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Wien | 15.6.2003 | 16:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Journal '03. fünfzehnterjuni.
  Nuke 03. Der zweite Tag. Rock'n'Roll.
 
 
 
Tag 2
 

Ich wollt ja eigentlich schon am Freitag nach Zwan wieder fahren, weil was soll da noch besseres nachkommen, aber da war dann der I.-Onkel, mit dem wir schon den ganzen Vortag Blödsinn gemacht hatten und der sagte dann: "He, ich hab doch ein Zelt da, und das und mein Kombi, das reicht doch, wir übernachten einfach hier - Rock'n'Roll!"

Ich war zwar nur für einen Tag ausgerüstet, aber mit dem "Rival Schools"-T-Shirt aus der Tasche vom I.-Onkel ist sich's dann ausgegangen.

Und im Gasthaus am Dorfplatz von Hofstetten kriegt man sowieso das beste Frühstück der Welt.

 die neue bassistin von den miles
 
 
  Der zweite Tag war dann hauptsächlich HEISS.
Am ersten hatte es ja gnadenhalber um 17 Uhr, exakt zu den Fumanchus, zu regnen begonnen und abgekühlt.

Am Samstag: zuviel Hitze.
Entweder Sonnenstich draußen oder schwitzen im Zelt. Aber dort gab es Wasser. Und den J., der mir seine Sonnencreme quasi aufgedrängt hat. Danke.

Dann hat sich M. in Dschimi verliebt.

 die francoise von den stereo totals
 
 
dschimi
 
 
  Der I.-Onkel war als Fotograf da und durfte jeweils drei Nummern lang die Bands im Fotograben ablichten, d. h. wir durften dann drei Nummern lang sein Bier halten, bevor er dann wieder aus dem Graben gekommen ist und sich im Publikum zum Narren gemacht hat.
Apropos: die Nuke-Fotos auf der FM4-Homepage hat übrigens Dr. Reiser geschossen. Das zu den Credits.
Der I.-Onkel hat dann Fotos vom Gelände aus dem Hubschrauber gemacht, obwohl er irre Höhenangst hat. Und er hat überlebt. Bravo.

Im See ist übrigens niemand ertrunken, er wurde auch verdammt gut bewacht; und am zweiten Tag hatte er seinen Novelty-Geil-ein-See-Effekt auch ein wenig verloren.

Dann war da die Creperie, und Boris hat recht: saugut.

Und dann war noch der Typ aus dem Pinzgauer Zelt-Kollektiv von A., der von mir wissen wollte, was ich als 'wichtiger Meinungsmacher' denn von der Pensionsreform halte.
Ich hab dann Lars Ulrich von Metallica zitiert.

Aber da haben die Sneaker Pimps schon gespielt.

 der eine sänger von den such a surgens, der vorher an der bar die m. angebraten hat.
 
 
sex-god
 
 
  Ich hab ja bis jetzt eigentlich jedes Sneaker Pimps-Konzert, das ich gesehen habe, langweilig, öd und überschätzt gefunden.
Das war das erste, bei dem für mich halbwegs was rübergekommen ist.

Und dann sagt Chris Corner vor der letzten Nummer, dass das eher die letzte Nummer für laaaaaange Zeit sein würde, vielleicht für überhaupt - denn, so munkelten die Insider, wahrscheinlich hören sie auf.
Blöde Gschicht.
 
 
 
  Und dann haben die Tocos angefangen. Wie immer windschief und zerzaust.
Erst beim dritten Stück ("Ich bin viel zu lang mit euch...") war dann irgendwas zu spüren, aber da war dann auch plötzlich der erste Regentropfen und die erste Böe da.

Und mitten im vierten Stück (vergessen, was) ist auf einmal der wildeste Festival-Sturm im Gange, den ich je erlebt habe.

Wirrste Szenen, triefnasse Menschentrauben, weggewehte Catering-Stände, völliger Irrsinn.

Im VIP-Zelt herrschte Schulausflugs-Stimmung, man verglich seine nassen Shirts, seine Schlamm-Patschen und erzählte sich lauthals Blödsinn, egal ob man jetzt betrunkenes Groupie oder Das Pop-Bassist oder Sneaker-Pimps-Keyboarder oder Luft-Gitarre-Profi oder Heinz war.

Das MTV-Team, das mich seit Tagen verfolgt war auch da, und hat ordentlich was abbekommen, ätsch.

 
 
  In jedem Fall war etwa eine dreiviertel Stunde völlig planloses Schutzsuchen angesagt.
Und dann ging das Gerücht, dass die Tocos ihr Set tatsächlich fertigspielen - völliger Irrsinn bei der vielen Elektrik und der komplett waschelnassen Bühne.

Der I.-Onkel hat sich kreischend in die erste Reihe geworfen. Es hat zwar nimmer geregnet, aber alles war pitschnass und diese Nacht auf dem Zeltplatz -> Lungenentzündung.
Wir haben also aufgegeben und sind mit dem F. und der L. raus zum Parkplatz.

Da hat dann Jan M. unseren Weg gekreuzt, der sehr aufgeräumt in Richtung Bühne gewackelt ist.

Ich schrei rüber: "He, ihr wollt doch nicht jetzt wirklich weiterspielen?"
Und er schreit: "Sicher! Warum denn nicht?"
Und ich schrei: "Ihr werdet euch den elektrischen Schlag holen und alle tot umfallen dort oben!"
Und er lacht und sagt: "He, das ist Rock'n'Roll!"

Das stimmt.
 
 
 
rocker
 
 
freak
 
 
  Der Rocker und der Freak und der dritte haben dann tatsächlich noch ein kurzes Set gespielt, und die durchnässtes Narren auf dem Gelände haben geschrien vor Freude.
Der I.-Onkel war der Lauteste.

Wir haben es im FM4-Radio gehört und bei "Hi Freaks" vierstimmig mitgesungen.

Afrob und Samy haben ihr Set dann auch noch gespielt, verkürzt und durchnässt, aber auf der Hauptbühne.
Und die Turntablerockers haben bis 7 Uhr früh das Zelt gerockt.

Ja.
Rock'n'Roll.
 
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