Österreich | 22.8.2004 | 16:14 Soundpark. Your Place for Homegrown Music.
Dem Herbsteinbruch getrotzt
von Astrid Schwarz
Mehr Künstler aber leider weniger Sonne als letztes Jahr beim temp~ 2004.
Zum 2. Mal trafen sich beim ~temp Festival im Strombauamt in Greifenstein (NÖ) Musiker, Visualisten, DJs und ein begeistertes Publikum, um zwei Tage lang elektronische Musik zu feiern. Dieses Jahr gab es noch mehr Künstler, drei Stages anstatt der letztjährigen zwei, bessere Verpflegung und auch mehr Publikum.
So funktioniert es immer noch am besten: Einer dreht an den Knöpfen und die anderen schauen zu. Die Abordnung des Gameboymusic Clubs Wien hatte mit den vertrauten Computersounds und eingängigen Beats das Publikum am Freitagabend von Beginn an auf ihrer Seite.
Das Wetter hält
Entgegen allen Befürchtungen bleiben die Regentropfen am Freitag spärlich und auf allen drei Stages wird gerockt. be.one performen auf der Center Stage, die 550 rondys im Zelt.
550 rondy
Irradiation organisiert nicht nur das Festival, sondern feiert auch ihren Geburtstag mit einem ordentlichen Liveact. Der geborgte Bassist von den Rondys, Martin Stepanek, ergänzt die Performance akustisch ebenso wie Stefan Kushima visuell.
Die Ruhe vor dem Sturm. Barca Baxant und Mr. Callrider (im grauen Anzug) von Silicone Pumgun auf Warteposition.
Superstar in Action. Auch beim Nachfolge-Projekt von Princess Him schafft es Barca Baxant das Publikum sowohl mit ihrer Performance als auch sehr einprägsamen Stimme in den Bann zu ziehen. Die treibenden Beats und wohlgeordneten Arrangements von Mr. Callrider machen Silicone Pumpgun dann wirklich zum besten und letzten Liveact am Freitag Abend.
Samstag: Tag 2
Ohne Walkie Talkies geht an diesem zweiten Festivaltag wirklich gar nichts. Die unabkömmlichen Begleiter der Organisatoren beugen Chaos und Verwirrung vor. Am Nachmittag beschert ein Regenguss den Organisatoren eine unfreiwillige Zusatzaufgabe: Alle Liveacts werden aus wettertechnischen Vorsichtsmaßnahmen ins Zelt verlegt und die DJs übernehmen die Hauptbühne. Unermüdliche Helferleins machen es sogar möglich, dass die Besucher am Abend schon den geänderten Ablauf als druckfrisches Programm in Händen halten.
Selbstgespräche
Mieze Medusa moderiert nicht nur auf der am zweiten Tag einzigen Livebühne im Zelt, gemeinsam mit Tender Boy beeindruckt sie auch wortgewaltig.
Der Exot unter den 'Laptop only' Musikern, Werner Puntigam an der Posaune mit untersützenden Beats von Linkman. Für die Bebilderung war a.c.t. zuständig.
Dem Wetter zum Trotz
Das temp~ ist dieses Jahr dem Begriff 'Festival' wirklich mehr als gerecht geworden. Neben den wunderschönen Liveacts war auch die perfekte Organisation beeindruckend. Ob es temp~ 2005 wieder gibt, wird noch nicht verraten. News und noch viele Fotos von allen Acts gibts auf temp~.