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Wien | 14.11.2002 | 17:57 
Geschichten über besondere Menschen und Gedankenschrott, der für Freunde bestimmt ist.

Pamela, Blumenau

 
 
Ist es ein Mädchen oder ein Junge?
  An einem Sonntag Mitte Oktober ruft Alexi bei FM4 an. Fast dreißig Minuten dauert das Gespräch, das sie mit den beiden Moderatoren Hermes und Mona führt, die an diesem Sonntag das FM4 Doppelzimmer bewohnen. Ein intensives, ein berührendes Gespräch über das Gefühlsleben einer 26-jährigen Frau, die als sogenannter 'Zwitter' auf die Welt gekommen ist und damit leben muss, dass unsere Gesellschaft in solchen Fragen Klarheit fordert, egal um welchen Preis.

Am Freitag, 15. November 2002, ist Alexi ab 19 Uhr im FM4 Jugendzimmer bei Elisabeth Scharang zu Gast. Sie hat gerade zwei Wochen im AKH hinter sich, wo sich die endlose Reihe an medizinischen Eingriffen an ihrem Körper fortgesetzt hat, um ihr das eindeutige Äußere einer Frau zu verpassen.

Im FM4 Jugendzimmer will sie nicht nur mit euch über ihre Geschichte reden, sondern auch die Initiative für eine Selbsthilfegruppe setzen, die in Österreich für Menschen wie Alexi fehlt.
 
 
 
Alexi über Alexi:
  Ist es ein Junge oder ein Mädchen? Können Ärzte den Eltern nach einer Entbindung diese Frage nicht eindeutig beantworten, spricht man von Intersexualität. (inter = zwischen). Auch Hermaphroditen, Pseudohermaphroditen oder im Volksmund 'Zwitter' genannt.

Die wenigsten wissen, dass es so etwas nicht nur in der Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch bei den Menschen gibt.

Ich bin einer von ihnen, 26 Jahre alt und mit '5 Alpha Reduktase Mangel' geboren worden. Als Jürgen wuchs ich das erste Lebensjahr als Sohn meiner Eltern auf, bis Ärzte zu einer 'geschlechtsanpassenden' Operation drängten.

Mein Name wurde auf ALEXI geändert und ich bekam nur mehr Mädchensachen in die Hände und an den Leib.

In den Krankenhäusern war ich die Sensation und alle wollten nur eines: Mir zwischen die Beine schaun! Man erzählte mir was von falsch angewachsenen Teilen, die wegoperiert werden müssten und sonst noch was, als ich mit sechs Jahren das erste mal kastriert wurde, aber bei weitem nicht das letzte Mal.

Als ich mit zwölf hinter das lang gehütete 'Familiengeheimnis' kam, begann mein Weg durch die Hölle

Ich möchte allen Betroffenen, Eltern von Betroffenen und Interessierten, die erwachsen genug sind, um mit der Thematik umgehen zu können, Fragen zum Thema beantworten, ein bisschen aus meinem Leben erzählen und euch mit guter Musik verwöhnen.

Freu mich auf euch, Lexxy
 
 
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