Prime Cuts: The Bug - 'Pressure' Doom Ragga von The Bug, auch einzuordnen unter Death Hall oder Yardcore, ist auf dem dieswöchigen Album der Woche zu hören. Hinter The Bug steckt Kevin Martin, der schon unter verschiedenen Pseudonymen wie 'God' oder 'Techno Animal' veröffentlicht hat. Von The Bug erscheint jetzt ein Album, das der Welt eine von vielen sehnsüchtig erwartete Art von Ragga beschert: Simple und bouncende Riddims werden mit der Intensität von Digital Hardcore Produktionen gepaart. Electronic Bashment de Luxe: In den Staaten auf Tigerbeat6, dem Label von 'Kid 606' erschienen, in England auf Rephlex, dem Label von Aphex Twin, und in Europa bei Klein Records. (Natalie Brunner)
Close Up: Sometimes Happy, Sometimes Sad 210 Minuten Bollywood pur. In 'Sometimes Happy, Sometimes Sad' verstößt der Vater seinen Sohn, der eine arrangierte Heirat verweigert. Der Sohn wandert mit seiner wahren Liebe nach London aus und sein jüngerer Bruder versucht Jahre später die Familie wieder zu vereinen. Kitschiges Gefühlskino aus Indien mit bombastischen, farbenprächtigen Tanzeinlagen - der Inhalt wird dabei zur Nebensache. (Erika Koriska)
Lesestoff:Alice Sebold - 'In meinem Himmel' Susie Salmon ist 14, als sie vergewaltigt und ermordet wird. Nach ihrem Tod beobachtet sie von einer Art 'Zwischenhimmel' aus das Geschehen zuhause, ihre Freunde und ihre Familie, die vergeblich versucht, die Tragödie zu überstehen. Ein Roman über Verlust, Trauer, Neuanfang und Liebe. (Zita Bereuter) [more]
IT-News (Robert Glashüttner)
Update (17-19)
mit Matthias Schönauer
Close Up: Below Nach 'Virus' und 'Ghost Ship' kommt jetzt ein weiterer Gruselthriller auf hoher See in unsere Kinos. Im Zweiten Weltkrieg rettet eine amerikanische U-Boot-Besatzung drei Überlebende eines versenkten britischen Schiffes aus den kalten Fluten des Meeres. Kurz nach der Hilfsaktion beginnen einige Besatzungsmitglieder mysteriöse Stimmen und Klopfzeichen zu hören. In den pechschwarzen Tiefen des Ozeans beginnt ein Ringen um Leben und Tod. (Christian Fuchs)
Guy Maddin Filmschau:
Guy Maddin gilt als 'enfant terrible' des kanadischen Films. Seine Liebe zum Stummfilm bringt er mit seinen avantgardistischen Arbeiten zum Ausdruck. Wie zum Beispiel in 'Dracula - Pages from a Virgin's Diary' - diese Neuinterpretation in Schwarz-Weiß von Bram Stokers Roman verzichtet auf Dialog, verwendet eine Vielzahl von Zwischentitel und konzentriert sich auf Elemente, die in früheren Verfilmungen zu kurz kamen, etwa den fremdenfeindlichen Aspekt der Vampirjagd. Die Präsentation von Guy Maddins Werk - fünf Spielfilme und eine Auswahl seiner kurzen Arbeiten - ist eine gemeinsame Veranstaltung vom österreichischen Filmmuseum mit Sixpack Film im Rahmen der Reihe 'In Person' und läuft noch bis zum 26. April im Filmmuseum. (Erika Koriska)
Raggaszene und Homophobie:
The endless story, Part 23: In den letzten Wochen hat sich die Wiener Ragga/Reggae Szene wieder einmal mit Homophobie-Vorwürfen herumschlagen müssen. Nicht zu unrecht, wie einige umstrittene Flyer und MC-Ansagen beweisen. Jetzt ergreifen auch die Locations, an denen diese Parties stattfinden, wie z.B. die Arena die Initiative und erteilen Hausverbote. Karl Schmoll hat sich in der Clubszene umgehört.
Hannibal in Sölden:
Bericht von einer spektakulären Alpenüberquerung (Esther Csapo)
Live zu Gast: The Bug Früher hat dieser Mann als 'Techno Animal' für Industrial-Musik der neueren Art gekämpft. Gerade eben hat er auf dem heimischen Label Klein Records eine Ragga-Platte neuen Stils veröffentlicht. Das FM4 Album der Woche.
Heartbeat (22-00)
Aus der Londoner Außenstelle angereist, riskiert Robert Rotifer horrible Haltungsschäden, denn seine Tasche wiegt schwer, ist sie doch gefüllt mit Tonnen von Tonträgern, die zur Beschallung des Milieu Kess im Wiener Schikaneder diesen Sonntag, den dreizehnten, vorgesehen sind. Und da es durchaus was Ansprechendes hat, im Plattenregal einmal zur Abwechslung nicht nach Neuem, sondern nach grundsätzlich Spielwürdigem zu fischen, soll ein Teil dieser Auswahl auch Montags darauf im Heartbeat spontan zum Einsatz kommen. Daher diesmal auch keine im vorhinein veröffentlichte Playlist, dafür die sichere Verheißung eines Gesprächs mit der formidablen schwedischen Garagenband The Caesars (vormals Caesar's Palace), unter anderem über das Idyll einer Jugend unter Olof Palme und was das mit der Nostalgie im schwedischen Pop zu tun hat.