Prime Cuts: Tiga - 'Sexor'
Der in Montreal lebende DJ Tiga Sontag legt mit "Sexor" sein Debüt vor, das aller Voraussicht nach die Meinungen spalten wird. Denn der einfache und reduzierte Electro-Disco-Pop Stil von Tiga wirkt sehr steril und stellenweise kalt. Doch immer dann, wenn man glaubt, hier wird technisches DJ food produziert, schafft es Tiga mit Melodien und kleinen Änderungen des repetitiven Gesangs, den Tracks eine menschliche Wärme zu geben. Der Ausgangspunkt hätte nicht besser sein können: Nach dem Tiga und der finnische Produzent Jori Hulkkonen mit ihrem Remake von "Sunglasses At Night" in den Clubs auf und ab gespielt wurden, beschloß der kanadische DJ ein ganzes Album zu produzieren. Dabei standen ihm Jesper Dahlbäck von DK7 und die Brüder Stephen & David Dewaele von Soulwax zur Seite. "Sexor" zeigt, dass ein Debüt eines DJs nicht eine Platte voller Endlosnummern sein muss, die durch ewige Intros und Outros für den Heimgebrauch mühsam werden. Recht kurz und knapp ist auch das musikalische Spektrum. Beats, pumpende Basslines, vereinzente Keyboardmelodien und vor allem die Stimme von Tiga. Und das schöne ist: Mehr braucht dieses Album nicht. (Andreas Gstettner)
Close Up: The best Man/Ein Trauzeuge zum Verlieben
In der Romantic Comedy von Stefan Schwartz versucht ein Typ, seinem besten Freund zu helfen, das Mädchen seiner Träume zu bekommen. (Marianne Lang)
* Bird Flu gets closer to Austria
* The Diamond Trade and the fight agains "blood
diamonds"
* Allegations of torture by UK troops in Iraq
* Russia and NGOs
* The excitement of the short track - with Chris Cummins
at the Olympics.
Connected (14-17)
mit Claudia Unterweger
Zugangsbeschränkungen Bildungsministerin Elisabeth Gehrer präsentierte heute eine Neuregelung in Sachen Hochschulzugang: Künftig soll es demnach in den Fächern Medizin und Veterinärmedizin eine 75%-Quote für Inhaber österreichischer Reifezeugnisse geben.
Livegast: Ben Martin Ben Martin prästentiert sein neues, 2. Album am Montag 13.02. im Wiener B72. Das Album erscheint auf Wohnzimmer Records. Dazu haben ihn zu uns ins Studio geladen.
Run to the Hill - eine Slopestyle Jamsession mit Snowboardern und Freeskiern. Vor ein paar Jahren wäre es noch unmöglich gewesen, Snowboarder und Skifahrer gemeinsam zu einem Contest zu laden. Seit dem Ski-Trend 'Freestyle' gehören aber 'New School Skier' genauso zum gewohnten Bild im Slopestyle Park wie die 'alten Hasen' auf einem Brett. FM4 Draußen Reporter Michael Schmid war am 'Run to the Hill' in Obertauern hat sich auf die Suche nach dieser neuen Liebe gemacht.
Close Up: The Fog Ein Remake des Horrorklassikers von John Carpenter aus dem Jahre 1980. Diesmal besucht Regisseur Rupert Wainwright die ruhige Küstenstadt, die plötzlich von dichtem Nebel überzogen wird - 100 Jahre später nachdem dort ein Schiff unter mysteriösen Umständen untergegangen ist. (Christian Fuchs)
Suizidprävention im Gefängnis: Die Einlieferung ins Gefängnis empfinden viele als Schock. Nicht nur lebenslängliche Häftlinge sehen anscheinend im Suizid eine Möglichkeit, einem Leben hinter Gittern und ohne Zukunftsperspektive zu entfliehen. Auch Häftlinge, die eines Tages wieder ein Leben in Freiheit beginnen sollen, können von der "Gefängniskrankheit" Selbstmord befallen werden. Ein Modell zur Suizidprävention hat sich im Innsbrucker Ziegelstadel bewährt und im Herbst soll eine neue Methode zur Suizidprävention in allen österreichischen Gefängnissen eingeführt werden. (Georgia Schultze)
Lesestoff:
Denton Welch - "Freuden der Jugend":
Wollen wir mal einen großen Schriftsteller zitieren: "Es ist an der Zeit, dass Denton Welch endlich die verdiente Anerkennung findet." Diesem kategorischen Imperativ des Mr. William S. Burroughs folgend, ehrt Martina Bauer den Roman "Freuden der Jugend". Als Maurice Denton Welch 1948 mit nur 33 Jahren an den Folgen eines Unfalles starb, hinterließ er drei Romane und zwei Erzählbände, die ihn in den Rang eines der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts hievten. Maurice Denton Welch, 1915 in Shanghai als Kind eines englischen Kaufmannes geboren, gilt als subtiler Chronist juveniler Leidenschaften und Wirrnisse. Nun ist Welchs bekanntester Roman "Freuden der Jugend" in einer deutschsprachigen Neuübersetzung erschienen. Schlichtweg zauberhaft erzählt Welch von den Machtspielen unter Geschwistern, der erwachenden Sexualität und den heimlichen kleinen Perversionen, die der 15-jährige Orvil Pym in seinen Schulferien in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in einem noblen Hotel nahe der Themse in Surrey erlebt.
Christoph Weiss stellt das neue EU-kritische Buch von Attac vor.
In einer zur Abwechslung einmal interviewfreien Ausgabe aus der Londoner Außenstelle, wühlt Robert Rotifer unter neuem und bisher übersehenem Zeug, seien es die Frische von Ben Martin, die erste ordentliche Alleinige von Ray Davies, die Kommenden von Adam Green, den Islands und The Tyde, exklusiv Beigelegtes von Isobel Campbell, schon wieder eine Neue von den Fiery Furnaces, bzw. schändlich Unterverkauftes von Aidan Smith, John Vanderslice oder den Suburban Kids With Biblical Names. Griffiger Aufhänger ist da zwar keiner, doch dafür berühren wir zum ersten Mal seit langem endlich wieder die magische 30-Songs-Marke.