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Wien | 5.4.2002 | 15:24 
Früher: Heermeister der Hegemonie.
Jetzt: Teilzeit-Kalmücken-Khagan.

Gollackner, Gerlinde

 
 
Essen Engländer wirklich so schlecht?
  Freunde von mir wissen ja, dass ich ein verhinderter Archäologe bin. Aus diesem Grund sehe ich mir natürlich auch die gerade im ORF laufende Universumserie "Sturm über Europa" an. Eine sehr aufwendig produzierte Dokumentarreihe über die Völkerwanderung. Folge 3-4 hatte ich schon im ZDF gesehen. Folge 1 holte ich gestern beim Heimkanal nach.
 Ausschnitt aus "Sturm über Europa"
 
 
"Selbst englische Forscher..."
  Es ging um die Kimbern und Teutonen, die ja als erste auszogen, um dem römischen Imperium "Furor" einzujagen. Grund für die Emigration, so vermuten Wissenschaftler, war die schlechte Ernährungssituation in der ursprünglichen Heimat in Dänemark. Als Beweis führte man den Mageninhalt einer Moorleiche vor: Hafer, Haselnüsse, Unkrautsamen, Vogelfutter. Dazu die Sprecherstimme: "Selbst englische Forscher, die das "Kimbernmüsli" nachkochten, fanden es ungeniessbar." Man stelle sich folgende Situation vor: ein dänischer und ein deutscher Forscher sitzen vor dem nachgekochten Unkrautmüsli:

"Koste mal !"
"Nein, du zuerst!"
"Feigling, na gut....Pfui, das ist ja ungeniessbar!"
"Gib's dem Engländer rüber, der isst ja alles, und wenn es dem nicht schmeckt, dann sind die Kimbern wirklich wegen dem Essen ausgewandert."


 "Das Mädchen von Windeby", verspeiste Unkrautmüsli
 
 
Englische Kulinarik unter jeder Sau?
  Ich muss ja sagen, dass mir gewisse eigenartige Dinge von der Insel ganz gut schmecken. Wenn vorhanden, schmiere ich mir gerne eine schwarze, schmierige Substanz, namens Marmite auf's Brot (kenn ich von Slack Hippy). Auch einem englischen Frühstück bin ich hin und wieder nicht abhold und esse sogar die Bohnen. Andererseits tunke ich auch Fettrollen in Sojamilch und habe schon Schlangen und Hühnerkrallen gegessen. Bin daher nicht geeignet, zu entscheiden ob die Engländer wirklich unter jeder Sau essen.

 
 
Englisches Frühstück, so sagt man
 
 
Themenwechsel: Mafia und Marshall McLuhan
  Ein anderer unerwarteter Scherz kam mir bei der wunderbaren Mafiakleinfamilienserie "Die Sopranos" unter:

Polizeioffizier: "Mein Name ist McLuhan. Ich bin Marshal."
Frau: "Dann sind sie ja Marshall Mcluhan"
Polizeioffizier geht kopfschüttelnd ab.


Nun ist Herbert Marshall McLuhan wohl der bekannteste Medientheoretiker. Ich bezweifle aber trotzdem, ob die Mehrzahl des Sopranozielpublikums ihn kennt. Das amerikanische Fernsehserienhandwerk ist ja dafür bekannt, besonders ökonomisch zu arbeiten. Keine Szene, kein Dialog, kein Witz, der zuviel ist oder erst recht nicht vorhanden, wenn ihn die Zielgruppe nicht versteht. Der Marshall McLuhan Jocus ist daher gut, weil er doch vorkommt.

 Marshall "The Media is the Message" McLuhan
 
 
Tony Soprano and Family
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Sturm über Europa, nächste Folge

Sopranos-Fansite
   
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Volksbefragung: Essen Engländer wirklich unter jeder Sau? (Herr Rotifer, sind Sie trotz dem Essen dorthin gezogen?)
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