in den sehr späten Abendstunden werden Audiomedics mit Drum and Bass bis in die Morgenstunden erst richtig ein/an/durchheizen.

Das alles natürlich bei freiem Eintritt, und mit dem gewohnten technisch-kreativen Enthusiasmus.



Metalab
Rathausstrasse 6
1010 Wien
 
 
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