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Wien | 16.2.2008 | 14:14 
Scheinlicht im Nebelwerfer. Reis(s)ende Rückblicke auf bleibende Bühnen.

BorisJordan, Fuchs, Hofer

 
 
The real shit vs. the real cover
  Also: "Computer Age" ist im Original von Neil Young. Sonic Youth machen aus diesem Song ihren eigenen. Man könnte natürlich sagen, dass man aus einem guten Song keine schlechte Coverversion machen kann. Wohl eher wird man aber sagen, dass ein guter Song keine Neubearbeitung durch andere braucht.

Es gibt unzählige Coverversionen, die sich in meiner täglichen Playlist wiederfinden. Cat Power's "Breathless" im Original von Nick Cave oder der Klassiker: Tori Amos' Version von "Smells Like Teen Spirit" und die "Satisfaction"-Version von (sorry Chan!) Pj Harvey und Björk. Heute früh bin ich mit folgendem Song durch die Karlsplatz-Passage begleitet worden: Stephen Malkmus' Version von "Ballad Of A Thin Man" im Original von Bob Dylan. (Höre den "I'm Not There"-Soundtrack!)

Die Liste mit den geglückten Covers hält sich mit der Anzahl der Songs von denen ich mir wünsche, sie wären nie neu aufgenommen worden, ziemlich die Waage. Lasst "Where is my mind" in Ruhe! Oder wenn wir schon dabei sind: Liebe Oasis-Brüder, eure Version von "Hey Hey My My" hat mein Weltbild nicht wirklich bereichert.
Try, fail - try again, fail better.
 Der Mann, den alle nur "Ikone" nennen: Neil Young.
 
 
This Note's for you
  Anlässlich des Neil Young-Konzertes am 22.2. im Vienna Austria Center veranstaltet die Fluc Wanne schon am 19.2. einen Neil Young Tribute Abend. Verschiedenste österreichische Musikerinnen sind eingeladen worden ihren persönlichen Neil Young-Song einzustudieren. Viele der dort eingeladenen Bands haben Neil Young noch nie live gesehen, sind aber entweder mit ihm aufgewachsen oder haben mit seiner Musik ihr Instrument beherrschen gelernt. Der Respekt vor dem vielfältigen Neil Young-Repertoire ist gegeben.
Am 19.2. gibt es diese Ergebnisse live zu hören: Man kann es auch als einen Selbstversuch sehen sich dem Werk von Neil Young zu nähern.

Wir haben einige der auftretenden Acts ins Studio eingeladen um einige der Songs live einzuspielen.
Eine kleine Vorauswahl davon wird es heute Nacht (01:00-05:00) im FM4 Soundpark zu hören geben und auch am Dienstag den 19.2. in Fm4 Connected (15:00-19:00).
 
 
 
We gotta dig the groove.
  Das mit der elektrischen haben wir ihnen verboten. Die Killed By 9V Batteries sind mit Banjo, Keyboard, einer Gitarre und einer Triangel ins Studio gekommen. Während sie sich fürs Live-Programm in der Fluc Wanne Songs aus dem Akustik-Repertoire ausgesucht haben und diese so spielen wollen, als ob sie "Neil Young in den 90ern mit Pearl Jam" geschrieben hätte, gibt es aus dem AR8-Studio u.a. "Like A Hurricane" zu hören. (Only MTV wasn't there!)

Protestant Work Ethic ist ähnlich wie die Batts mit Neil Young aufgewachsen: Gänsehaut-Test kann man zu seiner Version von "Fuckin' Up" ausführen.

 Die Killed by 9V batteries im Fm4-Studio: gewohnt chaotisch aber ausnahmsweise musikalisch "eher ruhig".
 
 
Simon von Protestant Work Ethic: seine Setlist beinhaltet u.a. den Song "Fuckin' up" vom 1990er Album "Ragged Glory".
 
 
We're gonna hammer the blues.
  Felix Vodnyansky ist mir v.a. vom Hank Williams/Townes Van Zandt-Abend, damals noch im alten Fluc, als Gitarren-Virtuose in bester Erinnerung. Von ihm: ein On The Beach-Special-Set!

Rainer Krispel, Seven Sioux-Sänger und gemeinsam mit Ernst Molden als Red River Two wirksam, hat Neil Young erst in den 90ern richtig kennengelernt und spielt mit Martin von Jonas Goldbaum den - hurra - "Revolution Blues".

 Felix Vodnyansky
 
 
Rainer Krispel feat. Jonas Goldbaum.
 
 
Marilies Jagsch spielt u.a. "One of these days"
 
 
You can't sit down.
  Und dann mussten wir das Studio ausräumen. Denn das Bandkonglomerat Quellenchor (Mitglieder u.a. von Hotel Prestige, Bell Etage, Thalija, Leeps Akam, Smuggle Goods Into The Country) ist zu vierzehnt ins Studio gekommen. Sie spielen ein quasi Rust Never Sleeps Hit-Programm, allerdings eben als Chor: So stimmgewaltig hat man "Powderfinger" wirklich noch nicht gehört.

 Just a glimpse of the Quellenchor.
 
 
Beim Auftritt in der Fluc Wanne wird der Chor um ein paar Stimmen wachsen.
(Fotos: Alexandra Augustin)
 
 
Neil Young Tribute
  am 19.2. mit:
Ja Panik & A Life A Song A Cigarette, Two Ordinary People, Quellenchor, Laokoongruppe ("Helpless" elektronisch und mit dt. Text!), Siewert and the Loners, Roscoe Fletcher, Killed By 9V Batteries, Marilies Jagsch, Protestant Work Ethic, Felix Vodnyansky und Glutamat!
Beginn: 21 Uhr (SHARP!)
Moderation und DJ-Set von Günther "Bus" Schweiger (skug), Boris Jordan et moi.

Eintritt: 5 Euro

Neil Young in Wien.

Neil Young im Internet.

Ebenfalls empfehlenswert: The Bridge (a Tribute to Neil Young) oder die neu erschienene Compilation Cinnamon Girl.

 Am Dienstag dem 19.2. in der Fluc Wanne und On Air!
 
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