fm4.ORF.at ORF.at login
StreamPodcastsMail an FM4
zurück zur TitelseiteSOUNDPARK - Your Place for Homegrown MusicSTATION - alles rund um den RadiosendernotesCHAT
Wien | 21.4.2005 | 11:37 
Taste the waste.

Trishes, Gerlinde, Fuchs

 
 
Ratgeber und Reiseführer
  Ich liebe Reiseführer, am liebsten von Plätzen, die gar nicht existieren. Wie sehr habe ich mich gefreut, als vor Jahren Penguin einen Reiseführer für das schöne Städtchen Twin Peaks herausgab, das eigentlich nur in der Psychogeographie von David Lynch und ein paar Millionen Fernsehzusehern existiert. Interessiert las ich die Einführung von Mayor Milford in sein Städtchen.
Begeistert habe ich das Rezept zum berühmten Kirschkuchen des Double R. Diners nachgelesen, mich an einer Beschreibung der Fauna und Flora Twin Peaks ergötzt.
Geschrieben wurde dieser Guide zu dem fiktiven Städtchen von den Schöpfern der Serie David Lynch und Mark Frost, und viele, viele Jahre musste ich warten, bis mir wieder so eine brillant sinnlose Publikation in die Finger kam.
 
 
Überleben!
  Meine zweite Leidenschaft im Non Fiction Bereich: Ratgeber und Lebenshilfebücher. Je abstruser die Probleme sind und je weniger sie mich betreffen, umso höher mein Lesevergnügen.
Das YPS "Überleben in der Wildnis"-Handbuch, Gimmick zu YPS Nr. 453, ein nicht wegzudenkendes Inventar meines Lebens und meiner Handtasche.
Ich weiß, wie aus der Rinde von Birken Spaghetti-ähnliche Nahrung hergestellt werden kann, oder wie man mit Hilfe eines Plastikturnschuhs in der Wüste Trinkwasser herstellt. Ja, das ist Wissen, mit dem ich oft genug schon angeben konnte. Leider gibt es solche Nutzen heuchelnden Publikationen viel zu selten.
Groß war mein Jubel, als ich im Comic Geschäft meine Vertrauens auf diese Perle des Wahnsinns stieß: "The Zombie Survival Guide, Complete Protection from the Living Dead".

 
 
Not Victory, Not Conquest, Just Survival
  254 Seiten geschrieben von einem Mann, der nach dem intensiven Studium sämtlicher Filme und Legenden zum Thema Zombies die Grenzen der Realität weit hinter sich gelassen hat und auf eben 254 Seiten dem Leser / der Leserin auch plausibel machen kann, warum es unverantwortlich ist, die Augen weiter vor der Bedrohung durch diese untoten Somnambulisten zu verschließen. Weil, merke Leser/in: Sie sind wie ein Virus, die gesamte Menschheit der Wirtskörper.
Im ersten Kapitel lernen wir, welche Arten von Zombies uns bedrohen, wie der Virus sich überträgt, was für Symptome sich bei einer Infektion einstellen.
Weiter geht es mit einem ausführlichen Kapitel über Waffen und Kampfstrategien. Wusstet ihr zum Beispiel, dass das sinnvollste Accessoire - will man/frau einen Outbreak Class 2 überleben -, ein Motorradhelm ist?
Welche Strategie eignet sich am besten zur Verteidigung von Einfamilienhäusern, Appartements, Schulen usw.
Abgerundet wird der "Zombie Survival Guide" mit Fallstudien aus den Jahre 6000 vor Chr. bis zum Jahre 2002, alle natürlich bisher von der Regierung vertuscht.

 
 
The Living Dead Among Us
  PS: Auf meinem Weg zur Arbeit habe ich meinen Discman zerstört und konnte mich nicht mehr von meiner Umwelt ablenken. Kam zu dem Schluss, dass der Guide vielleicht doch nicht so realitätsfern ist.
 
 
back
 Übersicht: Alle ORF-Angebote auf einen Blick