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  Österreich |  1.11.2003 | 18:11 
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Programm: Sonntag, 2. November
 
 
 
 
Morning Show (06-10)
  with Stuard Freeman
 
 
 
Sunny Side Up (10-13)
  with John Megill
 
 
 
Doppelzimmer Spezial (13-15)
  mit Mona Moore und Hermes
 
 
 
Gästezimmer (15-17)
  mit Claudia Unterweger

Perry Farrell gehört zu den bedeutendsten und charismatischsten Figuren des US-Alternative Rock. Seine legendäre Band Jane's Addiction ist derzeit wieder mit neuem Album unterwegs. Für das FM4-Gästezimmer hat Perry Farrell tief in seine Plattenkiste gegriffen, alt und neu aneinandergereiht - von den Strokes über Siouxsie & The Banshees bis zu den Kings Of Leon.

 
artist title
 DistillersDrain the blood
 The DarknessI believe in a thing called love
 The ThrillsSanta Cruz
 The Strokes12.51
 Jane's AddictionTo match the sun
 Yeah Yeah YeahsDate with the night
 Iggy Pop & The StoogesRaw power
 Siouxsie & The Banshees The passenger
 Cocteau TwinsRilkean heart
 The CureLullaby
 Kings Of LeonRed morning light
   
 
 
World Wide Show (17-19)
  with Gilles Peterson
 
 World Wide Show 2. November 2003 
 
artist title label
 princenorthNPG
 beanfieldtides compost
 eddie galesong of will (jazzanova mix)blue note
 nu spirit helsinkihonest (jazzanova mix)test
 frank de jo jospectrumfluid oz
 red astairerollin' stonegam
 jean graetake mebaby grande
 tom brocki love you more and more20th century records
 frank mcc combcupid's arrowexpansion records
 dd bridgewaternight moveselektra
 chateau flightuntitledwhite
 marcus enochsoni am the road bugz in the attic
 bakurathinking aboutmaw
 afronaughtcalindawhite
 jazzanova specialbitasweet
 dkdfuture rage (bitasweet/2000 black)bitasweet/2000 black
 nitin sawhneyrainfall (bugz dirty down mix)V2
 stafford jamescosta bruciatahoro
 slide hamptonfeelinghoro
 kenny clarkebig banghoro
 povomillion waystest
 lizz wrightafro blueverve
   
 
 
Zimmerservice (19-21)
  mit Martin Blumenau

[playlist]
 
 
 
Im Sumpf (21-23)
  mit Fritz Ostermayer und Thomas Edlinger

Herbstspätlese - Wir reichen drei Spitzenprodukte aus heimischem Anbau zur Verkostung
1) Wipeout:"Black Light District Boys" (tollkirschig am Gaumen, dunkle Farbe)
2) Bernhard Fleischmann: "Welcome Tourist" (fruchtig-leicht, beschwingt)
3) Erstes Wiener Heimorgelorchester: "wir haben die orgeln nur von unseren kindern geborgt" (verkopft bis nussig, im Abgang kopfnussig)
 
 
 
Die graue Lagune (23-00)
  mit Fritz Ostermayer

Cody Chesnut: The Headphone Masterpiece (One Little Indian)

Kommt das Skizzenbuch wieder in Mode? Als hingeschluderte Antwort auf den Zwang zur sterilen Perfektionsware. Der Titel selbst verkündet bereits das Programm: The Headphone Masterpiece. Wer mit Kopfhörern arbeiten muss, der kann normalerweise seine Boxen nicht laut aufdrehen, weil er zuhause aufnimmt und Mitbewohner oder Nachbarn stören würde. Diesen Mangel aber in Stärke umzupolen und die Heimbasteleien dann Masterpieces zu nennen - das bedarf schon einer gewissen Chuzpe. Denn wenns nicht stimmt mit den Meisterwerken, dann steht man als depperter Angeber da. Nicht so Cody Chestnut! Der hat doch tatsächlich ein Doppelabum voller kleiner Meisterwerke im Alleingang und im Keller seiner Mutter eingespielt.

