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| Jugendzimmer (19-20.15) | | |
Mit Elisabeth Scharang
Elisabeth Scharang ist heute zu Gast bei Daniela aus Graz. Sie ist letzte Woche aus Indien zurückgekommen, wo sie an dem Weltsozialforum teilgenommen hat. Im Jugendzimmer erzählt sie über ihre Erfahrungen; hier eine kurze persönliche Vorschau:
Meine Zeit in Bombay war überwältigend!
Die Straßen des Konferenzgeländes waren weit dichter besiedelt als die Säle mit den vorträgen - das pralle Leben spielte sich draußen ab. Ich glaub sowieso, dass es eher um das Gefühl geht, dabei zu sein, Teil einer Bewegung zu
sein, sich zu vernetzen, als um das aufsaugen konkreter Inhalte. Allerdings haben mir einige InderInnen bestätigt, wie wichtig der Austausch für sie mit anderen Gruppen war ... Spannend war außerdem die permanente Präsenz des Gender- und Frauenthemas; da haben sie uns einiges voraus. Problematisch fand ich die Rolle der "Stars" der Bewegung , wie zum Beispiel Arundhati Roy, über die ganz groß in den Medien berichtet wurde, weswegen vieles andere zu kurz kam. Antiamerikanismus wurde auch ziemlich abgefeiert; die EU hingegen kaum kritisiert ... Spannend war auch, dass gegenüber ein Gegenforum stattfand "Mumbai Resistance 2004" - die sich klar vom WSF abkoppelten, weil sie mit manchen Vorgangsweisen und Ideologien nicht übereinstimmen .. laut Medienberichten wurde auch Polizei eingesetzt, um beide Gruppen voneinander fernzuhalten .. natürlich ist nix passiert. Im großen und ganzen wars ein ungeheures Erlebnis, dabei zu sein. |
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