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Wien | 7.2.2004 | 21:00 
Geschichten aus dem wirklichen Leben.

Rotifer, Andreas

 
 
Journal de la CAN. Une huitaine, part1.
 
 
 
 
Die letzten Acht halbieren sich, Teil 1.
 

Mir stehen noch die Schweißperlen auf der Stirn: fast 11 Minuten Nachspielzeit, eine Halbzeit also von 56 Minuten hatte Tunesien zu überstehen, ehe sie - zum Glück für das Turnier, zum Glück für den Gastgeber und auch zum Vorteil der sportlichen Gerechtigkeit - ihr Viertelfinal-Spiel gewonnen haben.
Gegen Senegal und mit Recht.

 
 
Senegal 0
 

Beim Senegal, dem Lieblinsgteam aller bei den letzten Weltmeisterschaften, passte nicht viel zusammen: alle Welt, und am meisten sie selbst, hatten sie unter Druck gesetzt, noch besser als beim letzten CAN (wo sie zweite wurden) abzuschneiden.

Nur: sie haben sich - womöglich als einziges teilnehmendes Team - seit 2002 nicht weitererentwickelt, während alle anderen Mannschaften große Sprünge gemacht haben.

Senegal spielt weiterhin mit der - damals richtigen - Bruno Metsu-Taktik: mit klaren Aufgaben versehene Viererkette samt Zweier-Mittelfeld-Defensive und davor vier Kreative.

In diesem Viertelfinale gab es sogar ein Dreier-Defensiv-Mittelfeld, das seine Aufgabe eh prima erfüllte.
Nur: dieser stark defensive Ansatz verhindert natürlich auch, dass sich kreatives Mittelfeldspiel entwickelt.

Dazu kam wieder eine extra-lausige Vorstellung von Henry Camara und auch von Sahko, während sich El Hadji Diouf vorne allein zerfleischte.

Das war zuwenig, rein destruktiv und ging auch - so wie bei diesem wunderbaren Turnier bislang immer - in die Hose.

 
 
Tunisia 1
 

Denn das auch heute starke tunesische Ensemble hatte genug Kraft, diesen Block niederzuringen, auch ohne den verletzten Trabelsi.

Papa Badra hielt die Abwehr zusammen, Hagui und Ayari beherrschten ihre Flanken und das Mittelfeld verhinderte, dass die gefährliche senegalisische Defensiv-Achse (Diao, Bouba Diop) jemals offensiv tätig werden konnte.
Und vorne waren Jaziri und Santos einfach wesentlich unangenehmer als ihr Konterpart.

Das Gastgeber-Team hatte das Spiel immer im Griff, wurde nie nervös und war auch nach dem traumhaft herauskominierten Kopfball-Aufsitzer-Tor von Mnari eigentlich nie in Gefahr, den Ausgleich hinnehmen zu müssen.

Wiewohl das Spiel von der 65. bis zur 101. Minute dann eher einem Ausnahmezustand denn einem von Regeln geleiteten Game glich.

 badra (tun)
 
 
und Mali
 

Weil sich im ersten Viertelfinale mit Mali auch das von mir favorisierte Team durchgesetzt hat, darf ich zufrieden sein.

Obwohl die Mannschaft von Kanoute eher glücklich mit einem haltbaren Schüsschen in der 90. Minuten das 2:1 gegen Guinea sicherstellte - verdient war es allemal, denn auch das 0:1 von Guinea war ein Geschenk.
Egal: die beiden Teams dürfen froh sein, überhaupt soweit gekommen zu sein.

Morgen, beim zweiten Teil dieses Achters, wird es ungleich härter: zwar sollte sich Marokko im Bruderkampf mit Algerien (live on Eurosport 17 Uhr) schon durchsetzen, was aber dann im Duell zwischen Titelverteidiger Kamerun (dem unbezähmbaren Löwen) und Nigeria (den Super-Adlern) passiert, das ist unvorhersehbar hoch drei.
Leider gibts davon keine Live-Übertragung, sondern nur eine Zusammenfassung nach 23 Uhr.

 
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