Cody Chestnut - fragt ihr? Ja, der von den Roots, jenen formidablen HipHopern aus Philadelphia, die bereits seit 1987 Rap, Jazziges und auch den Rock zu einer ziemlich einzigartigen Suppe zusammenbrauen, die sie selbst "Organic HipHop" nennen. Organisch deshalb, weil sie mangels Kohle in ihrer Anfangszeit auf Sampler und Drumcomputer verzichten und nur mit Percussion-Instrumenten auskommen mussten.

Das 2002er Album von The Roots - Phrenology - war ein großer Wurf und für mich der ersehnte Beweis, dass erfolgreicher HipHop nicht automatisch sexistische Durchschnittsware aus der untersten MTV-Schublade bedeuten muss. Alles gegen Sexismus, aber um Himmels Willen: nix gegen Sex. Ganz im Gegenteil!

 
 
  Cody Chestnuts "musikalisches Tagebuch" - wie er sein Doppelalbum selber nennt - quillt auch über vor Geilheit und dem, was im Porno "horny" heißt. Solch fickrige Texte im Funk- und auch Rock-Kleidchen schrieb einst auch der junge Prince, nur war der halt immer Hochglanz-Magazin, während Cody bewusst auf die schundige Ästhetik von Billigporno-Blättern setzt: Klanglich, mein ich jetzt. Das oft nur angerissene Songmaterial aber steht dem des jungen Prinzen um keinen Deut nach. Dazu kommen ein Sarkasmus und böser Witz, der sich selbstironisch auch nicht schämt, über den eigenen steifen Schwanz zu stolpern. Auch das ein gewaltiger Unterschied zu Prince, dessen Machoehre sowas nie zugelassen hätte.

Und dann gibt es Headphone Masterpieces, die sind wiederum so sensibel und zart, dass einem die Tränen der Rührung in die Augen schießen und man ganz altmodisch denkt: Ficken ist super, aber Liebe muss schon auch dabei sein. Ist ja auch wahr - oder?

Die Plattenfirma der Roots weigerte sich übrigens, dieses Meisterwerk so rauszubringen, wie es ist. Man wollte die Skizzen zu Gemälden aufmotzen. Cody blieb zum Glück hart, ging zum Indielabel One Little Indian und dort ist das ganze erschienen, wie es sich gehört: fragmetarisch wie die menschlichen Gedanken, zerrissen, wie die menschliche Seele und - jawohl: horny wie eine wet pussy bzw. ein stiff dick.

Eins noch: Ich fordere 10 Jahre Zuchthaus für das Arschloch, das den Slogan "Geiz ist geil" erfunden hat. Dieser frigide Trottel hat keine Ahnung, was Geilheit ist. Aber Unkenntnis schützt bekanntlich vor Strafe nicht!

gehabt euch wohl

fritz
 
 
 
Liquid Radio (00-01)
  Best Seven Selections - in the mix

'Best Seven Selections' ist eine Werkschau des Berliner Best Seven Labels. Darauf befinden sich tracks von Künstlern, die auf Best Seven veröffentlichen, oder mit dem Label & seinem Gründer Daniel Best verbandelt sind.
Zusammengestellt wurde das Ganze von Best persönlich, der seit Jahren als DJ arbeitet. Entstanden ist eine Compilation, die das Label Best Seven musikalisch zwischen Soul, Reggae & Dub positioniert. out now.
 
 
 
Soundpark (01-06)
  mit Trishes

Neben den obligatorischen Neuvorstellungen gibt's gleich am Anfang der Sendung das große André Heller Feature vom letzten Sonntag zum Nachhören. Außerdem ein Interview mit Urbs&Cutex plus ausführlichem Mix ihres Albums "Peace Talks!" und jede Menge der Uhrzeit entsprechende Musik aus dem Soundpark.
 
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