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Köln | 13.4.2004 | 18:59 
...für den Musikfreund von Welt.

 
 
Auf der Suche nach den ungewöhnlichen Breaks
  Rare Grooves und die endlose Suche nach Breaks ist in den letzten Jahren immer populärer geworden und hat auch vor den Clubs keinen Halt gemacht. Auf immer mehr Hip-Hop-Festivitäten bringen wieder mehr Funk, Soul, Disco und Jazz die Ärsche zum wackeln. Eine durchwegs positive Entwicklung, meiner Meinung nach. Rücken doch so alte und vergessenen Schätze wieder ins Rampenlicht. Das Finden eben solcher Breaks aus einer schier endlosen Masse von altem Vinyl, bedarf viel Zeit, Geduld und guter Nerven.
Marc Hype und Katmando haben mit ihrer Mix-CD Funkvergnügen definitiv den richtigen Nerv bewiesen und sich ganz und gar deutschen Breaks verschrieben.
Soll nicht heißen, dass es vorher keine sammelwürdige deutschen Rare-Groove-Tracks gab. Singer/Songwriter-Alben von Manfred Krug aus alten DDR-Zeiten, bestimmte Hildegard-Knef-Stücke wie "Im achtzigsten Stockwerk" oder die extrem raren Scheiben von Niagara (Die ersten beiden LP'S "Sangandongo, Malanga"& "S.U.B."mit dem jungen Udo Lindenberg an den Drums) etc. waren schon ein Thema, aber mit solch einem Material und noch viel mehr, am Besten noch zum überwiegenden Teil deutsch vorgetragen, ein/e Mix-Tape/CD vollzupacken...Hmm, sowas gab es aus dem Hip-Hop-Lager nicht wirklich.
 
 
 
 
Funvergnügen Teil 1
  Bis halt Hype und Katmando der Meinung waren, sich durch Tonnen aus sechtziger, siebziger & achtziger Vinyls der alten BRD und DDR kämpfen zu müssen. Und die Beiden sind dabei mehr als Fündig geworden: Neben Tracks von oben genannten Künstlern wird alles gedroppt, was in irgendeiner Form Breaks enthält. Egal, ob das Gymnastik-Workshop-Intro, der Dannemann-Zigarillos-Promospot oder Orgelmeister Klaus Wunderlich mit seiner oft gesampleten "Summertime"-Version. Sixties Beatware von Howard Carpendale gesellt sich zu Kraftwerk-Klängen. Und zu guter Letzt lassen dann noch Nina Hagen, die Toten Hosen (gemeinsam mit Fab 5 Freddy) und Tommy Gottschalk, Manfred Sexauer und Frank Laufenberg mit ihrer deutschen Variante von "Rappers Delight" (Das erste deutschsprachige Rapstück) die Achtziger hochleben.
Kurz gesagt: Ein Vergnügen der besonderen Art. Sehr gut gemixt, gejuggelt und gecuttet.
 
 
 
Die DJ's
  Das "Funkvergnügen" in Sache Mixqualität hochwertig daher kommt, ist wenig verwunderlich. Die Herren hinter den Decks sind keine Unbekannten. Zu einem hätten wir da Marc Hype, besser bekannt als DJ Hype. Ehemaliger DJ von Cheeba Garden und zweifacher deutscher ITF-Champion (1998 und 99), der mit seinem letzjährigem Solo-Album "1973-Recon" auch produktions-technisch überzeugen konnte.
Und auf der anderen Seite Katmando aus München. Begründer des deutschen Hip-Hop Magazin "Juice" und Chef des "Master On Broadway"-Labels.

Marc Hype & Katmando
 
  Funkvergnügen 2
 
 
Funkvergnügen Teil 2
  Die ungewöhnliche Reise durch deutsche Beats und Breaks wird demnächst fortgesetzt. "Funkvergnügen 2" wird bald erscheinen und zeigen das Hype und Katmando sich noch lange nicht zur Ruhe gesetzt haben, so wie ihre Promo-Photos uns das weissmachen wollen. Auf der FV2-Rückseite heißt es: Marc Hype and Katmando present more amazing funkhitters, weird rockbreaks and rare jazzgrooves from germany..." und das dürfte den Nagel auf den Kopf treffen.
 
 marc hype top 5 
 
artist title
 Joy FlemingGeld
 Charly AntoliniCome On Charly
 Peter HortenQuadratgesichter
 Hildegart KnefVon nun an gings bergab
 Su Kramer Weisser Sand
   
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