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Österreich | 17.11.2006 | 14:18 
Soundpark. Your Place for Homegrown Music.

 
 
Soundpark Remastered #16: FlugM4
  Kann sich noch jemand erinnern? Ausgehend von einem kleinen Sample, das uns freundlicherweise Matthias Kertal von Mika zur Verfügung gestellt wurde, haben wir noch vor dem Sommer im FM4 Soundpark dazu aufgerufen, aus dieser kleinen Melodie einen ganzen Song zu zaubern. Das Besondere daran: Jede Woche suchten wir nach einer neuen Spur, bis aus dem kurzen Stück Musik ein ganzer Song entstand.

Damals hieß die Aktion noch FM4 Spur, doch einen Sommer und viele Studiostunden später wurde daraus ein eigenständiges Projekt, dass es vor wenigen Tagen mit dem finalen Song zu Rudi Ortner ins Masteringstudio geschafft hat.
 
 
 
FlugM4
  Insgesamt fünf Musiker aus dem FM4 Soundpark, die sich noch nie zuvor gesehen haben, produzierten diesen Song, der unter großer Mithilfe von Matthias Kertal entstand. Hier nochmals alle Beteiligten des Teams FlugM4

Woche 1 - Die Drums: Rough Surface

Woche 2 - Der Bass: Kerkod N!

Woche 3 - Die Gitarre: Transceiver + Rough Surface

Woche 4 - Keys & More: Rough Surface

Woche 5 & 6 - Die Vocals: Jörg Zemmler + Mondmobil

Der Produzent: Matthias Kertal, der jetzt das Wort übernimmt und nochmals die Arbeit an dem Song zusammenfasst:
 
 
 
 
 
Zusammenraufen
  Die Herausforderung bei der Fertigstellung des Tracks lag nicht so sehr im technischen sondern eher im kreativen und logistischen Bereich. Zunächst habe ich die Gewinnerspuren erbeten und von den Teilnehmern auf unterschiedlichste Art erhalten (Schneckenpost, Skype, FTP). Die erhaltenen Spuren waren durchwegs in hoher Qualität, sodass nach dem Vorarrangieren in Cubase mit der Königsdisziplin, der Track & Gesangsverschmelzung begonnen werden konnte.

Es folgten einige Treffen mit den Verschmelzungszielen Mondmobil & Zemmler im "Chez Polmanova" Studio, sprich, meinem Arbeitszimmer. Da diese einer Vereinigung wohlgesonnen waren, wurde sogleich kooperativ am Song geschrieben, Gemeinsames entdeckt, Trennendes entfernt und Bier getrunken. Im Laufe der Sessions hat sich folgendes herauskristallisiert:
 
 
 
Rollenverteilung
  Die Strophe:
Melodie, Gesang & Effekt von Jörg Zemmler, kooperatives Schreiben am Text, Sprache: deutsch.

Der Refrain: Im Wesentlichen vom Original von Mondmobil übernommen.

Die Rollen:
Zemmler im Tower, das Mondmobil im Flieger.

Nachdem die letzen Zeilen zu Papier gebracht waren, ging es an einem Abend an die Stimmaufnahmen. Ich wollte den beiden kein SM58-Mikro und auch kein professionelles Studio mit Zeitlimit und sonstigem Stress zumuten, also hab ich für diesen Anlass meine Wunschliste etwas verkürzt und mir ein RØDE NT2000 Mikrofon zugelegt (war eh überfällig).
 
 
 
 
 
  Hab den Kauf nicht bereut: Kaum Nachbearbeitung vonnöten, also Konzentration auf das Schneiden & Selektieren der aufgenommenen Spuren, die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Die nächsten Schritte betrafen vor allem das Arrangement, dies wurde noch verdichtet (mehr Refrain, kürzerer Übergang), manche Spuren verdünnt (weniger Funkverkehr, nur mehr am Anfang zu hören, Gitarre in der Strophe), eine weitere Spur hinzugefügt (Bläser). Der Gesamtsound entsteht bei mir meistens während des Arbeitens, die Übergänge sind da fließend, also kann ich gar nicht berichten, wann der finale Mixdown begonnen hat. Hier die verwendete Ausrüstung:
 
 
 
Gear
  Software:
Cubase SX3 und dessen Effekte (va. Q, Roomworks, nix Außergewöhnliches). Einziges Softwareinstrument meinerseits: Native Instruments Kompakt.

Hardware:
Pentium 3 Notebook (Ablöse überfällig).
Hammerfall RME (mein bestes Pferd im Stall seit Jahren, wo gibt's das schon, dass man das Stromkabel seines Audiointerface bei einem Auftritt vergisst und als Ersatz das Festplattenkabel verwenden kann :)

Abhöre:
Monitore Alesis Monitor One + Tivoli Audio Model One + Beyerdynamic DT770 Kopfhörer. Und natürlich die Notebook eigenen Lautsprecher (schrecklich aber auch aufschlussreich).
 
 
 
Vom Mix zum Master
  Alles keine Zauberei also, typisches Homerecording Equipment. Man kann eine Produktion auch so fertig stellen, empfehlenswert ist aber auf jeden Fall das Ganze noch in professionelle Mix bzw. Masterhände zu geben, um der Sache den letzten Schliff zu verleihen. In diesem Fall hat es sich bei mir bewährt, nicht alle Spuren einzeln weiterzugeben, sondern in Gruppen (außer es ist ein wirklich anderer Sound gewünscht, das treibt aber auch den Zeitaufwand in die Höhe und wenn man mit einem Sound schon mal prinzipiell zufrieden ist, sollte man ihn denk ich auch nicht zerpflücken).

Dies hab ich auch beim FlugM4 gemacht, ein störrisches WinXP hätte das Projekt fast noch aufgehalten (Bluescreens beim finalen Spur-Bouncen sind ja nötig, sonst wäre die Sache ja nicht spannend, aaargh!), aber schließlich konnte ich das Projekt an Rudi Ortner zwecks finalen Schliff in einem der Funkhausstudios übergeben, der dem Stück dann noch den letzten tontechnischen Schliff verpasst hat.
 
 
 
Der finale Song
  FlugM4 - Autopilot [Remastered]
 
 
 
Open Source
  Doch damit nicht genug. Damit ihr alle Einzelspuren des Songs auf euren Rechner laden, remixen, bearbeiten, etc. könnt, gibt es hier ein .zip File (26 mb) mit allen Audiotracks.
 
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