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Wien | 20.2.2008 | 17:38 
Das (monochrome) Ende der Nahrungskette

HansWu, Trishes, Pinguin

 
 
Abba, Volvo, Ikea, Piratenamt
  Können die wortkargen Meta-Sharer von ThePirateBay aus Stockholm, die den größten Bittorrent-Server des Netzes aufbauten, nun wirklich vom schwedischen Staat verknackt werden? Oder steckt da nicht tatsächlich die Filmlobby dahinter, die ihre Blockbuster wieder kontrollierter und sauberer in unsere Köpfe leiten will? Und wie werden wir das verhindern? (Piratebay vs. Filmindustrie: Der Showdown beginnt)
 
 
 
  Derzeit gibt es in Wien aus aktuellem Anlass gleich drei Abende mit dem und über das Schwedische Piratenamt (www.piratbyran.org, Wikipedia).

Dahinter verbirgt sich ein finanzbefreiter Thinktank aus Aktivisten, Hackern und Künstlerinnen, welche die Idee zu ThePirateBay im Sommer 2003 erst einmal ausheckten. Unlängst haben sie, um entzündbar zu bleiben, ihre ersten Schriften zur Thematik öffentlich verbrannt. Und das offensive Kopiert-Werden-Wollen verbreiten sie wie einen Virus im Netz, auf das auch die Umwelt zur klugen Entleerung fähig werde. Z.B. von der althergebrachten Besitzer-Illusion auf Wissen, Musiken und Weltenbau. (vgl. ihre Kopimi.com-Webseite, webspeak für das altenglische copy-me;)
 
 
 
 
 
Rasmus Fleischer,...
  ...der zur Zeit als Artist-for-President zu Gast bei Transforming Freedom im MQ ist, wird bei allen Veranstaltungen teilnehmen.

Die erste fand (leider schon) am Freitag, den 15. Februar statt, wo er mit einem kulturhistorischen Vortrag zur Vorgeschichte des heutigen Copyrights auf Musik den Reigen begann: Wie man Klang angreifen kann. Eine kurze Rechts- und Mediengeschichte zum Fluchtverhalten von Musik im Zeitalter ihrer erweiterten Besitzbarkeit.
 
 
 
 
 
  Am Mittwoch, den 20. Februar, wird dann der zweite Teil des legendären The-Pirate-Bay-wird-ausgeraubt-Movies StealThisFilm Part II gezeigt, mit dem Medientheoretiker Felix Stalder als Gast, der im Film auch interviewt wurde. Wer sich mit dem ersten Teil vorbereiten will - es gibt ihn seit einigen Tagen auch zur online-Beschau, ganz ohne Azureus...
 
 
 
  Und dann, am dritten und geheimnisvollsten Abend (22. Februar 2008), wenn Geschichte und Gegenwart der grauwertig gewordenen Tauschverhältnisse allen in den Ganglien schwirren, gibt das Schwedische Piratenamt sich mit Peter Sunde (Brokep), Sara Andersson (Fraux), Daniela Kopimi Alba, Magnus Andersson (Monki) und Rasmus Fleischer (rms) ein Stelldichein in Wien - live!, auf Video-Skype ...

Ihr Theater-Motto für den Abend: Schwedische Piraterie musste schon in so manchen politischen Theater mitspielen. Rollenwechsel!

Informierte Zungen flüstern, sie würden im Sommer schon wieder in Österreich auftauchen, dann aber ganz und gar feststofflich...
 
 
 
 
 
  Alle Veranstaltungen beginnen um 19.00 Uhr im Raum D im Quartier für Digitale Kultur / quartier21 (Karte).
 
 
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