Uwe Viehmann (Spex) Die Spex feiert ihr 25 Jahres-Jubiläum. Jene Zeitschrift, die nun also seit 25 Jahren ihre LeserInnenschaft monatlich überrascht, entzückt, begeistert, enttäuscht, zu neuen Hörgewohnheiten animiert, im klassischen Fantum bestätigt oder einfach nur: unterhält und über die Geflechter der Popkultur informiert. Was macht also Uwe Viehmann, seit 10 Jahren (Chef-)Redakteur dieser Zeitschrift, wenn er im Gästezimmer nach seinen sieben Lieblingssongs gefragt wird? Grübeln. Lange Grübeln. Eine lange Songliste schreiben und dann kürzen. Lange kürzen und Songs rausfiltern, die letztendlich für seine musikalischen Sozialisationsreise stehen. Diese sieben Songs inklusive der anhaftenden Erinnerungen stellt er im Gästezimmer vor. Songs bei denen er den "Raum hören" konnte (Slint/TalkTalk), Bands die Viehmann "knuddeln könnte" (Boxhamsters). Zu hören ist auch das On-Air-Geständnis über sein HipHopper Alter Ego und was das alles mit LL Cool J zu tun hat. (Susi Ondrusova)
Klaus Beyer, mittlerweile arbeitsloser Ex-Kerzenwachszieher, ist Beatles abhängig. Verehrt von Bands wie Mutter oder dem kongenialen Solipsisten Daniel Johnston, muss Beyer singen und umdichten. Die Musik ist LoFi, die deutsche Übersetzung meist wortwörtlich:
"Gestern - war mein Kummer so unendlich fern - nun verlässt mich auch mein guter Stern - Oh ja, ich glaub an Gestern." Beyer präsentiert am 13. Jänner im Echoraum in Wien seine neue CD "Ich bin vier Beatles" und ist auch Teil der ab 17. Jänner zu erlebenden Schlingensief-Inszenierung 'Area 7' im Burgtheater.
Immigrant Nazis, Corporate Punks, Pre-Teen-NihilistInnen: In "Macht und Rebel", dem neuen Roman des norwegischen Autors Matias Faldbakken, tobt die verkehrte Welt entwerteter Zeichen und Ideologien. Culture Jamming gehört längst den Konzernen, der Underground übernimmt die Vorstandsetagen und alles versinkt in einer so brutalen wie komischen Apokalypse aus SS-Anarchie und Marxisten-Porno. Dumm, aber wahr: gegen Faldbakkens Endzeit-Tohuwabohu verkommt sogar Michel Houellebecq zu einem biederen Kulturpessimisten.
Graue Lagune (23-00)
mit Fritz Ostermayer
My Computer - "No CV" (Tesla, erschienen 2005)
My Computer - "Vulnerabilia" (13 Amp, erschienen 2002)
Gewidmet Albert Farkas, dem ich diese sensationelle Entdeckung verdanke.
Liquid Radio (00-01)
DJ Jason Kingsize, bekannt als umtriebiger Freestyle-Protagonist, eröffnet seinen Mix mit einer Sequenz des Science-Fiction-Klassikers 'Dune'. Sonischer Futurismus bleibt das zentrale Thema seines 'Trip To Dune', der den Bogen von Klassikern wie KLF und Kraftwerk über Photek bis hin zu vergessenen Kleinoden heimischer Klangkunst (Klaus Prünster!) spannt.
Trip To Dune
artist
title
1
Dune
Prologue
2
Camouflage
Pompei
3
KLF
Elvis On The Road, Steel Guitar In My Soul
4
Karftwerk
Das Model (Dub)
5
Sabres Of Paradise
Return Of Carter
6
Autechre
Lowride
7
Static
Releaxed Therein
8
Golden Star
Pan 13
9
Lunz
Lunz (Faultline Remix)
10
Photek
Kanei
11
Sniper Mode
Glow
12
Klaus Prünster
Klangfantasie
13
John Carpenter
Die Klapperschlange (Main Title)
Soundpark (01-06)
mit Clemens Fantur alias Manuva
'We are putting the core back into the kinderchor!' Mit diesem lauten Ausspruch machten Go Die Big City! aus dem FM4 Soundpark Ende 2005 auf sich aufmerksam. Akustische Kinderinstrumente, Glockenspiel, ein verstimmtes Klavier und Texte wie 'We hate you' sind die Zutaten für ihre oft nicht länger als zweiminütigen Songs. Heute ab ca. 1 Uhr nachts werden Go Die Big City bei uns live zu Gast sein und auch eine Live-Kostpobe zum Besten geben.
Dicht gefolgt von weiteren Gästen, denn zwei Viertel des Trio Exklusiv berichten uns im Studio über ihre neuen Pojekte, den Remix auf der FM4 Soundselection Nr. 13 oder sprechen über den algemeinen Trend hin zu analogen Instrumenten.
Und da das FM4 Geburtstagsfest nicht fern, beschäftigen wir uns mit den österreichischen Acts, die Ende Jänner auf der Bühne in der Wiener Arena zu sehen sein werden. Die Sofa Surfers und die Hörspielcrew - jeweils mit einem Livekonzert aus dem vergangenen Jahr.
Ab ca. 4 Uhr gibt es eine Wiederholung aus der Reihe FM4 Hausbesuche, wobei diesmal Electric Indigo von Mathias Zsutty anlässlich 10 Jahre FM4 zu Hause besucht wurde.