Bands, die man auf Tonträger liebt, zum ersten Mal live zu erleben, ist immer etwas Besonderes. Zuerst war bei International Pony trotz 'daylight' nicht 'web design', sondern 'party time' angesagt (zum Glück), wobei die drei entschieden zuviel Bass für das Wiesener Soundsystem dabei hatten. Schade. Menschen, die die drei sympathischen Tanzbären mit Wohnsitz in Hamburg schon öfter als einmal (also öfter als ich) gesehen hatten - wie zB Herr Smash - schienen wenig beeindruckt.
Und die Soundprobleme gingen leider auch bei meinem ersten Roots-Konzert ever auch nicht ganz vorbei. Dank Ohrenstöpsel (die's ja großartigerweise dieses Jahr auch beim FM4-Stand zu kaufen gibt) haben die Höhen mein Gehör nicht nachhaltig beschädigt, und ich konnte das Ganze trotzdem einigermassen genießen.
Die HipHop-Band schlechthin betrat die Bühne mit einem Medley der HipHop-'Roots' - von 'Apache' aufwärts - und spielte dann hauptsächlich Tracks von der letzten LP 'Phrenology'. Das Rätselraten, ob der zweite Gitarrist da oben tatsächlich Cody ChestnuTT wäre - der von 'The Seed' - stellte sich zurecht, weil Stimme und Aussehen tatsächlich sehr ähnlich waren. Und ich wollte es auch glauben, bis mich ?uestlove im Interview aufklärte, daß das eben ein gewissen Martin Luther gewesen sei.
Trotz all der Konfusion war "The Seed" - ohne Zweifel einer der charmantesten Songs über die technische Seite des 'Seed-Pushens' - Track ein wahrer Gänsehautmoment. Rundherum waren minutenlange Soli von Bass, Gitarre und Drums angeordnet, womit auch die 'Jazzfest'igkeit bewiesen werden konnte. Als Abschluss dann noch mal ein Medley, diesmal von aktuellen Neptunes etc. Clubhits und dann war das Ganze leider viel zu schnell wieder vorbei.
Das waren die Headliner. Was soll jetzt noch kommen?