Prime Cuts: Clap Your Hands Say Yeah: Clap Your Hands Say Yeah
Klatsche in die Hände und schrei laut "Ja!". Nur recht laut schreien und in die Hände klatschen! Wird dann alles gut? Ja, alles wird gut! Wird wirklich alles gut? Clap Your Hands Say Yeah stammen aus Brooklyn und fabrizieren Indie-Rock zwischen Selbstermächtigung und Resignation. Jeder Song aus der Feder von CYHSY-Frontmann Alex Ounsworth ist ein Ringen mit den Elementen der Pein, der Liebe, des Lebens. Das selbstbetitelte Debutalbum wurde von der Band im Eigenverlag produziert und unter die Leute gebracht und war im "ersten Jahr nach Arcade Fire" die größte Indie-Rock Sensation in den USA. Seit dieser Woche ist das CYHSY-Debut auch in Österreich erhältlich. Da klatschen wir in die Hände und schreien laut "Ja!". (Christian Lehner)
Close Up: Die Frau des Leuchtturmwärters Camille (Sandrine Bonnaire) kehrt nach Ouessant, ihrer Heimatinsel vor der bretonischen Küste, zurück. Es ist eine Reise des Abschieds , denn sie möchte ihr Geburtshaus verkaufen, das seit dem Tod der Mutter unbewohnt ist. Ein Film von Regisseur Philippe Lioret. (Anna Katharina Laggner)
* Chile's first elected woman president
* Condoleezza Rice and her growing popularity
* Genoa G8 trail
* Saddam Hussein Trial - judge threatens to resign
* The secret life of a T-shirt
Connected (14-17)
mit Gerald Votava
Lesestoff: "Stadt der Steine" von Xiaolu Guo. Großes Thema des Romans der 33jährigen Filmemacherin und Autorin ist der Umgang mit Erinnerung. "Stadt der Steine" basiert auf der eigenen Kindheit von Guo, die in einem Dorf am chinesischen Meer aufgewachsen ist. Die Ich-Erzählerin, die mit ihrem Geliebten in Peking lebt, bekommt eines Tages einen getrocknete Aal zugeschickt, der einen assoziativen Erinnerungsstrom loslöst. Es stellt sich heraus, dass die Frau als Siebenjährige vergewaltig worden ist. Radikale Subjektivität und die Schilderungen von Sexualität und Gewalt zeichnen diesen Roman aus, der zur Zeit einer der modernsten an chinesischer Literatur ist. (Marianne Lang)
Happy Birthday Wikipedia - die Internet-Enzyklopädie ist gestern fünf Jahre alt geworden. Der Gründer der Wikipedia, Jimmy Wales, sucht Spenden und Spender, denn der Traffic steigt mit dem Wachsen der freien Enzyklopädie. Wales will außerdem Communities in bisher wenig genutzten Sprachen (wie z.B. arabisch oder Hindi-Sprachen) aufbauen.
Bei einem Vergleich haben Forscher übrigens herausgefunden, dass sowohl in der Wikipedia als auch in der Encyclopaedia Britannica durchschnittlich 3-4 Fehler pro Artikel stehen - die Genauigkeit der beiden Lexika ist also in etwa gleich.
Alternativ dazu kann man aber auch in einer der zahlreichen Wikiepdia-Parodien blättern. Zum Beispiel uncyclopedia.org (englisch) oder stupidedia.org (deutsch)
Update (17-19)
mit Kristian Davidek
Close Up: Inside Deep Throat "Deep Throat" war 1972 der erste Porno, der zum Mainstreamerfolg und letztlich zum profitabelsten Kultfilm der Geschichte avancierte. In nur 6 Tagen für 25 Tausend Dollar gedreht, spielte die Low-Budget Produktion über 600 Millionen Dollar ein. Seine Hauptdarstellerin Linda Lovelace wurde zu every couple's darling und die konservative US-Politik holte zur Zensur aus. Die beiden Filmemacher Fenton Bailey und Randy Barbato liefern 30 Jahre nach den provokanten Ereignissen mit ihrer Dokumentation "Inside Deep Throat" einen heiteren und interessanten Blick auf ein faszinierendes und umstrittenes Stück Populärkultur.
Film:Spiele Leben Das Spielfilmdebüt des COOP99 Mitglieds Antonin Svoboda skizziert Alltag und die Abwärtsspirale eines Glückspielers, dargestellt von Georg Friedrich. Birgit Minichmayer spielt die weibliche Hauptrolle. Erika Koriska hat Regisseur Antonin Svoboda ins FM4 Studio geladen.
Katzen- und Hundefelle: Eva Umbauer über die neue Initiative der Tieschutz-Organisation Vier Pfoten.
Er gilt quasi als der Soul-Sänger der Britpop-Ära, auch wenn seine Band The Verve eigentlich aus einer anderen, im neopsychedelischen Groove-Rock verwurzelten Ecke kam. Kaum ein Sänger seiner von ironischen Subtexten gehemmten Generation konnte oder wollte gleichzeitig so schwülstig und glaubhaft sein wie der messianische Richard Ashcroft.
Nach ihrem großen Durchbruchs-Album "Urban Hymns" zerstreuten The Verve sich in alle Winde, und Ashcroft begann eine wechselhafte Solo- Karriere, die jetzt nach längerer Pause mit dem dritten Album "Keys to the World" ihre Fortsetzung findet.
Robert Rotifer hat Ashcroft in Richmond an der Themse getroffen, um mit ihm unter anderem über die ambivalente Erfahrung seines Live 8- Auftritts mit Coldplay und den neuen Drogen-Boom in der britischen Indie-Szene zu sprechen. Und Songs vom nächste Woche erscheinenden, neuen Album kommen natürlich auch vor