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Wien | 3.2.2004 | 16:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Protest gegen den Protestsongcontest!
  So gehts nicht! Die Vorausscheidung zum ersten österreichischen Protestsongcontest verlief entsprechend...
 
 
 
Ich protestiere.
 

Zum einen dagegen, daß Mathias Zsutty, der Schöpfer der nebenstehenden, unsterblichen Fotos nach deren Erstellung krank wurde und ich jetzt den Nachbericht machen muss.
Des weiteren gegen den guten Erfolg dieser Veranstaltung, der uns und mich jetzt dazu zwingt wie ein Halboffizieller Kommentare und Einschätzungen abzugeben, wiewohl ich doch nur ein harmloses Besucherlein war.
Und natürlich auch gegen die Effizienz des "word of mouth", das aus einer Schnapsidee die coolste Veranstaltung des Februar zu machen droht - wohl wissend, dass dies nur Arbeit bedeutet.

 
 
  Ich protestiere natürlich auch gegen jeden einzelnen der 25 Teilnehmer.

Die einen fanden in Ironie, einem mittlerweile durch das Böse in Gestalt von Privat-TV und Event-Checkern vereinnahmten Figur von gestern, den einzigen Ausweg, sich dem wichtigen Thema eines "topical songs", eines "Protestsongs" anzunähern.
Wie sagt Rainer Binder-Krieglstein so richtig: "Der Protestsong ist die Meisterschaft des Komponierens. Du kannst dabei nicht cool sein, also kannst du nur verlieren."
Natürlich protestiere ich auch gegen diese Aussage.

Ich protestiere aber vehement gegen die Antretenden, die denken, dass einzelne Worte (wie zb "Benita" oder "Bush") bzw. plumpe C-Liga-Austropop-Platitüden über "die Regierung" oder "die Amerikaner" schon den Protestsong, geschweige denn den GUTEN Protestsong ausmachen.

 Ich protestiere gegen das Alpenfeindliche Ausscheiden dieser sympathischen Tiroler Cowboys durch eine Wiener Jury!
 
 
  Gegen folgende zehn Finalisten kann man noch bis Freitag, 17 Uhr beim Rabenhof Protest einlegen:

Abt. Liedermacher - Protestsong
Autlaw - A Gringo like me
Binder & Krieglstein - Alles verloren
Christian & Michael - Willkommen in der Welt des Schmerzes (siehe nebenstehendes Schmerz-Foto)
Conny Chaos und die Retortenkinder - Lisi Gehrer
Georg Freizeit & Die Rosaroten - Die Weisheit mit dem Löffel
Monochrom - Ich will Planwirtschaft
Robin Hook - Son of a Bush
Wegotim - Ein bisschen kriegen
Wilde 13 - Affensong

Das Finale findet am Donnerstag, den 12. 2. um 20 Uhr im Rabenhof, Wien 3, statt.
Moderieren werden Stermann & Grissemann.
Sigi Maron wird seine legendäre "Ballade von da hoat'n Wochn" (auch als das "Leckts mi am Oasch"-Lied bekannt!) singen.

 
 
Protest gegen das knallvolle Auditorium in der Zentral-Bibliothek! Wenn zu diesem 1.Durchgang schon so viele Menschen kamen, dass es kaum Luft zu atmen, Wein zu trinken und Weckerl zu essen gab, was droht uns dann erst im Finale im Rabenhof?
 
 
Erheben wir Protest gegen die ungerechte Behandlung des Noch-Nicht-EU-konformen "Radio Bukarest 6 das zypriotische Rundfunkorchester" durch eine voreingenommene Wessie-Jury.
 
 
Beinharter Protest gegen die ungerechtfertige Abwahl des Laientheater-Ensembles "Heinzels Männer" samt ihrer szenischen Aufführung des Volksstückes "Am Anfang war das Ende" durch eine offenbar theaterfeindliche Jury!
 
 
Protest gegen eine rein männliche Jury! Für die Zwischendurch-Kommentare wurde eine weibliche Behübschung auf die Bühne geholt - mitwerten durfte die aber nicht. Zustände wie im 19. Jahrhundert!
 
 
Protest gegen unkontrolliert exzessiven und sinnentleerten Rock'n'Roll!
 
 
Protest gegen die Planwirtschaft...
 
 
... und ein Habtacht von Monochrom!
 
 
Protest gegen ein angepasstes Publikum, das nicht ein einzigesmal protestierte!
 
 
  PROTEST SONG CONTEST
Moderation: Stermann & Grissemann
12. Februar 2004 (20h)
Einheitspreis: 15,--

RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: 712 82 82
Infos + Online-Kartenreservierung unter rabenhof.at


Info auch unter protestsongcontest.at
 
 
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