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 | 25.10.2007 | 03:41 
L'Auberge FM4. Erfahrungsberichte zu eurem Auslandssemester aus allen Ecken - hauptsächlich - Europas.

 
 
Handeln, nicht träumen
  Praktische Denkanstöße und Alltagsphilosophisches zum Erasmusjahr im Ausland von Nina Hochrainer
 
 
 
Lockruf der Ferne
  Wenn man also den Lockruf der Ferne vernommen hat, diesem aber nicht aus eigener Finanzkraft allein heraus folgen kann, dann ist das Ansuchen um ein Erasmus-Stipendium eine feine Lösung. Gleich vorweg: Bei den Stipendien handelt es sich um einen Zuschuss, um die Mehrkosten im Ausland abdecken zu können. Je nach Land liegt die Stipendienhöhe zwischen ca. 150,- und 300,- Euro monatlich.

Bevor man tatsächlich der Heimat Ade sagen kann, gibt es ein paar Dinge zu erledigen: Erste Hürde sind die Anmeldefristen, die tunlichst einzuhalten sind. Je nach Größe der Hochschule können diese variieren - in jedem Fall empfiehlt sich, ein Jahr Planungszeit für die Auslandsmission einzukalkulieren. Als Bewerbungsfristen auf der Uni Wien gelten beispielsweise der 15. März, wenn man im kommenden Wintersemester oder ein ganzes Studienjahr weggehen will, und der 20. Oktober für das jeweils folgende Sommersemester.

 
 
Die Initialzündung für meinen Erasmus-Aufenthalt im Ausland lieferte seinerzeit ein zweiwöchiger, überteuerter Sprachkurs in der andalusischen Hafenstadt Malaga. Aus dem eigentlichen Vorhaben, dort meine Spanischkenntnisse zu verbessern, wurde zwar nichts, dafür schloss ich zahlreiche erfreuliche Bekanntschaften - mit kulturellen Gepflogenheiten wie Siesta, Fiesta, Tapas und Sangria genauso wie mit lebensfrohen Einheimischen und einer Reihe von gleichgesinnten Sprachkursteilnehmern aus aller Welt. Das will ich nicht nur für zwei Wochen, dachte ich mir, und setzte - kaum wieder zurück in Österreich - ungeduldig alle notwendigen bürokratischen Hebel in Bewegung, um so schnell und so lang wie möglich in die neue Lieblingsstadt zurückkehren zu können - als Austauschstudentin.
 
 
Erste Anlaufstelle
  für Erasmusinteressierte ist das Auslandsbüro an der jeweiligen Hochschule: Hier deponiert man seine Wunschdestination und erhält alle Infos und Unterlagen für das Bewerbungsprozedere. Außerdem veranstalten die Auslandsbüros aufschlussreiche Informationsabende zum Thema Erasmus.

Ein heißer Tipp des ÖAD (Österreichischer Austauschdienst) für eine erfolgreiche Bewerbung lautet: Zeigen, dass man diesen Aufenthalt wirklich will. Alle weiteren Erforderlichkeiten - Prüfungszeugnisse, Lebenslauf, Motivationsschreiben und Empfehlungsschreiben - können ebenfalls von Fakultät zu Fakultät variieren. Hier wendet man sich am besten an den/die Erasmus-KoordinatorIn seiner Fakultät - solche stehen an den meisten Instituten als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung. Ist der Antrag gestellt, dann heißt es warten und freudig hoffen.
 
 
 
Ein kleines Häuschen am Strand, frische Meeresluft, milde Temperaturen im Winter, rauschende Dachterrassen-Parties ... Meine Malaga-Seifenblase platzte unsanft, als der Stipendienantrag aufgrund von Ungereimtheiten hinsichtlich der dortigen Partneruniversität abgelehnt wurde. Ein so genannter Restplatz fand sich dann im kleinen Städtchen Salamanca. Ein Blick auf die Landkarte zeigte: Salamanca liegt im Nordwesten Spaniens, in einer doch etwas kühleren Klimazone. Zusätzlich zum Badehöschen packte ich also - nicht minder euphorisch - den Wintermantel ein.
 
 
You can't always go where you want
  Ein Erasmus-Aufenthalt ist nur einmal während einer akademischen Laufbahn möglich. Wo man überall hingehen kann, hängt davon ab, mit welchen ausländischen Universitäten die eigene Hochschule Partnerschaften pflegt. Hat die Uni über die Nominierung für einen Erasmus-Studienplatz positiv entschieden, wird man als BewerberIn an die Erasmusreferate des ÖAD weitervermittelt.

Stipendienplätze sind grundsätzlich ausreichend vorhanden, jedoch: Nicht alle können ihren Weg letztendlich in die Stadt antreten, die als erste Wahl angegeben wurde. Möglicherweise muss mit der Zweit- oder Dritt-Präferenz vorlieb genommen werden - gerade, wenn man sich für einen Platz in begehrten Städten wie London oder Madrid beworben hat. Das Motto sollte also lauten: Hauptsache weg. Gute Chancen hat man übrigens, wenn man sich als "PionierIn" für eines der neuen EU-Länder wie Rumänien oder Bulgarien bewirbt.


Fortsetzung folgt!
 
 
 
Deine Erfahrungen - Dein Stadtporträt!
  Wir sind auf der Suche nach deinen Erfahrungen! Du hast ein Semester im Ausland verbracht? Oder bist gerade mittendrin? Schick uns doch dein persönliches Stadtporträt deiner Auslandssemester-Destination.

Alle Infos dazu findest du [hier]
 
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  Erasmus-Tipps Teil 1
Bewerbung, Fristen & Anlaufstellen

Erasmus-Tipps Teil 2
Wohnungssuche, Sprachkurse & Prüfungen

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