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Wien | 2.1.2003 | 16:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Journal '03. zweiterjänner.
  Ja, gerlinde, wenn ich's durchhalte, wird's echt ein journal/tagebuch. Und danke, kabelstecker, für den Hinweis. Dass diese website hier nämlich die Nummer 5 ist bei den jung/deutsch/progressiven Menschen.
 
 
 
Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich
  Da sieht man wieder was für ein lausiger Web-Surfer ich bin. Die "Beste Webpage"-Chart im aktuellen Spex hab ich übersehen, wohl weil sie mit sovielen Slashes versehen ist.

Und selbst wenn ich sie bemerkt hätte, ich wär gar nicht auf die Idee gekommen, sie mir genauer anzuschauen.
Aber, tatsächlich: hinter den Gastgebern, der aus angeberischen Gründen gern angeführten Spiegel-Site, dem guten Intro und Ebay, noch vor Google, NME, Visions. dem Kicker, Zündfunk und auch "jetzt", liegt sie auf Platz 5, die FM4-Website. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich (danke, Frau Fuchs, für diesen Satz!).

Ehrlich gesagt, ich bin kein großer Freund von regelmäßigen Besuchen auf Community-lastigen Seiten. Meine Favoriten sind unendlich konventionell und langweilig: FM4, ORF-ON, Standard, dreimal Fußball, Google, das ETB und hauptstadt.at. Fertig.
Den Rest steuere ich eher zielgerichtet an; wenn halt was ist, was ich wissen will.

Und während ich z.B. das vormalige jetzt-Magazin nachgerade geliebt und gestreichelt habe, bin ich so gut wie nie auf der jetzt.de-website. Sie ist mir zu verästelt und zu privatistisch. Und irgendwie vermeide ich so ein Eintauchen in eine völlig regulierte Alternativ-Welt immer, egal ob bei Computer- oder Rollen-Spielen oder eben bei kommunikations-intensiven Community-Sites. Die richtige Welt und ihre Versteckspiele sind derbe genug, um mit Jan Delay zu sprechen.

 
 
  Warum die fm4-site sogar im fernen deutschen Land eine doch hochgradige Popularität aufweisen kann, kann ich mir mit diesem doch recht österreichischen, gut austarierten Mittelweg erklären.

Die fm4-site schließt niemanden per Verwirrungs-Taktik aus: Wer einmal pro Tag draufschaut, kann davon ausgehen was Neues und Interessantes zu lesen zu kriegen.

Denn der privatistische Unfug findet an den Randzonen statt: im Chat, in den Notes und in einzelnen Foren.
Aber gerade diese Debatten-Möglichkeit auf relativ gutem Niveau ist ein Reinzieher deluxe. Lasst das Aufstöhnen, ihr Besserwisser, und schaut euch den Forums/Publikums-Müll an, der sich auf anderen quality-sites befindet.
Vergleichsweise glänzt hier Gold. Und manchmal sind die Ausflüge unter den Geschichten ja besser und interessanter als die Story selber.

Außerdem mischt sich hier (bauchpinselbauchpinsel) einfach eine expertistische Info-Kompetenz mit einer ansatzweise feuilletonistischen Grandezza - und das finde ich (mit tagesaktuellem drop-down) sonst nirgends.
Ja, ich bin stolz ein fm4-website-mitglied zu sein.
Und ja, soviel Konkurrenz-Material kenn ich nicht.

 
 
Alles ist Material
  Apropos Material. Gestern, beim Telefonieren mit der leicht grippigen Pamela, kam der Satz von Harald Schmidt vor, der - in einem dümmlichen Interview von Beck-Kerner-mann (vergessen, welches es war) - einen schönen Satz gesagt hat. "Alles ist Material".
Das kann anstrengend sein, sagt Pamela, vor allem, wenn man vorhat, das wirklich durchzuziehen, ein Jahr lang, Journal 03 und so.

Ja. Ich weiß. Ein paar Tage vor Weihnachten hat mir S. verziehen, die ich vor 2 oder mehr Jahren einmal (mit vollem Vornamen) im Rahmen einer real-life-Geschichte zitiert habe. Nichts Schlimmes. Aber sie war angefressen ohne Ende. Wahrscheinlich mit Recht.
Ja, ich weiß. Aber es gibt auch da eine logische Grenze, oder?

Pamela wiederum grunzt mittlerweile etwas von unabsichtlichem Ideen-Klau, weil sie ja 2004 ein Foto/Netz-Projekt plant, wo auch eine Art Tagebuch... als Fortsetzung einer Foto-Aktion aus '99, wo sie jeden Tag ein Bild... ich erinnere mich, sogar EU-gefördert damals...
Und gestern, murrt Pamela weiter, hat der Markus W., der ja wohl demnächst hier als Webhost in N. startet, ihr - auch ohne Absicht - eine andere Langfrist-Idee abgeschossen.

 
 
  Ach, Idee hin oder her. Mir fällt nachher noch diese Aktion ein, die einmal in einem Theater-Foyer ausgestellt war (ich hab dort eine Ostermayer-Sache angeschaut, kein klassicher Theaterbesuch, ich schwörs!): der Herr Künstler (nicht Ostermayer) hat jeden Tag eine Knolle in ein Rex-Glasl geschissen und eingemacht und dann ein halbes oder ganzes Jahr davon ausgestellt. Naja.
Und, ja Idee... Mir fällt siedendheiß die arme Renate Schuler ein, die sich von FM4 um die T-Shirt-Nummern-Aktion beklaut fühlte - obwohl wir die doch offen bei den Freunden von "jetzt" geklaut hatten.

fm4 links
  noch mehr t-shirt-nummern
   
 
 
  Die Idee an sich ist nicht so wichtig.
Ich darf die Herren Fehlfarben zitieren:

Millionen glauben den Zusammenhang
von Schweiß und Gefühl und Ehrlichkeit
In Wahrheit zählt nur die Kunst des Zitats
In Wahrheit zählt nur der richtige Moment.

Und in Wahrheit ist nur diese faszinierende Hank Williams-Silvester-Nacht-Geschichte schuld; und dass ich dann auf dem Zettel, auf den ich das (mit Unbedingt-Rufezeichen daneben) gekritzelt hab, dann auch gleich so Stichworte wie "Skispringerlieder solange 4SchanzenTournee läuft!", "Graz 03, so früh wie möglich im Jänner!", "Eminem-Film!", "Peta-Kalender!", "Schifferer-Kolumne!", "Ronnie Urinis Musical!", gestanden sind, also alles Dinge, die einer schnellen Erledigung harren, weil sie sich eben JETZT abspielen.
Und sich da eine tägliche Reihe eh fast von selber ergeben hätte.

Solange ich dabei nicht überschnappe wie Else Buschheuer, die nach allzuviel Getagebuche jetzt ins Reiki-Land abgeflattert ist, gleich neben den Glücksbärchis.

 
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