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Wien | 11.6.2003 | 16:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Journal '03. elfterjuni.
  Feedback-Kultur - oder: wie sich Medien gegenseitig nennen oder auch nicht und warum.
 
 
 
feed-back
 

Nur eine kleine Beobachtung.

Am Samstag hab ich einen Satz aus den Oberösterreichischen Nachrichten zitiert, in dem's um das Linzer Stadtfest und die FM4-Bühne ging, ein netter Satz, und ein netter Einstieg in eine nette Geschichte über einen netten Abend.

In der Folge kam dann auch ein nettes Mail vom Autor dieser OÖN-Geschichte.
Sowas kommt auch deshalb gut, weil man durch diese Mitteilungen so etwas wie gegenseitige Wertschätzungen bekunden kann.

Der OÖN-Autor sagt somit, dass er sich irgendwie freut, dass sein Bericht auch gelesen wird, und der FM4-Autor bekommt mit, dass sein Journal auch dort ankommt, wo es hinsoll.

Das hat nichts mit selbstreferentiellen Systemen und Selbtsbeweihräucherung zu tun, sondern ist ähnlich zu bewerten wie die gegenseitigen Musiker-Feedbacks im Soundpark.

Es ist einfach wichtig, dass man "aus der Branche", von Leuten, die sich auch hauptsächlich mit der gleichen Sache beschäftigen, Feedback bekommt.

 
 
Randnotizen
  Gestern Dienstag erschien nun die erste ÖON nach dem langen Stadtfest-Wochenende und ich hab wieder reingeschaut, hauptsächlich weil mich die Nachberichterstattung interessiert hat.

Schließlich ist die ÖON ja kein Kleintierzüchter-Blatt, sondern die wichtigste Tageszeitung Oberösterreichs mit einer 100.000er-Auflage.

Die Geschichte ist wieder von gleichen Autor, dem FM4-affinen Mailschreiber C.

Sie ist friedlich und nett, wie das Fest im Ganzen auch war, und auf einem Foto ist das ÖON-Bühnen-Transparent schön zu sehen.
Kettcar kommen mit einer netten Randnotiz vor, Jimi Tenor nochmal kurz, es ist von der Jugend die Rede, die auf ihre Kosten kam - dass es sich dabei jedoch nicht um eine "Jugend"-Bühne, sondern um ein von FM4 gebuchtes und organiertes Line-Up handelte, davon war nicht die Rede.
Wie auch schon in der Samstags-Ausgabe nicht.

Das war mir von vornherein klar, alles andere hätte mich tief erstaunt.

 
 
Innovative Sendeplätze
  Das hängt mit der medienpolitischen Konstellation hierzulande zusammen.
Für einige Verlagshäuser ist der ORF - auch aus manchmal okönomisch nachvollziehbaren Gründen - prinzipiell Feindbild. Manche Medienhäuser machen mittels Berichterstattung natürlich auch Medien-Politik.

Dass dabei dann so etwas wie eine hundsnormale korrekte Fakten-Auflistung auf der Strecke bleibt, obwohl der Autor (wie sein Mail belegt) sehr wohl Bescheid weiß, ist dann halt blöd.

Auf Seite drei der bereits erwähnten Samstags-Ausgabe der OÖN gibt es zB eine große Umfrage unter 8 Experten (naja, mehr oder weniger), was sie von einer möglichen Gebührenerhöhung halten.
Es geht dabei nicht um Volkes Stimme, die alles, was teurer wird, blöd findet, sondern um die Meinung von Auskennern, die zwischen den Optionen wie Werbe-Ausweitung, Rechte-Verzicht oder Gesetzes-Novellierung differenzieren können (sollten).

Müßig zu sagen, dass 7 von 8 ein dickes Minus zugeordnet bekommen, auch wenn sie wie ntv-GF Brandstätter ein eigentlich relativierendes Statement abgeben. Dass vordringlich Mitbewerber befragt wurden, ist auch irgendwie klar.

Den Vogel schießt die Aussage eines "Geschäftsführers" namens Andreas K. ab.
Der sagt wörtlich: "Vielmehr sinkt die Qualität, und innovative Sendeplätze wie die Kunststücke werden entfernt."
Innovative Sendeplätze?!? Es gibt innovative Programme, aber keine innovativen Programm-Plätze.
Was für ein Auskenner...

 
 
  Diese dezente Ignoranz ist nichts ungewöhnliches.
Auch andere große Bundesländer-Blätter dürfen kein gutes Haar lassen, und FM4 ist da mitgehangen, mitgefangen.

Während es umgekehrt eigentlich keine Scheu gibt zu zitieren oder zu erwähnen. Auch bei mir zum Beispiel.
Hier oder hier oder hier oder hier oder hier oder hier.

 
 
  Heute hat S. angerufen vom Magazin P.
Er sagt er will am Montag in einer Lese-Kolumne etwas über das Journal '03 machen.
Mal sehen ob ihm die Buchstaben/Zahlen-Kombination FM4 von der Hand geht.
 
 
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